Juni 1568
keinem Ort beschwerlich fallen, einen Tag länger auf der Tagsazung zu verbleiben, wenn dadurch Miß-verständnissen vorgcbogeu werde; es halte ferner dafür, daß man, wenn es zu einer Sache nicht gestimmt
^be, leinen Namen nicht in den Beschluß stellen dürfe und daß „kein Recht es dazu zwingen könne".
Wird ml iimlruonlluin genommen. im. Es wird Anzug gemacht, daß Sebastian Kuab von Lucern, wel-cher jährlich für große Summen Reib, Anken, Käse und andere Waareu die Reuß hinunterführe, zuellingcu kein Geleit bezahlen wolle, behauptend, er sei Bürger von Luccrn und als solcher davon ge-Weil mau nun die Rechtsameu Lueerns in dieser Beziehung nicht kennt, wird beschlossen, Lueern^il den Knab dazu anhalten, daß er innert Monatsfrist mir dem Landvogt von Baden abrechne, oderl>efc aufweise, daß er und andere Burger von Lucern von diesem Geleit gefreit seien, «»«». sS. u.^ uüsche gemeine Vogt, überb.). A»z». Unter den Gesandten der V katholischen Orte wird Anzug gemacht:er ungefähr fünf und neunzig Jahren habe Andreas Roll von Bonstctten, Herr zu Hoheuiar, eine^Pe Messe in der Pfarrkirche zu GamS gestiftet und nebst andern Zinsen auch aus dem Großzehnten^ Scix, der nach Forstegg gehört, zehn Viertel Waizeu und einen Scheffel Gersten dazu angewiesen;"un weigere sich der gegenwärtige Herr von Sar, diese Einkünfte an die Pfründe zu verabfolgen, undml ^ siecht dar, während er doch nicht Ansprecher ilnd Richter zugleich sein könne. — Dieses wird'oloimnllum genommen. (S. u. Freie Aemter). II. Rechnung über die Einnahmen der Laitd-
^ GclcitSbüchscn und an Zinseit (S. u. die betreffenden Landoogteien). ««. Der savohische
geoiduetc Herr v. Roll eröffnet vor den Rathsboten der sechs Orte Zürich, Bern, Glarus, Basel, Schaff-und Appenzell nach Vermeldung des GrußeS und der wohlwollenden Gesinnungen deS Herzogs:>e bekannt, seien die Anstände zwischen dem Herzog und Bern durch die besondere Gnade Gottes güt-" beigelegt worden; da nun der Herzog mit einigen Orten der Eidgenossenschaft ein freundschaft-len^ rvic man sich gegen eiilander Verhalten soll lwovou er jedem Ort eine Abschrift mitthei-
^ will), eingegangen habe, so bitte er ganz dringend, es möchten in Berüksichtigung des freundlichen"erbietcus seines Fürsten und der Nüzlichkeit eines solchen Bündnisses, sowie des Verhaltens desrzogs, der seit einigen Jahren freiwillig den ennctbirgischen Unterthanen freien Kauf und Paß aus^"en Landen gestattet habe, und weil endlich dieses Bündniß keine wcitern Verbindlichkeiten, sonderngute Freundschaft bezweke, auch die sechs Orte dasselbe mit ihren Städte- und LandeSsiegelu befesti-Bx Gesandten von Bern erklären darauf, daß sie es bei der Antwort bleiben lassen, welche
Mi/" Herzog auf sein Gesuch bereits gegeben habe. Die von Basel halten dafür, daß ihre Obern sichHerzog in kein Bündniß einlassen werden, bevor er ihnen auf eine ihm eingereichte Supplieationssuochen habe. — Dem Herzog wird für sein freundliches Ansuchen gedankt mit der Anzeige, daß manAbschied genommen habe und daß dann die Obern angemessen darauf antworten werden.' ^luf den Bericht, daß auch die von Lindau ihren Zoll erhöht haben, wird Zürich anbefohlen, stcha,/p Sachverhalt zu erkundigen und dann, wenn dem also wäre, in gemeiner Eidgenossen Namen^ >c von Lindau zu schreiben, daß sie den neuen Zoll aufheben möchten, im. ES wird beschlossen, an^ bo>, i^>tein zu schreiben, sie möchten ihren „Grädmeistcr" anweisen, daß er in seinen Briefen an dieestslcute zu Baden angebe, was für Waarcn und Güter in den Ballen und Fässern nch befinden;' Zürich so^ dem Grädmeister eine entsprechende Weisung zukommen lassen.
aus dein Zürcher- und Bernereremplar. «. und uu. aus dem Zürchereremplar.