August 1532,
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Diener geschossen haben; er bittet, mau möchte sie nochmals zum Gehorsam ermahnein — Es wird dahereine nochmalige ernste Ermahnung an sie erlassen, I». Vor allgemeiner Versammlung werden die Zuschritten des Herzogs von Savoyen und dessen Gesandten de la Vastia verlesen, die an Zürich warenüberschitt worden. Auf die Frage der VI! Schiedorte an die V katholischen Orte, ob sie ihr Kricgsvolkvon den bcrnerischen Grenzen zurükzichcn wollen, antworten diese, daß sie eine gütliche Beilegung derDifferenzen hoffen; denn da der Herzog im Sinn habe, sein Kriegsvolk abzumahnen und besagte Mann-schaft sich unter demselben befinde, bedürfe es keiner andern Mahnung, Auf die Anfrage an Bern, ob^ ebenfalls abziehen wolle, crwiedcrt es, daß der Herzog noch keine bestimmte Erklärung, was er zuthun Willens sei, gegeben habe, Bern sezt nun umständlich auseinander, was für Kosten und Schadenes erlitten, wie die Stadt Genf zum Thcil belagert und feindselig behandelt worden; Bern habe diesesgeschehen lassen immer in der Hoffnung, eine befriedigende Antwort vom Herzog zu erhalten; auf dasiezte Schreiben des Herzogs zu antworten, habe es jezt keine Vollmacht und bitte daher, sich mit dieserErklärung zu begnügen. Da nun Bern sich nicht erklären will, ob es die Waffen niederlegen wolle oder"'cht, wird ihm vorgehalten, daß man lieber gesehen hätte, es hätte den Eidgenossen ihre wiederholtenschritte beim Herzog erspart, indem es seinen Zusicherungen doch nicht nachkomme. Bern rechtfertigt""u sein bisheriges Benehmen, vorbringend, daß cS stets bemüht gewesen, Frieden, Ruhe und Einigkeit zuEhalten, daß es sich stets anerboten habe, jedem rechtlich Red und Antwort zu geben, der an Bern oder an seineMitbürger Anspracheil zu haben glaube, daß es erst, nachdem alles Rechtbieten ohne Erfolg geblieben""d nachdem der Herzog die mit Bern verburgrechtete Stadt Genf feindlich angefallen, zu den Waffen
gegriffen habe, Weil nun von Bern keine andere Antwort erhältlich ist, werden die Gesandten der
Schiedorte nach Bern geschikt, um vor Rath und Bürgern daselbst die Ansichten und Wünsche der Eid-
grnossen zu eröffnen. Der savovische Ambassador gibt die Zusicherung, daß, sobald die bcrnerischen Truppen
^gezogen seien der Herzog die seinen sogleich von den Grenzen znrükzichcn werde, — Die von Bern5U"'ikgekehrten Abgeordneten der sieben Schiedorte legen die schriftliche Antwort Berns auf ihren Vor-trag vor - Nun wird durch einen Ausschuß die Norm festgesezt (l3, August), wie von beiden Parteien^ Abzug stattzufinden habe Damit, aber beiderseits um so sicherer die Waffen niedergelegt werden,'^rden Obmann Keller von Zürich und Franz Rndcla von Freiburg beauftragt, in Begleit des franzö-''schen Ambassadors in beide Lager zu reiten und diese zu ermahnen, gemäß der aufgestellten Norm auf den^ dieses Monats mit dem Kriegsvolk aufzubrechen. Schließlich werden Dankschreiben (15, August) er-lassen an den Köllig von Frankreich und an seinen Ambassador für ihre vielfachen Bemühungen in diesemHandel, ebenso an den Herzog von Savohen für seine gnädige Willfahrnng, «. Auf Begehren Berns">"'d ei.l anderer Tag auf den 30 September nach Baden angesczt. ,1. Ucber einen abermaligen Anzug""'s in Betreff der Banditen sollen die Gesandten auf nächste,. Tag instruiert werden, e. Bezüglich der^rdernng des 1,r Rvhiner an den König von Frankreich wird ein gütlicher Spruch erlassen; dem er-»ern werden statt der früher als Entschädigung wegen der Salzpfannen zu ..PiquaiS« (Peeeais) begehr-t-n 200.000 Kronen oder 720.000 Franken nunmehr 18.000 Kronen ^gesprochen.