Zill Juni 1562,
das bisherige Benehmen des Ambassadors gegen hie acht Orte, sowie über seine widersprechenden Zusiche-rungen zu berichten, «. Die Boten der VII Orte sollen an ihre geheimen Räthe ganz geheim berichten, wasverhandelt worden bezüglich jenes Boten, welchen die VII Orte an den französischen Hof gcschitt, der abernoch keine Antwort zurükgcbracht hat und von dem niemand weiß, ob er todt oder lebendig sei, «I. Aufeine Zuschrift von Bern wird geantwortet, daß die VIII Orte gemäß Verpflichtung dem Könige vonFrankreich den begehrten Aufbruch bewilligt haben, daß man von Bern erwarte, es werde diesen Truppenden Durchzug gestatten und jeglichen Vorschub gewahren, daß endlich Bern seinen Angehörigen verbietenmöchte, Namen und Herkunft zu verläugncn, damit nicht Unschuldige wegen Anwerbung von Bernernbestraft werden, wie Bern angedroht habe, v. Da verlautet, daß die von Wallis eine Gesandtschaft nachBern gcschikt haben, und da die VlI Orte gern wissen möchten, was daselbst verhandelt worden, so wirdUri als Nachbar aufgetragen, dieses so viel möglich in Erfahrung zu bringen, Solothnrn soll sich beiOberst Wilhelm Frölich erkundigen, ob der Landschaft Wallis nicht auch eine Hanptmannschaft gegebenworden sei; denn wenn lezteres der Fall wäre, obschon Wallis in diesen Aufbruch zu ziehe» nichtWillens sei, so wäre zu vermnthen, daß etwas den VII Orten nachtheiliges im Geheimen zu Bern ver-handelt worden, I'. Schultheiß Pfhffcr soll an seine Obern referieren, was Schultheiß und Rath zuFreiburg an Luccrn in Betreff derer von Wallis geschrieben haben, K. Die Anzeige von Schwhz, daßes der Bitte der vier Orte nachgebend auf Tagsazungen wieder neben Ammann Hässi von Glarns sizeuwolle, wird dankbar aufgenommen, I». An die Boten der vier Orte Lucern, Uri, Unterwaldcn und Zugin Baden wird geschrieben, sie möchten die Schiedorte um Verwendung bei GlarnS ansuchen, daß es stattdes Frenwler einen andern Vogt nach Gaster und statt des auf die ennetbirgischen Jahrrechnungen erwähltenBoten einen andern sende, indem Schwhz und die im Gaster ans guten Gründen den Frenwler nicht alsVogt haben, und die Boten der V kathol. Orte nicht neben jenem Voten sizen wollen, — Die Boten vonFreibnrg und Solothnrn werden beauftragt, an ihre Obern zu berichten, aus welchen Gründen Schwhzund die im Gaster den Frenwler nicht als Vogt haben wollen, und sie zu bitten, sammt den andernSchiedorten Glarns zu ermahnen, daß es einen andern Vogt nach Gaster und einen andern Bote«über das Gebirg erwähle, I. Jedes Ort soll die nach Lhon abzuordnenden Boten bezeichne», damitdieselben sogleich, wenn von Eoignet seinem Versprechen nicht nachkommen sollte, miteinander von Solo-thnrn abreisen können. It.. Die Zuschriften des Abts von Einsiedel» und des Ritters Melchior Lnsfi,welche als Abgeordnete der VlI Orte auf dem Coneilinm in Trient sich befinden, werden jedem Botenabschriftlich in den Abschied gegeben, I. Abgeordnete der Garde im Piemont, welche eine Forderungvon einigen tausend Franken an den Köllig von Frankreich hat, werden an die Boten zu Baden g^wiesen, »»». Da in der Garde zu Ferrara zwischen Lieutenant Heinrich Meiß von Zürich und AndreasMünch voil Lneern ein Streit entstanden ist, infolge dessen einige »verhaftet worden sind, wird an denHerzog von Ferrara geschrieben, er möchte diese freilassen, Die Boten der V Orte sollen an ihregeheimen Räthe berichten, was man an den Nnntins, zur Weiterbeförderung nach Rom, geschrieben Habeljedoch soll er zu Baden den Boten, welche nicht geheime Räthe find, keine Mittheilung davon machen,'")«» Solothnrn soll eine Abschrift des Vortrages des Prinzen von Eondö <v, l, Juni) an Lneern mittheile»,
) Geheime Jmtrnction der V kathv!. Orte für ihre» Gesandten nach Rom, Sekeimeitter znm Brnnnen van Uri: Lnscr'"günniacn qnch vnr alles qntls ^nvcr srainnier inrncniiner vne wnser Sünders V eher vnd qetrnwer Ambassadvr, Alls dann !>N)