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April l586.
(Wellichs das höchste gutt Ist so vff erden genoßen würdt) verlihen, hatt er vnns darnebent ouch vrsach geben, dasewig zu erlangen, zu wellichem wir alle muß vnnd gelegenheitt geheptt, das sonst andern Völckern, so vnder demJoch der Dienstbarkheitt sindt, nitt so woll vergundt. Nach dem aber wir das veracht, vnnd glych wie die kinder vonJsrahell gehandlet, hatt er vnns nitt In dem Zyttlichen allein (wöllichs gegenn dem ewigen nüt zeschetzen) straffenwollen, sonder neben dem Zyttlichen vnns ouch Inn dem ewigen gestrafft, Namblich mitt hinnemmung deß liechts dergnaden, wöllichs dann ein solliche yngerissne Vneinigkeitten vnnd Zwytrachten mitbringt, alls ouch die Zerthrennung zytt-licher dingen, Daruß wir zu erkennen haben, wie erschrockenlich die gerechtigkheitt Gottes, vnnd desto mehr vrsachennemmen sollten, vnns widerumb In sin gnedige versünnung zebringen w.
Derhalben, G- L. A. E., wir woll erkennent, Das üwer fürgeschlagner Rhatt, ermanung vnnd erynnerungvnnß allen vast nützlich vnnd nottwendig war, Namblich das wir vnns nit zertheilen noch zerthrennen sollten, wiedann wir zu vnserm theil nit gethan, vnnd vnns nützit erwünschlichers sin könt, Dann das es von üch nit besche-chen währe.
Volgendts melden Jr daselbs wytter, Wann nun vnsere gemüstter, sin vnnd gedannckhen allso wytter eintrech-tig blybenn, In glychen billichen dingen zusamen stimmen, vnns vmb dheinerley fachen trennen vnnd vneins machenLassen, wurde der gnedig Herr vnnd Gott zwyffels one vnns wytter erhallten vnnd bewaren.
Da können wir, G. L. A. E., vnns nitt erynnern noch befinden, daß weder vnnsrc Fromme Alltvordern, nochwir von üch vnsern G. L. A. E., noch von üwern Frommen Alltvordern, weder mit wortten noch wercken vnnsabgesündertt, Sonders Jeder zytt In billichen dingen mit üch vnnd Inen gestimett vnnd gehandlett, vnnß nit alleinnit trennen, noch zu der vneinigkheit bewegen Lassen, Sonder so offt es von nötten gsin, dapffer ouch Eherlich vnndRedlich zu üch gesetzt, wöllichs wir üch selbs vrtheillen Laßen wöllen.
Das aber Jr üwere gemüetter von vnns abgewandt, Deß befinden wir noch Hütt by tag unermeßlichen schwer-tzcn; Dann so wir an dem einen theill gedenckent deß Jammers vnnd trübsalls, so sich von sollicher verenderungwegen verloffen vnd noch täglich dahar ervolgtt, an dem andern aber betrachtentt die grosse fryheitt, so wir miteinandern vnlangest darvor überkommen vnnd angefangen, In gutter stcherheitt zeniessen, ouch wie wir In so guttereinigkheitt vnnd Lieblichen Bandt brüderlicher liebe durch einanderen gewandlentt, Hargegen aber Jctz In sollichennmißthruwen vnnder einandern wonent, wem wollte sollichs billich nit wee thun, Ein so grosses gutt vnnd wollfarttzu verliehren, Dargegen In ein sollich grosses übell zefallen.
Vß wöllchem nun Potentaten, Fürsten vnnd Herrn, vngeachtt was Religion die syent (Alls Jr In dem 3-vnnd 26. Absatz oder Artickell üwers fürtrags meldent) woll vrsach nemmen möchtent, vff vnnser Wasen zemerckhenn-Dann die so üwer Religion anhengig (können wir woll erachten) vnns, den katholischen nit vast günstig, hargegenaber allso ouch die andern üwer Confessionn nitt hold syentt. By dem nun Lychtlich abzunemmen, Das glych wieJr In dem 4. Artickell üwers fürtrags anzüchent, vill Praticken vnnd böser anschlegen über vnns möchten gemachtwerden, Sittenmall es die beste gelegenheit Ist, ein Landt zu erobern, vmbzekheren vnnd zu verwüsten, wann dasIn Jmselb zertrenntt Ist, wöllicher Exemplen, Ouch wie vill vnzalbarlichen trüebsall, Jammer vund nott In derglychen zertrennung vnnd absönderung sich vnder den völckern erheptt, vnnd wievill darunder geutzlich zegrundtgangen, die ganze Christenheitt voll Ist zc.
So dann Jr In dem 3. Artickell oder Absatz üwers fürtrags mclldent, Das könig, Keyser, Fürsten, Potentatenvnnd Herrn gemeiner Eydtgnoßschafft, vnangesehen was Religion vnnd glouben Jeder sye, gantz fygent, abhold vnndvffsetzig syen, vnnß der fryheitt nit gonnent, dann frye Völcker zesehen Inen gar widerig, deßhalb vnns ouch ger»wider vnnder das Joch der knechtschafft vnnd Dienstbarkeitt brächtendt; Volgendts In dem 23. vnnd 24. Absatzvnnd Artickell Harnach vnns der Griechischen stetten Exempell zur Warnung deßen andüttent vnnd für halltenndfiwie ein Jämerlichenn vßganng es mit Inen von wegenn Jrer vneinigkeitt vnnd Zerthrenung genommen w.
Darüber sagent wir, vmb der Fürsten vffsatz (Deßen doch uns nützit von Jemandem bewüßt, wir ouch deßenniemandts verdenckent) Ist vnns Im sorgendem gemelldett; Was aber der Griechen Historj belangtt, wöllen wir vondem, so sich mit Inen verloffen vor vnnd Ee sy Christen worden, nützitt handlen, vermeinent aber, das noch biß-har kein Katholischer Potentat vff sollche wyß mit vns gehandlett oder nach der gestallt mitt vnns zehandlen wil-