522
März 1584.
«75.
Tagsazung der mit Frankreich verbündeten Orte.
Solothurn. 1S84, 21. März.
Staatsarchiv Luccrn. Allgem. Absch. Bd. '214.lAuch in den Archiven Schwyz, Obwaldcn. Glarus unk Freiburg.i
Gesandte: Bern. Beat Ludwig von Mülincn, alt-Schulthciß; Vineenz Dachselhofcr, Stadstchreiberund des Raths. Luecrn. Ludwig Pfhffer, Ritter, Schultheiß; Joseph Amrhyn, Venncr und des Rathv-Uri. Sebastian Tanucr, Ritter, Landainmann; Peter GiSler, Ritter, Landsfähnrich und des Raths. Schmilz-Christoph Schorns, Ritter, Landammann; Kaspar Abhberg, alt-Landammann; Hauptmann Michael sch^''der, des Raths. Unterwalden. Marguard Jmfcld, Landammann ob dem Wald. Melchior Luch, Rit.cr,Landamiiiann; Hans Waser, Ritter, alt-Landammann nid dem Wald. Zug. Beat Zurlaubcn, Eckel-meister; Heinrich Mehenberg, beide des Raths. Glarus. MelchiorHässi, Landammann; Ludwig Wichstr-alt-Landammann. Basel. HanS Jakob Obcrried; HanS Rudolph Huber, beide des Raths. Freibnrg-Paneraz Wild, Sckelmcister; Ulrich von Engelspcrg, beide des Raths. Solothurn. Urs Surh, Schultheiß; Stephan Schwaller, Nenner; Urs Rudolf, „so die Frag hielt". Schaffhausen. Vr. Hans KonradMever, Bürgermeister; Dietegcn von Wildcnberg, genannt Ringk, alt-Burgermcister. Appenzell. Bar-tholomäus Theiler, Landammann; Hans von „Heimen,, (Heim), Sekclmcister und des Raths.
t». Der französische Ambassador, Herr von Fleurh, eröffnet in Bezug aus den vom König von Frank-reich begehrten Aufbruch von 6000 Eidgenossen: Da der König in Erfahrung gebracht, daß seine Nach-barn überall Kriegsrüstungen veranstalten, habe er seine Reiterei und sein Fußvolk an die Grenzen vcrlegt; nun seien ihm von verschiedenen Seiten Warnungen zugekommen (denen er jedoch nicht gänzlichglauben könne), daß mit jenen Rüstungen beabsichtigt werde, ihn und seine Stände anzugreifen; daherhabe er sich entschlosseil, sich ebenfalls verfaßt zu machen und sich dermaßen zu verstärken, daß er allemWiderstand zu leisten im Stande sei; da nun seine Vorfahren in allen Kriegen und Gefahren stets zuden Eidgenossen ihre Zuflucht genommen, indem sich dieselben gegenüber der Krone Frankreich stets treu ugutherzig erwiesen haben, suche er um einen Aufbruch von 6000 Mann oder noch mehr nach und wünschtdaß man ihm eine entsprechende Antwort darüber crtheile. — Es wird nun von allen in der Vcreinnngbegriffenen Orten, mit Ausnahme von Glarus, Basel und Schaffhauscn, welche leztern nur anhören un>-referieren wollen, beschlossen, den begehrten Aufbruch zu bewilligen. Bei Eröffnung dieses Beschlußwird dem Ambassador noch ernstlich anbefohlen, den König in einer Zuschrift um entsprechende Anordnungen zu ersuchen, damit die versprochenen Zahlungen gefördert und damit den Hauptleuten und dwMannschaft, die sich zu diesem Zuzug wollen brauchen lassen, angemessene Bestallungen und Besoldungzugesichert und pünktlich ausbezahlt werden, auf daß nicht wieder allerlei Klagen, Elend, Unwillen »nVerdrießlichkeiten durch Hintcrhaltung des wohlverdienten Soldes entstehen. Der Ambassador verficht -daß der König bereits die angemessenen Weisungen erlassen habe, damit die auf Lichtmeß verfallenenPensionszahlungen in Zukunft immer pünktlich erfolgen; als Termin für die Ausbezahlnng dcS Restexsezt er den 24. Juni an; über das andere will er sogleich durch einen eigenen Courier an den Kön>gberichten. I». Junker Peter Ballier und öi.Chambricr, Räthe und Abgeordnete der Herzogin von Longucville, berichten an die Gesandten der vier mit Neuenburg verburgrcchteten Städte, das: die Unterthanc>