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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
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906
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Februar 1586

des BüchleinsFragstük", welches der Pfarrer Sebastian Werro ins Deutsche übersezt habe, werdeFreiburg sich zu verantworten wissen; übrigens könnte man tausend solcher Schriften gegen eine auf-zählen, welche in den protestierenden Orten gcdrukt worden, daher eher die katholischen Orte sich zu be-klagen Ursache hätten, Bezüglich des Artikels wegen der Stadt Genf bemerkt der Gesandte von Solo-thurn, daß seine Obern sich in kein besonderes Verständnis mit dieser Stadt eingelassen haben, sondernnur im Verein mit dem König von Frankreich und in dessen Kosten, und zwar allein wegen deö Passesund der Bequemlichkeit für den König und die ganze Eidgenossenschaft; sobald der König die Protectionaufgebe, sei auch die Stadt Solothurn zu nichts mehr verpflichtet; es sei übrigens denen von Genf ganzernstlich intimiert worden, sich aller Schmähschriften, Bücher und Bilder wider die Katholischen zu »ins-sigen; daneben möchte man die V Orte freundlich ermahnen, sich mit fremden Fürsten, namentlich »ntdem Herzog von Savohen, nicht so viel wider die Stadt Genf einzulasse», sondern des gemeinen MilcrlandcS Ruhe und Wohlfahrt zu beherzigen, in Erwartung der Zeit, da die Stadt Genf für ihr Thunund Lassen gebührenden Lohn von Gott erhalten werde; wenn die Stadt Genf angefochten werde, ^müssen Zürich und Bern kraft deö Bnrgrcchts ihr beistehen, bei welchem Anlaß dann Solothurn wegendes SchirmS der neu gewonnenen bernerischcn Lande auch in'ö Spiel kommen wurde; sollten dann duV Orte dem Herzog, wie schon geschehen und jezt wieder im Werk sei, Hülfe senden, so sei wohl zu ^messen, welch' eine Zerrüttung das im gemeinen Vaterland hervorbringen müßte, Ferner wurde u"schwcrwichtigsten" Artikel der Unterschied beider Religionen auf eine Weise dargestellt, welche die ^Städte hätten unterlassen können, besonders da sie auf eine gemeinsame Confession ihres Glaubensdringen und dabei bemerken, daß derselbe mit der Wahrheit noch von niemanden widerlegt worden, wasso viel heißt, als die katholische Religion sei nicht auf die Wahrheit gegründet. Da die V Orte ohiwZweifel diese Behauptung widerlegen werden, so sollen die beiden Städte sich mit ihnen darüber vcrständigen. Bezüglich der von den IV protestierenden Städten gestellten Anmuthung, daß man sich >»den Gesandten geistlicher und weltlicher Potentaten nicht einlassen möchte, halten die Boten beiderStädte für rathsam, mit den übrigen katholischen Orten gemeinsam sich dahin zu erklären: DwlMeinung der >V Städte sei eine neue Sache, die bisher bei keinem Fürsten oder Herrn, weder innoch Landen in der ganzen weiten Welt üblich gewesen; haben sich die frommen Altvordern,in alten Abschieden zu finden, mit einander verglichen, daß man den Enrtisanen nicht so lciclfltich h 'geben solle;zum Widerspiel aber wäre auch gut", daß eben die IV Städte den Gesandten fremder fluste» und Potentaten intimiertcn, sich ehrlicher und besser zu verhalten und zu Unruhen, Haß und Wrrw>willen keinen Anlaß zu geben, daß sie besonders aber einigen vornehmenBanditen" anö Frankreich uaus andern Orten, die nichts Gutes in die Eidgenossenschaft bringen, keinen Untcrschlauf geben. ^"steht am Ende des Vortrags der IV evangelischen Städte die Ermahnung zur Einigkeit, zur Abschu?^der Schmähbücher und Schellungeu, zur Haltung der eidgenössischen Bünde und zur Hülfclcistung widerAnfechter, weß Glaubens oder Religion sie seien, Bezüglich dessen erinnert man sich, wie oft auf u !nössischen Tagen angezogen worden, daß es zur Beseitigung alles Mißtrauens, welches der RcliguZwiespalt mit sich gebracht habe, nichts geeigneteres gebe, als den gemeine» eidgenössischen Bund zu ^neuer» und mit neuen Eiden zu befestigen; denn würde dieses geschehen, so möchten gemeineEidgenossenschaft sich über diese und andere Differenzen um so eher vereinbaren können. Deshalb wollenStädte nochmals ans Erneuerung der eidgenössischen Bünde dringen; vorzüglich wollen sie darauf

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