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April <586,
behallten, vermeinent ouch dessen, alls andere frye Ortt der Eydtgnoßschafft befügt gewesen vnnd noch syn, Sitten-mal üwer ettliche Ortt Ouch In glychformigem faal üwer gelegenheitt nach ohne vnnser mitt stimmen für üch selbsnüwe Pündtnuß gemacht, wie woll die vnnsern khein sollchen schwärlichen Last vnnd Nach volg vff vnnser Vatter-landt zühen mögent, wie man aber von andern, Darinn wir nit begrysfen, Ouch vnns darin nie begeben wollen,zu gewartten hatt. Was dann belangtt die nüwerungen der Fürsten sDavon Jr sagent), vermeinen wir, dasselbignit zu verantworten stände, Sittenmall vnns dieselbigen nit erlütteret werden, wie, wo, wann vnnd was dasst>e, Auch die vrsach derselbigen weder vnns noch de» Pündtnussen, so wir mit ettlichenn habent, nit mag zu ge-messen werden; wollte man dann sagen von den Empörungen, so sich ettwas kurtzer Jaren har zwüschen ettlichenFürsten vnnd Iren vnderthanen oder zugethannen an den Anstössen oder grentzen der Eydtgnoßschafft erhept (DarzuInen villicht anlaß vnnd vrsach möchte geben worden sin), vermeinen wir noch minder darumb zu antwortten haben,Diewill es nit vnnser Eydtgnoßschafft, sonnder frömbde geschefft waren, so ein Eydtgnoßschafft »ützit berüertten w.
So vill aber den Anzug miett vnnd gaben halb belangtt, Ist nitt weniger, wir möchtendt zu vnnserm theill wollLyden vnnd gern sehen, Daß das gellt minder vff der wellt Regierte, Dann aber leider beschicht, Erkennen ouchgar woll, das hierinn glych so woll by vnns In gemeiner Eydtgnvßschafft vnnd anderen Nationen vaft überall(Leider) vnordnung, mangell vnnd mißbrnch zefinden, glych einer gemeinen sucht vnnd kranckheit, wollichs (alls zubesorgen> allen denen, so damit behasft, In die Harr nit zum besten erschießen werde. Wir sind aber für vnnsernntheill vrbüttig, mit üch, vnnsern G. L. A. E-, Den sachen ein thrüw vnnd ernstlichs Nachbedenckens zehaben, ouchüberzesitzen vnnd zu abschaffung sollichs mangells vnnd alles deßen, so vnns In gemein zu vnbill vnnd Verkleine-rung gerechnett werden möchte, gutte, kombliche vnnd nottwendige satzungen vnnd Ordnungen zesetzenn, ouch In dem-selbigen mit üch hellffen Ernstlich abzehallten, Damit vnbill vnnd gebür vndcr vnns vssgerüttet werde.
Sonst können wir üch für vnsern theill vergwüssen, Das wir durch miett vnnd gaben willen In khein Pündt-nuß nit getretten, sonnder vß woll gcgründten vnnd befüegten vrsachen dahin bewegtt, wie dann zum theil hievorouch gemeldet.
Ob aber ein Fürst, mit dem wir Pündtnuß vffrichtendt, sin frvgebigkeitt In gaaben vnnd vereerung gegen»vnns erzeigtt, besonder vß dem grundt, Das Jme darinn versprochen wirdt, Jnne vor vnbillichem, vnredlichei»gwallt vnnd trang vnnd by dem synen zeschirmen hellffen swollichs dann an Jme selbs ein göttlich, Loblich vnndbillich Ding, ouch ein werckh der gerechtigkheitt Ist), gedencken wir nit, das kein Verstendiger sollichs für vnbillichachten werde, zudem das nütt nüws, Sonder von vralltem har by üwerenn vnnd vnnsern altvorderen In sölliche»fälen ouch gebruchtt vnnd von Inen angenomen worden; Dann zwüschen derglychenn Pension oder Jar gellt vnndFürstlichen gaaben vnnd vereerungen von Fürsten vnnd Herrn, mit denen man Ecrliche vffrechte, ouch billiche öffent-liche Pündtnußen hat, ein vnderscheid Ist zenemen, gegen anderen mietten vnnd gaben, so heimlicher wyß geben vnndgenomen werden, In wollichem faal man vff die Conditionen vnnd geding, wie vnnd warumb es bescheche, sehenvnnd die erduren muß, Ee das man ein vrtheill darüber felle, Es gutt oder böß heissen möge; vnnd ob glych wollein große anzall deren, so gutts willens sich derglichen vereerungen vnnd Jar gellts verzigen, So kan doch JederVerstendiger ermessen, Das söllches ein woll verdiente vereerung geheissen werden mag, von wegen der hillff vnndbystands, so man sollche» Fürsten zu der billichcitt vß trafst vffgerichter Pündtnuß erzeigtt; Diewill aber nütz't sowoll geordnet, Das nit ouch ettwan dem Mißbruch vnderworffen syn möge, wollen wir gern wie vorgehörtt, woMangel vnnd mißbruch, denselbigen mit üch hellffen fürkomen vnnd verhütten :c.
Vnnd alls Jr üch In dein 6. Artickell üwers fürtrags erklagent, Jr verleydett vnnd vßgeben werdent, Alls obJr by Tütschen oder Weltschen Fürsten vnnd stenden üiver Religion sonderbare verstentnus vnnd Pündtnus widervnns gemacht haben, Volgendts üch deßen In dem <2. Artickell hernach wyttloüffiger entschuldigent, sollchesnüt sye, Das Jr üch über gemeine öffentliche bewüsste Pündt mit einichem Potentaten, sygen glych König, Fk^sten vnnd Herrn, Tütsch oder Weltsch, yngelassen haben, üwere gemüetter ouch nie berüert, Syent ouch nit ent-schloßen, üch fürohin Lychtlich In Pündtnuß, deren wir all In gemeiner Eydtgnoßschafft nit zu gemessen, Ouch vonwegen vnsers allgemeinen vatterLandts vnnd deß gemeinen» nutzes vnnd wollstandts nit hoch nottwendig vnnd be-dorffent ynzelassen vnnd theilhafft zvnachen, Sonders vnnsern gemeinen öffentlichen Pundt, so wir zusamen geloptt