September 1508. Z97
Tagsaznng der mit Frankreich verbündete» Orte.
Solvthurn. t!7 September
Staatsarchiv Lueern. Allgein. Absch. Vv. V.lAuch in den Archiven Schwyz, Obwalden. Glarus und Freidnrg.I
sandte: Lnecrn. tllrich Heinserli, Schultheiß; Jost Pfhffer, alt-Schultheiß. U r i. Heinrich Al-^ )t, alt-Laildammann. Schwhz. Dietrich In der Halden, alr-Landainmann! Kaspar Abhbcrg, alt-Land-^»ma»n. tl nter wa lden. Andreas Schönenbühl, alt-Landammann ob dem Wald! Johannes Wascr,^ ^tiandammann nid dem Wald. Zug. Wolfgang Brandenberg „aus der Stadt"; Gotthard SchmidArth. GlarnS. Fridolin Bögeli. Frciburg. NiklanS von Perromann, Schultheiß; Hans vonanniswhl, Hauptmann. Solothnrn. llrs Nnchti, Schultheiß; Urs Snrh, alt-Schultheiß; Stephanüvaller, Hauptmann. Appenzell. HanS Bodmcr, Landammann.
«-» Schultheiß von Mnlinen und Benner Ambrosius Jmhof eröffnen als Abgeordnete Berns: Ihreern haben vernommen, daß der französische Ambassador, Herr von Bclliövre, gegenwärtigen Tag anö-^lchucben habe, um im Namen des Königs einen Aufbruch eidgenössischer Knechte zu begehren; deßhalb" e man he beauftragt, auf ihrer Durchreise auf die Tagsaznng zu Baden hier vorzukehren, um die^ anwesenden eidgenössischen Gesandten zu begrüßen und ihnen die Ansichten Berns mitzntheilcn;e'dcr ieie>, die Zustände in Frankreich so beschaffen, daß der lezthin abgeschlossene Friede nicht haltbar,^ großer Jammer, Verfolgung und Blutvergießen zu besorgen sei; um nun diesem vorzubeugen, halte^ Bern für erfolgreich, wenn die Eidgenossenschaft eine ansehnliche Gesandtschaft an den König abord-nen würde, um alles zu einer gütlicheil Verständigung zu versuchen; der Eidgenossenschaft würde solcheszu großem Ruhm und zu hoher Ehre gereichen; man möchte Bern diesen Vorschlag nicht verargen,eun er komme aus gilter eidgenössischer Wohlmeinnng und ans dem Wunsche, den König mit seinenNarthauen versöhnt zu sehen — Den Gesandteil von Bern wird dieser Vortrag verbindlich verdanktn»t Anzeige, daß man ihn an die Obern bringen werde, welche dann auf künftige Tagsaznng zu«den darüber gebührende Antwort ertheilen werden. I». Nach Vorlegung seiner Credenzbriefe eröffnet^ französische Ambassador, Herr von Belliövre: Ans der Zuschrift des Königs habe man ersehen, wiegegenwärtig die Angelegenheiten der Krone Frankreich beschaffen seien, nnd wie der König nichts andereserwartet habe, als daß der lezthin aufgerichtete Friede von seinen Unterthanen würde gehalten werden;^ babe zich jedoch in seiner Erwartung gctänscht; denn jene, welchen der König großmüthig verziehen habe,Ermessen sich wieder, den Frieden zu brechen; namentlich habe der Prinz von Eondö sich unversehensTheben und rüke mit seinem Anhang nach Rochelle vor, welche Festung die Empörer schon lange dem^enig vorenthalten; deßhalb bitte nun der Köllig dringend, ihm noch Will) Mann zu bewilligen, um daseginient wie im vorigen Feldzuge auf 10,000 Mann verstärkeil zu können; wegen der besondern Dring-nhkeit bitte er um schleunigen Entschluß; denn wenn der Prinz von Eondö, der nch täglich verstärke,^zlvjscheii über den Fluß sezen nnd sich mit dem Prinzen von Oranien vereinigen würde, könnten nee>den Kbnjgx,1 von Frankreich nnd Spanien bedeutenden Schaden an Land und Leuten zufügen! daher^ Eile nöthig, jenen Uebergang zu hindern! die Eidgenossen werden durch schleunige Bewilligung desAufbruchs den König auf ewige Zeiteil sich verpflichtet machen. — Bei Eröffnung der Instructionen zeigt