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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
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670
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67t) September 1578.

VI katholischen Orten Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Zug und Freiburganderseits aufgerichteten Bündnisses sein großes Siegel an den BundcSbricf hängen lasse, gleichwie dwEidgenossen schon gcthan, und nachdem der Freiherr von Favergeö gebührend darauf geantwortet unddas große Rittersiegel dcö Herzogs an den Brief gehängt worden, bestätigt und solennisirt der Herzv.fiseinerseits das Bündniß*), indem er auf die heil. Canones, auf welche er die Hand legt, und auf dasKreuz unsers Erlösers schwört und bei seinem Fnrstcnwort verspricht, daö Bündniß unverbrüchlich undvon Punkt zu Punkt zu halten, so wahr ihm Gott helfe und die gebenedcite Jungfrau Maria und dwhl. Evaugelia. Hierauf thut dasselbe sein Sohn, Prinz Karl Emanucl von Savoycn. Endlich nähcrnsich die eidgenössischen Gesandten dem Altar und schwören mit erhobener Rechten, indem ihnen des HewzogS Dolmetsch, Herr von Rosch, die in ihrer Instruction vorgeschriebenen Worte vorspricht, alles, w^ihnen hier eröffnet worden sei und was die BundeSbricfe enthalten, wahr und stät zu halten, getreulichund ohne Gefährde, so wahr ihnen Gott helfe und die Heiligen. Nebcr diese ganze Handlung wurdeauf Befehl des Herzogs gegenwärtiger Abschied ausgefertigt und von Ludwig Niclaus Calusius, Notcwund Secrctär des Herzogs, und von Rcnward Eysat, Oberstadtschreiber der Stadt Lucern, unterschrieben. )I». Die Gesandten der VI katholischen Orte sollen au ihre Obern referieren über ihren herrlichenpfang, sobald sie auf dem savohischen Gebiet angelangt waren, über die großen Ehren, die man ihnen >uTurin erwiesen habe, und über die Begleitung auf ihrer Heimreise durch das Augstthal, desgleichen w>cso stattlich und herrlich der Herzog mit seinem Sohn das Bündniß beschworen, wie sie und ihr Geleiteso reichlich beschenkt und auf der ganzen Hin- und Herreise ganz kostenfrei gehalten worden, wie stfreundlich der Herzog von Anemors und der Gesandte der Herrschaft Venedig ihnen begegnet, wie derAmbassador, Herr von Jacob, sie bis Turin geleitet, dem Herzog vorgestellt und ihnen jegliche Gunsterwiesen, dann wie der Herr von Pillargel, Gubernator des Augstthalcs, sie bewillkommt und bis an denSt. Bcrnhardsberg zurükbcglcitet habe, endlich wie dieser und sein Bruder, der Herr von Chatillowund die Frau Markgräfin von Suriana, Gräfin von Avh, sie auf ihren Schlössern im Augstthal gastestbewirthct und ihnen alle Ehren erzeigt haben.***) «. Der Herzog von Savoycn stellt an die Gesandtesder beiden Städte Lucern und Freiburg beim Abschied die ganz freundliche Bitte, sie möchten sich ^ ^Frau Markgräfin von Suriana bezüglich ihrer Ansprache an die Herrschaft Valendys bei ihren Obc^nachdrüklich verwenden und zwar gegenüber den Prätentionen der Herzogin von Longucville, diegewaltthätig aus dem Besiz des Schlosses Valendhs getrieben habe und die bei ihren Ansprüchen vv»-König von Frankreich protegiert werde.

Beilage Nr. 18. a. Bündniß zwischen den sechs katholischen Orten und dem Herzog Emanucl Philibert von S'woycvom 8. Mai 1577.

-) Beilage Nr. 20. BundeSschwur zu Turin zwischen Savoycn und den sechs katholischen Orten, el. <1. 28. Septemb- w

««») Bei den Akte» im Staatsarchiv Lncern befinden sich die Original-Ausfertigung des BnndeSschwurS auf Pergawe»^ein ausführlicher Gesandtschaftsbericht v. 16. Seytemb. 15. October, endlich die von den katholischen Orten erlassenen Da»schreiben für die ehrenvolle Aufnahme ihrer Gesandten; <1. «I. 28. November.