Oktober 1577,
der König und seine Frau Mutter und der ganze Rath wiederholt sowohl schriftlich als mündlich zuzahlen versprochen, ahcr nie Wort gehalten haben; man könne solches nicht mehr länger dulden und weideunverzüglich Gesandte an den König abordnen, um sich ernstlich bei ihm zu beklagen und eine bestimmteErklärung zu begehren, ob und wann er zahlen wolle, Ei» anderer Vorschlag geht dahin, dem Königgemäß Vereinung das Recht darznschlagen. Auf nächstem Tag zu Baden soll dann jedes Ort seinenEntschluß mitthcilcn und zugleich über den Bescheid berichten, welchen die Gesandten jüngst u»>französischen Hofe erhalten haben. Auf diese Weise erwartet mau, daß die Hauptleutc und Knechte stä>beruhigen werden, wenn sie diesen Ernst ihrer Obern sehen, — Von dieser Verhandlung wird an ile>schriftliche Mittheilnng gemacht, S». Lueern macht die Anzeige, daß es wegen der von Oesterreich in bellenober» Landen verrufenen Münzen eine Warnung erlassen habe und die Fremden, welche eine Gcldssntehöher ausgeben, als sie dieselbe erhalten, bestrafen werde, — Dieses wird von den Gesandten derübrigen Orte in den Abschied genommen, (S. n. Lauis). «I- (S. u, SarganS), v. Die von Wallnschreiben, daß sie ihre Gesandten zum Bnndesschwnr auf den 15, dieses Monats nach Uri und von danach Unterwaldcn, Lueern, Schwhz, Zug, Solothurn und Frciburg senden werden. Daher soll jedes OUsich darauf vorbereiten. An die von Wallis wird geantwortet: Man sehe ihrer Boten Ankunft mit Freudeentgegen und werde ihnen alle Ehre und Freundschaft erzeigen; es sei übrigens nicht der Fall, daß es denGesandten der katholischen Orte beschwerlich falle, im Wallis von Zehndcn zn Zehnden zu reiten, w>csie in ihrer Zuschrift andeuten, daher man es beim frühern Beschluß bleiben lasse, 1. Jedes Ort so>Lueern 6 Kronen übcrschiken an die Kosten, welche dieses dem Landschrcibcr im Toggcnburg wegen desGlarnerhandelS bezahlt hat.
Man sehe auch im Abschnitte HcirschaftSangclcgenheiten:
Grafschaft SarganS. <>, Art, 80, Pvlizcisache»,
Landvogtei LauiS. «. Art. NIZ. Instizsachcn,
Conferenz der V katholischen Orte,
Baden. 1377, 1,3. Octobev (Sonntag vor St, Gallus).
Staatsarchiv Lnccrn. Allgei», Absch, Bd. X, KiS, Archiv Aara»,
Rarhsboten: Lueern, Ludwig Pfhffcr, Ritter, Schultheiß und Pannerhcrr; Rochus Helnili, altSchultheiß, Uri, Jost Schund, alt-Landammann; Hans zum Brunnen, Statthalter und des Raths-Schwhz, Kaspar Abhberg, alt-Landammann; Jost Auf der Mauer, Sekelmeistcr und dcS Raths, lln-terwalden, Andreas Schönenbühl, alt-Landammann; Melchior von Flnc, des Raths ob dem WaldMelchior Lussi, Ritter, alt-Landammann nid dem Wald, Zug, Wolfgang Brandenberg, des Raths,
t». Konrad Planta, Domdcchant der Stift Chur, eröffnet vor den Gesandten der V katholischen D>tdEs sei bekannt, daß sein seliger Vater, der Herr von Rhäzüns, bei den lczten Unruhen in Bünden (nngerichtet worden, und zwar nicht wegen eines Verbrechens, sondern allein wegen des katholischen Glanbens; er bitte nun, man möchte ihm eine Urkunde darüber ausstellen, damit er im gegebenen Fall nihrer bedienen könne, -— Die Urkunde wird ihm bewilligt, der Gegenstand übrigens all i-olorocnlnngenommen, 1». (S. u. SarganS). Lueern macht die Anzeige, daß es die Löwen-Plapparte und die nn