Druckschrift 
4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
Seite
921
Einzelbild herunterladen
 

April 1586,

auch cm Lange Zytt durch sondere vcrsehung vnnd unser frommen Alltvordcren fürsichtigkheitt In srid, ruwcn vnndcinigkheitt gnedigklich erhallten worden, vnnd vß zusamen gesetzter Liebe vnnd einigkheitt den Circkh ye Lennger hemeer erwyttertt :c. ^ ^ ^ .

Antwortendt wir, das üch so woll alls vnns bewüsst, nnt wah Tyrann« vnnser vatterLandt vor ansang einerloblichen Eydtqnoßchafft beherschet vnnd beschwertt gewesen, was zwangs vnnd trangs vnnsere fromme vorder» Lydenvnnd übersta» müessen, biß das dem gültigen Gott gefallen, sich dessen über sy zu erbarmen, Vnnd allso wunder-barlichcr Wyß lJ" betracbtnng daß dieselben vnnsere vorderen In so gar gringem ansehen vnnd vermögen In Etli-chen dingen gegen sollicher macht der Jhenigen gewesen) durch sin starcke hanndt vnnd durch mittell Schlichendryer (Gtychwoll Jres standts halb khlein füegcr Jedoch frommer vnnd verstcndiger) Personen zusamen Verpflich-tung volgents aber durch erhalltung vnd bestaubt so vilcr harter Strytten vnd schlachten Sy nach vilen Jarenentiedioett' Mannen har wir vnns mithin genieret, vnnd (das aber nach ein anderen zuerzellenn zewyttloüffig sinwürdt »grosse frvheitt erlangtt, biß Letstlich wir die 13 Ortt allso zusamen Inn sollichen herrlichen Pundt Höchenvnnd lücksälli enn staubt vnnd wirde über alle Nationen der wellt kommen, den Vrsprung aber nach Gott dem All-""ckt'7" "n'Tollchen drven frommen Männern (Derenn Namen Mengklichen bckanntt) genommen, Das aber vnnßili cltt >ver wollt zwvfflen anders die vrsach wäre, dann allein vnser frommen Alltvorderen Ware

^^k^I^KWtbrc'cktiakheitt, thrüw vnnd rechte vnverenderte Liebe, so sy zusamen getragen vnnd mitt deren syneu <>i , onbern vervflichtet, Wöllichs Band alle Potentaten, Fürsten vnnd Herrn erschrecktt hatt; Dann nach demwir "die 13 Ortt vereinbaret vnnd In sollich- cintrechtigkheitt kommen, Ist vnns kein sorgliche antastung von Je-mandes mehr <wie aber zu vor Lange Zytt villfalltig bcschehen) begegnet. Vnnd wiewoll nitt zu zwyfflen, Wanndas an cttlichen Potentaten vnnd Fürsten willen vnnß widcrumb vnnder das Joch zebringen nützitt gemanglet, Dan-»ocht hatt sy sollichs vnnsre einhellige verstentnus, mit vnns ettwas thätlichs anzefachen, erschreckt vnnd hinüber

hallten ze.

Alls aber sy In sollichem Glücklichem Wollstandt vnnd Brüderlicher Vereinnung F., sollen ^sicherheit gelcbtt vnnd Harnach villicht Gott dem Herrn zu wenig dannckbar gsin, Diser seiner so arossen 7gessen vnnd nitt mehr gedacht (Alls dann gwonlich beschicht, so man sich In der grösstcn sickerbeitt 7,

befindt), sonder dargegen In Hochmutt gewachsen, ein vermesslich Leben gefüerr, vnnd villicht die grossen °tka°'tvnnd das, so sy durch die krafft Gottes uberkommen, Inen selbs zu geeignett, hieneben alls s» sich deß l7bem kri"dens, so vnder Jncn war, mtt benuegen können, Haben sy angefangen ander Lütt anzetasten, frömbden Fürsten v. ,,uHerrn mit Jrer kriegsmacht zuzezühen, vnnd die an sich zehenckcn, Daruß dann vill vnnottigs blntt vergies ens77volgtt, wie dann menschliche gebrecht,cheit (Leider) mit bringt, das ye grossere wollthatt einem Volckh von oben bemgverlichen würdt, ye vnndanckbar es sich erzeigt; derhalbcn Gott der Herr (so vnbillichs nitt geduldet noch vnaestraskilast, ouch Inn sinen wcrckhen wunderbarlich vnd gerecht Ist) sollche sicherhcitt deß Lebens vnnder vnns ouck digrosse vndanckbarkheitt nitt witter gestatten wollen, Sonder über vnns ein ongenschinliche Straff verhenattallso dise herrliche einmündige Verstentnuß vnnd woll vereinigter will vnnder vnns allen (Leider) nit Fn ein kl^füegc oder geringe zwyspalltung, mißverstandt vnnd Widerwillen, sonder In die aller höchste zertrennung aerattenDero mit Menschlicher vernunfft nit widerumb gehullffen werden mag. Dan» wie vorgemellt, das Gott der All-mechtig vnsre Lobliche Eydtgnoßschafst wunderbar.cher wyß d.irch den ansang dryer frommer kleinfüeger MännernIn höchste fryheit, würde vnnd glucksalligen wollstandt gebracht, vnnd vß dem Rachen söllicher grosser Fürsten vnndHerrn errettet, Hatt er nit mit dryen, ^a ouch das noch mehr Ist, nit mit Personen Hochens standts vnnd Nam-mens, oder sonst redlichen dapfferen Lutten, sonnder ouch (?durch) einen eintzige» schlechten gelüptlosen menschen disenstarcken Pundt, der allen Potentaten, Fürsten vnnd Herrn, ivic gwalltig sy Joch gewesen, erschrockenlich war wi-derumb zerrüttet vnnd zertrennt, vnnd ^>t hiemit der samcn alles Uebells vnder vnns kommen, zu einer anzeiq' dasiyner Göttlichen Mayestatt nützit vnmüglichs vnnd das hierdurch wir, die zuvor allenn Potentaten Fürst'»und Herrn trutz bietten dorfftent, vnnsre menschliche schwacheitt vnnd sin grechtigkeit erkennen vnnd betrachten soll-ten, das ohne sin macht vnsre sterckhe nütt Ist. Söllichs nun desto meer zu bedcncken, daß diß nitt ein gerins vnder die höchste straff Ist; Dann stttenmall vnns Gott der Herr so grosse wollthatten zyttlicher fryheitt halb

16