Mai l57D
.ssj?
^eranlaht, die Hauptleure und Aufwiegler, wo es sie finde, zur Rechenschaft zu ziehen. - Darauf wird^e»i Ipanischcn Ambassador sein eigenmächtiges Benehme» vorgehalten, mit dem Begehren, sich zu erklä-ren, ob er den Aufbruch von sich and angeordnet, oder ob er dazu vom König von Spanien oder einemandern Fürsten Vollmacht gehabt habe.-Derselbe meldet nun, daß der König ihm dazu den Auftrag ge-geben, daß die Gubernatoren in deö Königs nieder-burgundischen Erblanden und in Italien die könig-liche Vollmacht besize», mit allen Fürsten in Europa zu nntcrdandeln, die abtrünnigen rebellischen Unter-tanen z» unterwerfen und die von denselben eingenommenen Pläze wieder zu erobern; der GubcrnatorHbe ihn daher im Rainen des Königs beauftragt, in den Orten, welche früher dem Herzog von Albaburch Vermittlung des Grafen von Angnisola einen Aufbruch bis ans 8t)Ul) Mann bewillig! hatten,wieder 45W Mann anzuwerben; ano diesem möge man cntnebmen, daß er nicht eigenmächtig gehandelt^be, sondern aus Auftrag des Königs und seiner Regenten; übrigens habe er seit seiner Anwesenheitder Eidgenossenschaft schon oft gesehen, daß eines derartigen Gesuchs wegen nicht immer eine Tagsa-^>ng ausgeschrieben worden; auch habe er von einem bezüglichen Verbot nichts gewußt, obgleich er schonsechs Wochen öffentlich werbe, würde sonst, wenn man Einsprache dagegen erhoben hatte, sogleichWerbungen eingestellt haben; man möchte daher sein dießfallsiges Verschen ihm nicht so gar übel"^»iien und sich mit dieser Verantwortung zufrieden geben. — Hierauf erzählen die Gesandten vonbau,, die von Schwhz und von Zug den Verlaus der Unterhandlungen mit dem Ambassador, lez-beiden insbesondere, wie sie die Werbungen ans ihrem Gebiet verboten haben. Ans die AnfrageR den Ambassador, welche Orte dem Grafen von Angnisola die >dUl1U Mann ertaubt baben, antwortet er,R> dncern, Uri, Schwhz, Unterwalden und Zug und noch einige andere Orte ihm solches bewilligt. Sein/Rehme» in Schwhz und Zug sucht er ans die dienstthnenden Hauptleute zu wälzen, welche ibn überBeschlüsse ihrer Gemeinden übel berichtet und denen er ans dieses hin die Anstellnngs-Patcnte undk'd verabreicht habe. - Nach Anhörung aller dieser Vorträge, Anschuldigungen und Entschuldigungen'vnd Handel in den Abschied genommen. — Und da der Aufbruch bereits so weit vorgerükt ist, daß^ ohne großen Schade» nicht mehr rükgängig zu machen wäre, so soll jeder Gesandte auf nächsten TagDrüber instruiert werden, wie für die Zukunft solcher Unordnung zu begegnen sei. I». Der französische^'»bassador, Herr von Hantefort, überbringt ein Schreiben des Königs an die Vl> katholischen Orte. "-'lpril), worin dieser meldet, wie er mit Bedauern vernommen habe, daß Fremde in der Eidgenossen^Rft Zwietracht zu pflanzen nch bemühen, wie er aber der Eidgenossen gewohnten Weisheit zutraue,A' >>e nichts beschließen werden, das der Ruhe und Einigkeit ihres Vaterlandes nachthcilig sein möchte -"Rs Schreiben wird jedem Gesandten abschriftlich in den Abschied gegeben. Aus lezter TagtaznngRten die von Pindan die Zurükstcllung einer Geldsumme begehrt, welche einem Schiffmanu von pmdau
^ ^-tekborn war gestohlen worden. Da man nun nicht weiß, wie die von Hindan sich bisher in solchenhegen die Eidgenossen verhalten haben, so wird der Abt von St. Gallen ersucht und den band
5älle»
. , l- ^ t,ii '» erkundigen und aus
Bisten im Tburgau und Rheinthal der Auftrag gegeben, u ^ (S. u. Lauis). N- Der Bischof
nächster Iahrrcchnung zu berichten. (S. u. Freie h^e. der den erlassenen Ur-
Nen Ebur beschwert sich, daß der Gottcsbansbunc ^ Firmen. - Daher wird an den
seilen und Sprüchen ganz zuwider, und bittet, >,» "" ^ „„begründeten Vorhaben abstehen und
^otteshausbund geschrieben, er möchte von seinem m ^ . sei Der französische Ambassador.
"us künftige Jabrrechnung berichten, was er zu > ^