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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
Seite
896
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November 1585.

Propvsitw lind Fürtrag der I Zwiiiglischcii Stctte» Zürich, Bern, Basel vnd Zchaffhastil na die 7 katholischen

Ort der Eljdtgnosischafft.

Edel Gestreng, Fromm, Eerenvest, Fürsichtig, Ersam, Wyß, Jnsondersgünstige Herren, gute fründt, vnd ge-thrüwc Liebe Allte Eydtgnossen. Wir khönnen nit widersprechen, müsiend bekhennen, DaS der mehrtheil vnnsererfrommen Altvorderen frömbder Fürsten vnnd Herren Vnderthonnen, vnnd deßhalben Inen Inn Iren anligendenfachen gehorsamme zeleisten Pflichtig vnnd verbunden gweßen, vnnd durch Ire Landtvögt beherrschet, geregicrt vnndbevogtet worden sind, Doch ein Ort onch mehr dann das ander, Wie üch allen selbs müssend. Als aber sy vnndIre Landtvvgt mitt Inen vnnseren Vorderen seliger gedechtnuß allerleyg Hochmut, vnbillichen gwallt, Hoffart vndstoltzheit, glych am meesten Inn üweren Landen getriben, Hatt der Allmechtig Gott, Der Hoffart, Übermut, vubilli-chenn gwallt nit lyden mag, durch syn Göttliche gnad vnnd trafst, vnns gmeinlich söllichen gwallts entlediget,Vnnd also ein lobliche Eydtgnoschafft für alle andere Nationen vnderm Himmel dermaßen mitt frygheilen begäbet,Das die dheinem Fürsten oder Herren mitt einicher Dientstbarkeit mehr vndcrworffen vnd zugethon, Welliche ou )ein lange Zyt, durch sondere Vorsehung Gottes vnnd vnnser frommen Altvorderen fürsichtigkeit, Inn frid, ruwenvnnd einigkeit gnedigklich erhallten worden Ist, Vnnd zusammen gesetzter liebe vnnd einigkeit den Circk Jelenger Je mehr erwyteret habent. (1.)

Wann nun vnnscre gmüter, sinn vnnd gcdancken also wyter eintrechtig blyben, Inn glychcn billichen dingenzusammenstimmen, vnns vmb dheinerleyg fachen trennen vnnd vneins machen lassen, Wirt der gnedig Herr vnnGott, zwyffels ohne, vnns wyter erhallten vnnd bewahren. (2.)

Nun aber hörend vnnd vernemmend wir gmeinlich vnd sonderlich, Das Künig, Keyßer, Fürsten, Potentatenvnd Herren gmeiner Eydtgnoschafft, vnangesehcn was Religion vnd glauben Jeder syge, gantz fygend, abhold vnnvfsetzig sind, vnns der Frygheit nit gunnend, Dann fryge Völcker zusehen Inen gar widerig, forcht sy by Irenvnderthonnen onch desterminder gehorsamme behallten mögind, Vnnd brächtind vnns derwegen gern wider vnderdas Joch der Knechtschafft vnnd Dicntstbarkheit. Vnnd wie Inen der mund stets nach vnnsern Landen schmatzet,Da sy beredt, Der mehrteyl syge Jr Eigenthumb, müsse Inen widerumb werden, Das khönnend sy nit bergennoch Jnbehallten. (3.)

Vnnd damitt wir Inn einer Loblichen Eydtgnoschafft söllicher Landen vnnd Frygheiten widerumb entsetzt,roubt vnnd entnommen, Sind Jetzt vil zyt, Jar vnnd tag, mancherleyg vnnd vil böser anschleg vnnd prattic^.Wie üch, ohne zwyffel, selbs ouch bewüßt, gemachet vnnd für Hand genommen, Die zum theil kurtzer Zyten, m>deren willen, so Inn der thatt begriffen, offenbar vnnd früer an tag geben worden, Dann sy verhofft haben. >wcrdent die pratticken wyter dahin gericht, Das man durch Innerliche Uneinigkeit daS bißhero vfrichtig hertzlichthruwen zertrennen, vnnd zwytracht, ein saamcn alles Übels, vnder vnns sehen, gmeine Eydtgnoschafft allgmachabfal brüderlicher liebe brechte, vnnd den Pundt oder desselbigen glider einstheils geringer machte, die überigeu g^^vnder das Joch sturtzte, Wie dann Jr vnnd wir, Ja gmeine Hochlobliche Eydtgnoschafft sambt vnnd sonders, rvilen Fürsten, Herren, Stetten vnnd Landen, wytgelegncr vnnd benachparten (die vnnsere ruw, frid vnnd wolj agern sehend) täglich gewarnnet vnnd fründtlich vermandt werdent, vnns Eydtgnossen vmb dheinerleygwillen verwirren, trennen noch theilen zclassen. (4.) ^

Da Ist der ansang, für eins nur zevil waar, Das der Eggstein zu söllicher trennung schon gesetzt "dahin geradten, Das sy mitt gmeiner Eydtgnoschafft vfgerichten Pündtnussen khein bcnügen, sich täglich au »ilPotentaten, Fürsten vnnd Herren anhcngig machend, durch miel vnnd gaben bestächen lassend, Iren wenig zufürend, Wohin, wie wyt, oder was vnheils Inen selbs, vnns, oder vnnsern nachkommenden daruß ^

möcht, Darnebent Jrer mitt Eydt- vnnd Pundtsgnossen ald benachparten wolfart wenig achtend, Mitt we >Jnträttenden Pündtnusscnn, Die Fürsten vnnd Potentaten behertzt werdent, Das sy vil schedlicher nüwcru»wider vfgerichte verträg, brief vnnd sigel, anrichtend. (5.) ^

Sodenne werdent wir die Evangelischen Eydtgnossen verleydet vnnd vßgebcn, als ob wir by den TütscheuWeltschen Fürsten vnnd Stenden vnnserer Religion sonderbare verstendtnuß vnnd Pündtnuß wider üch gemachet.