«58 Juli 1578,
auszuschreiben, I». Bezüglich des von Bern auf gleichem Tag zu Baden in Betreff seiner savohische"Lande gemachten Anzugs wird einmüthig beschlossen, in Betracht der bedenklichen Zeiten einsweilen keineentscheidende Erklärung an Bern zu geben, sondern den Handel zu verschieben und, wenn Bern wiederum Antwort anhalten würde, dann ausweichend sich damit zu entschuldigen, das; einige Orte diesen wich-tigen Handel noch nicht an ihre obersten Gewalten haben bringen können, u, d. gl, e. Hinsichtlich derangcsuchten Erneuerung der Neutralität der Grasschaft Burgund wird das Bedauern ausgesprochen,das; die Burgunder sich stets nur an Bern wenden, da doch zu vermuthen sei, das; Bern eben nicht sehrgeneigt sei, den Herzog Casimir in seinem Vorhaben zu hindern, da zudem stets Berner ihm zuziehen,ungeachtet Bern immer seine Zuversicht zu den Vll katholischen Orten erkläre. Aus diesen und andernGründen und wegen der misstichen Zeitkäufe, sowie in Betracht, wie viel den Eidgenossen, besonders oberden katholischen Orten an der Erhaltung der Grafschaft Burgund liegen müsse, wird auf Ratificationhin beschlossen: Lucern, Schwhz und Freiburg sollen Gesandte an den Gubernator und an das Parl^ment in Burgund abordnen, um sich mit diesen im Vertrauen zu unterreden, ihnen Hülfe in Aussichtzu stellen, wenn sie ohne Ursache von einem hugenottischen Fürsten sollten angegriffen werden, ihnenTrost zuzusprechen, damit sie als Katholiken bessern Muth fassen, und endlich über alles sich gründlichzu erkundigen. — Dem Landschreiber zu Baden wird befohlen, mit Beförderung jedem Ort eine Absehtdes lezteu Ncutralitäts-Vcrtrags von 1557 mitzutheilen; jedes Ort soll dann seinen Entschluß hierüberunverzüglich nach Luccrn schikcn. Auch findet man nicht mehr für angemessen, etwas au Herzog Casimirzu schreiben, da derselbe sich so trozig und drohend gegen gemeine Eidgenossen und gegen die Burgund(Missiv vom l>, Juni) benommen und nur an Bern allein geantwortet hat, und zudem ein solches Schreibe"ihn nur übcrmüthigcr machen, die Eidgenossen dagegen erniedrigen würde, «I. Man findet, das; die neingläubigen Orte ans den wiederholten Anzug der VII katholischen Orte, wie man sich bei einem DnrchMeines fremden Fürsten durch das Elsas; und Burgund verhalten wolle, unbestimmt geantwortet habe",obschon einige dieser Orte damals, als der Herzog von Zweibrüken nach Frankreich gezogen, dringend »mHülfe angesucht hatten; daher will man nächstens mit allem Ernst eine bestimmte Erklärung verlange»,v. Der savohische Gesandte, Herr von Jacob, vermeldet des Herzogs freundlichen Gruß und bellBitte, ihn zu entschuldigen, daß die Bcsicglung der Bundesbriefc sich so lang verzögert habe, indemhöchster Wunsch sei, das; dieselbe mit aller Beförderung vor sich gehen möchte, und eröffnet des HmDsWunsch. daß man auf Ende des fließenden Monats Gesandte nach Evian abordnen möchte, mwo möglich auch der Herzog sammt seinem Sohn kommen werde, — Hierauf bringt Freiburg vor,der Herzog den schon längst Hangenden Anstand wegen der Grafschaft Romont zu keinem Ende b''^obschon cS Freiburg von den savohischen Gesandten verheißen worden, wenn es dem Bündniß m>tvoyen beitrete; Freiburg sehe sich deshalb genölhigct, auch seinerseits die Sache einzustellen und siebefehlen; man möchte ihm aber dieses nicht übel nehmen, sondern wie bisher in Treuen sich sm""'
nehmen und es nicht verlästerst indem es sich mit Leib und Gut ihrem Schuz empfehle, Nachrung der ausführlichen Darstellung des Sachverhalts von Seite Frciburgs bedauert man, daß dw
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Sache
noch nicht weiter gediehen und daß der Herzog die Beficglnng der Bundesbriefc so lange verzögert ?und gibt die Versicherung, das; man weder Muhe noch Kosten sparen werde, um die Sache zugünstigen Resultat zu bringen; man ermahnt Frciburg, den aufreizenden Reden solcher, die a»
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Bündniß kein Gefallen haben und niemanden Gutes gönnen, nicht zu viel zu trauen. Der
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