Mai 1585,
26, fahrt der König zu seiner Frau Mutter nach „Laiguh" (Lagnh), von wo er erst in der folgenden Nackt zu-rükkehrt. Am 28, läßt der König den Gesandten sein großes Mißfallen und Bedanern über den neue»den Fürsten bewilligten Ausbruch vorhalten, was sie veranlaßt, noch mit mehr Nachdruk auf unverzüg-liche Abfertigung zu dringen. Am l, Juli endlich erhalten sie eine schriftliche Antwort des Königs, ^Sie rühmen ihren Obern, wie der König sie den ganzen Monat, während sie in Paris gewartet, kosten-frei gehalten und beim Abschied herrlich beschenkt habe, und bitten, für diese bewiesenen Ehren und Gnaden zu gelegener Zeit dem König zu danken, — Am 2, Juli verreisen die Gesandten von Paris »achNemours zur alten Königin, wo sie dieselbe sammt den Verbündeten Fürsten am Juli antreffen. Nach-dem sie hier ihre Eredenzbricfe sammt einem Brief des Königs an seine Frau Mutter nach angemessene'Reverenz und Salutation überreicht, werden sie von der alten Königin sogleich abgefertigt mit dem An-suchen und Begehren, die nöthigcn Schritte bei den Obern zu thun, damit diese den bewilligten Auf-bruch wieder zurükziehcn, der nicht allein dem König höchst nachtheilig sein, sondern auch in der Eidge-nossenschaft eine gefährliche Trennung herbeiführen würde; diese Kriegsleute könnten wohl bei bessere'Gelegenheit gebraucht werden; denn sie halte den Frieden für ausgemacht und es bedürfe nicht mehr >eviel Kricgövolkö; was ihren Sohn den König anbetreffe, soll man versichert sein, daß kein Fürst unterder Sonne es besser mit der Eidgenossenschaft meine; man soll auch nicht übersehen, daß FrankreichsWohlstand mit dem der Eidgenossen innig zusammenhänge; sie bittet wiederholt, man möchte be-nannten Aufbruch einstellen helfen und bei der aufgerichteten Vereinung treu und standhaft verbleibe»,man werde sie stets wie bisher als gute und gnädige Gönnerin finden, — Nachdem die Gesandten sichbei der Königin verabschiedet, verfügen sie sich zu den verbündeten Fürsten, um auch diese hoch »»bernstlich zu einem billigen Frieden zu ermahnen. Nach angemessener Vcrdanknng sezt der Eardinal Ka'ivon Bonrbon in der verbündeten Fürsten (Karl, Eardinal von Guise, Heinrich von Lothringen undvon Lothringen) Namen auseinander, aus welchen Gründen sie zu den Waffen zu greifen genöthigt wo»den: Obschon nämlich niemand in den Eifer des Königs für die katholisckc Religion Zweifel seze, ^haben sich doch die Verhältnisse „bewußter Personell" wegen also gestaltet, daß die katholische Religionach des Königs Ableben unvermeidlich in äußerste Gefahr gcratheu würde, wofern sie als gute k»tlntische Fürsten, welche ihren Glauben, ihre Treue und Glaubhaftigkeit gegen den König und die K'"»^Frankreich bei allen Anlässen klar und unzweifelhaft an den Tag gelegt, diesem Ucbel nicht bei Ze>^'entgegen gearbeitet hätten; sie seien treue redliche Diener des Königs und alles was sie thnn, gcMallein zur Erhaltung der wahreil allein seligmachcnden Religion; weil die Sache so äußerst wichtig »'^weil sie in so kurzer Zeit nicht ans die vorgelegte Proposition gebührend zu antworten im Staude >e>e»,so bitten sie, mau möchte ihnen einen halben Tag einräumen, um sich darüber berathcn und dann sch'^lichc Antwort geben zu können. Dieses wird bewilligt, worauf die Gesandten am Abend, weil zu ^mourS kein Unterkommen zu finden, nach „St, Mathnrin" in ihr Quartier zurükkehren. Am feiges"Tag, Freitag nach Ulriei t5, Juli) reiten die Gesandten wieder nach Nemours zu den verbündetenstcn, um den Abschied zu begehren. Hier werden ihnen vor „gescßncm" Rath nochmals alle Gründe > ^Ursachen der gegenwärtigen Bewaffnung erläutert mit der dringenden Bitte, dieses in alle» Treue»reu Obern zu hinterbringen und sie in ihrem billigen und göttlichen Vorhaben für befohlen zuwofern man ihnen nicht halte, was ihnen im gegenwärtig in Unterhandlung befindlichen Friede»sprachen werde; die Artikel des Friedens werden sie den Gesandten durch einen besondcrn ^