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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
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December 1560,

V«I

Conferenz der IV evangelischen Städte.

Aarcttl. 138V, 3. December.

Staatsarchiv Zürich. Absch. Bd. Nr. l28. fol. 34.l'Auch im Staatsarchiv Bern. Vvangel. Absch.I

Rathsboten: Zürich, Heinrich Thommann; Junker HanS Keller, beide des Raths, Bern, UlrichMegger, Sekelmeistcr; Anton Gaffer, Bcnner und des Raths, Basel. Franz Rechbcrger, alt-Oberst-zunftmeister; Ulrich Merian, beide des Raths, Schaffhausen, Johann Konrad Meher, beider RechteDoctor, Bürgermeister,

t». Auf Begehren Basels hatte Zürich diesen Tag ausgeschrieben wegen der Exeommunicatio» u»ddes Bannprocesses, welchen der päpstliche Legat, Bischof von Vercelli, und der Erzbischof von Bescnuff»,unter dessen geistlicher Jurisdiction Pruntrnt gelegen ist, gegen die zwei Statthalter zu Pruntrut, maluscheinlich auf Betreiben des Bischofs von Basel, eingeleitet haben. Nach Eröffnung der Instructionenwird nun einstimmig beschlossen: Weil dieser Handel von großer Wichtigkeit und von unabsehbaren Foliff^ist, indem, wenn das Vorhaben gegen die zu Pruntrnt ausgeführt werden sollte, dieses mit der Zauch auf andere Unterthancn deö Bischofs von Basel, die mit Bern und Basel durch Nachbarschaft n»andere Pflichten verbundeil sind und mchrenthcilö ihrer Lehre anhangen, ausgedehnt werden möchte, undweil ferner im BiSthum Basel vor dem gegenwärtigen Bischof viele Jahre beide Religionen neben cinaudccin gutem Frieden gelebt hatten, müsse man den guten Leuten zu Pruntrnt zusprechen und diese vorbobende Inquisition so viel möglich zu verhindern suchen. Deshalb wird, jedoch alles auf höhere Genehm'gung, für angemessen erachtet, daß von jeder der IV evangelischen Städte eine ansehnliche Nathsbotflhair den Bischof von Basel abgeordnet werden solle, um ihn nach Anerbictung gebührlichen GrußcSbitten und zu ermahnen, seine Unlerthanen in NeligionSsachcn, wie sein Vorgänger, in Ruhe undden bleiben zu lasseil und keine Neuerungen vorzunehmen, auf den Bischof von Vercelli, der nut cBräuchen dieses Landes und Volkes keineswegs bekannt sei, nicht zu viel zu hören lind die Exco»i»ulnication, aus welcher eine spanische Inquisition erwachsen könnte, nicht in Vollziehung zu sezen, »usonst zu besorgen wäre, daß er in seinem Bisthum statt Einigkeit nur Unheil und Unruhenwürde; ferner um ihm vorzustellen, wie eS anderwärts gegangen sei, wie der sieghafte Kaiser Kall >Religionsangelegenheiten nie nach seinem Sinn und Willen habe einrichten, wie die Könige von F^' ^reich und Spanien ungeachtet alles Blutvergießens nichts erhebliches in diesen Sachen haben sclssllkönnen, wie überhaupt zweierlei Religion in ein und derselben Herrschaft gar nichts neues sei,fast überall Juden und Christen neben einander geduldet, ja sogar in Italien eigene Kirchen und ^bräuche solcher gelitten werden, die mit der römischen Kirche gar nicht übereinstimmen und in k'" .Artikeln sogar weiter gehen als die Evangelischen; wie die Könige von Böhmen zu Verhütung ^ ^Uebels die Hussitcn geduldet haben, wie in vielen Orten der Eidgenossenschaft beide ReligionenFrieden, Ruhe und Einigkeit mit einander leben; um ihm endlich zu Gemüth zu führen, daßFreundschaft der IV Städte höher schäzen möchte, als die einiger fremder Anstifter, Mandieser Mission an den Bischof jedenfalls den Erfolg, daß noch andere Pläne möchten aufgegeben ^ .wenn der Bischof steht, daß die IV Städte sich der Sache annehmen, Obschon man nun der A>ü