September 1575. 577
<""e Tbcnrung einstehen ; sie seien nun deaustragt, mit den ander» Orlen sicb darüber zu derathcu, wie^esen Nebeln vorgebeugt werden könnte; sie seien ferner beauftragt, den beide» Städten Bern und BaselErstellungen darüber zu mache», daß sie einer Menge von Flüchtlinge» llnterschlauf geben und dadurchdie Eidgenossenschaft gefährden. — Darauf erwicdert Zürich im Namen der andern sechs Orte: Sie"'he» ga„z gern, vaß die VII Orte diese Tagsaznng ausgeschrieben haben, und seien auch ganz überzeugt,^ri! dieses nur in guter eidgenössischer Absicht geschehen; übrigens müssen sie bemerken, daß der PrinzEondö mit seinem Kriegsvolk nicht dnrcb Burgund ziehen wolle, sondern daß er bereits den Durch-zu Elsaß-Zaber» über die Steig durch das Herzogthnm Lothringen genommen habe; sollte derselbe^ Grafschaft Burgund inskünftig mit einem Durchzug beschweren, so seien sie erbötig, durch Gesandte(de» Briefe der Grafschaft Burgund behülflich zu sein; den Ausdrnk in der Erbeinnng, „ein getreu Auf-l^e» haben", können sie aber in keinem Fall so weit ausdehnen lassen, daß cS ein „hülsliches Bündniß"bedeute. — Bern hat nur Auftrag anzuhören und zu referieren — Die VII Orte replieieren: Sic seienAnsicht, daß man sich verständigen sollte, wie diesen Sachen zu begegnen sein möchte, und daß manzusammenstehen müsse; vor Iahreit, als der Herzog von Zweibrükcn nach Frankreich habe ziehen"u-llen, habe man auf das Gesuch Basels einen Auszug veranstaltet und sich gerüstet; das habe außer. Uldes viel Redens verursacht und der Eidgenossenschaft großen Ruhm gebracht; wenn man nun aucheinen freien Auszug veranstalte, so werden die Kosten nicht gar so groß sein und es habe den Vor-daß die Ausziehenden sich um so fleißiger rüsten und daß man nicht erst im Fall der Roth sichmüsse. Glarns will der Grafschaft Burgund durch Gesandte oder Briefe behülflich sein, zu thät-Hülfe aber kann es sich noch nicht entschließen; den Borschlag, einen gemeinen Auszug zu verau-" v», ^ Abscbied nehmen. Das Votum von Basel ist diesem gleich; es wünscht, daß man
^ Flüchtlinge nenne, welche sich in Basel aufhalten solle». Schaffhansen und Appenzell wollen die^öandlung i» den Abschied nehmen. — Es wird nun einzig beschlossen, daß Basel, wen» der PrinzCondo seinen Weg durch Burgund zu nehmen versuchen würde, im Namen der XIll Orte ihn davon'"ahnen solle; das andere wird in den Abschied genommen. I». Auf einen Antrag LueernS um Ab'"^"g überhand nehmenden Lothringcr-Diken und Leuen-Plapparte kann nicht eingetreten werden,selbe i» den angrenzenden, besonders österreichischen Ländern enrsiereu. <?. Dem Hauptmann Re-'"ü von Schwvz werden an seine Auslagen bei feister Mission nach Frankreich l<! Kronen, dem Lau-^vbole» von Freiburg Kronen und dem reitenden Boten von Solothnrn V Krone» von jedem derDtte zugesprochen; die beiden Ambassadoren von Frankreich sollen um Vergütung dieser auf lll>^v"en steigenden Summe angesprochen werden, ist. Lneern stellt an die fünf alten Orte das Gesuch^^breichnng einer Brandsteucr an das vor einigen Tagen abgebrannte Kloster Neucnkirch, nahe' ^-ursee. — Das Gesuch wird in de» Abschied genommen «5. lS. u. Lauis). t. ls. ». Luggarus).
Der französische Ambassador, Herr von Hautefort, eröffnet vor den acht Orlen, welche mir demKö-s Bereinnng stehen und Truppen in Frankreich haben: Der Gubernator in Lhon, Hell von Man-^ dabe ihm geschrieben, daß er mit den Kriegslenten sich abflnden, ihnen Franken ansbezahleir
f>ir den Rest Eertifieate habe geben wollen, daß aber die Obersten und Hanptlente dieses anzu-^ü"eil stch geweigert haben; da nun die Bestallung dieser zwei Regimenter ans Mann gelautetda bei diesem Feldzug sehr viele gestorben lind bei jenem nnglüklichen Treffen lbei Dhe) viele um-^svm,„e„ bedauere, so bitte er, man möchte die Hanptlente zur Annahme die
75