November 1575.
ses Vortrags entschließe» sich die Gesandten der IV Städte dahin, auf das Anleihen nicht einzutreten,weil sie der Ansicht sind, daß dieses auch bei ihren Obern keinen Eingang finden werde, ungeachtet dieKönig als Pfand angebotenen Kleinodien mit Edelsteinen hinlänglichen Werth besize» möchten : es sollledoci, jeder Gesandte dieses Gesuch an seine Obern bringen, damit diese ihre» Bescheid darüber schriftlich»ach Bern schike», v. Herr de la Noelc, Kämmerling des Herzogs von Alenpon, stellt in ausführlichemNortrage dar, wie sein Herr ganz besondere Achtung gegen die Eidgenossen, die alten treuen Freunde derKrone Frankreich hege, ferner, warum derselbe sich gegen den König, seinen Bruder, erhoben habe, weil»»mlich dec König sich mit schlechten Rathgebern umgeben, die nicht die Ehre und die Wohlfahrt Frank-reichs, tondern ihr eigenes Interesse im Auge haben, das Volk durch Steuern und unerträgliche LastenEliten, das Land in Schulden stürzen und Unordnung und Verwirrung unterhalten: er erläutert, warum^ solcher Sachlage seinem Herrn vor allen andern Fürsten gebühre, solchen Anmaßungen cntgcgcnzu^ete», und daß dessen persönliche Sicherheit erfordert habe, sich vom Hofe zu entfernen und alle Mittel,w ihm Gott an die Hand gegeben, anzuwenden, damit die Krone erhalten werde: er bittet, die Eidge^»sseii möchten sein redliches Streben nicht übel deuten, allfälligcn Verlänmdungen feinen Glauben^'enken und auf Mittel und Wege sinnen, wie der Friede in Frankreich hergestellt werden könnte, indem»ch dadurch bei allen Völkern ewigen Nnhm erwerben würden, — Es wird nun beschlossen, an de»^e»>g und an seine Frau Mutter zu schreiben und dieselben dringend zu ermahnen und zu bitten, eineniwden mit dem Herzog anzunehmen, damit alle Zwietracht beigelegt werde. Ebenso so» auch an den»eizog von Alenoon geschrieben werden
Eouferenz der VII katholischen Orte.
Willisau 5 k! December.
Ätaute-arciiiv Lnccrn. Allgem Adsch. Sc. X.
I'/luch in den Archiven Schwvz. Nid'valren uns Solorhurn.I
^ Nathsbolen: Luccr n, Ludwig Pfyffcr, Ritter, Schultheiß und Pannerhcrr: Sebastian Feer, des Raths,Walther von Roll, Ritter, des Raths, Schwhz, Kaspar Abhbcrg, Landammann, Untcrwalden,»rguard Imfcld, Landammann ob dem Wald! Johann Waicr, Ritter, alt-Landammann nid demZug. Kaspar Schell, Stalthalter, Frei bürg, Fohann von Lauten, genannt Heid, Schultheiß,^'lorhurn, Wilhelm Tnggincr, Ritter, des Raths
Sichern Nachrichten zufolge hat sich im Verlauf der lcztcn Tage Kriegsvolk aus Wallis, Biel" Neuenburg unter einigen Hanptleuten von Bern, Biel und Neuenbürg an den Grenzen veriam»>» in den Dienst der beiden Herzoge von Alenoon und Cond» gegen den König von Frankreichiiehe»; auch verlautet, daß ein „Anstand" in Frankreich abgeschlossen sein soll, und da>! dieses Kriegs-elt vicsil>icht unter obbenanntem Schein etwas anderes beabsichtige Nachdem man nun einen BerichtFreiburg und Solothurn angehört hat, sowie einen Bericht des Herrn von Hautefort, was er zuH» auf jxju Verlangen uni Verhinderung dieses Kriegszngs für eine Antwort erhalten habe; nachdemwser ferner das Gesuch gestellt hatte, man möchte die Markgräfin und die Regenten der GrafschaftBiburg um Einstellung dieser Aufbrüche angehen und sich gegen den Gesandten des Herzogs von