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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
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September t5K1

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Coilferenz der V kalholischeu Orte.

Lucern. lS<»I, ?». September (Dienstag nach Maria Geburt).

<Ttaat»arci)iv ^'ucern. Allgem. Absch. Vd. 8.i'Auch in den 'Archiven Schwyz, Obwalden »»nd Nivwalden.

Boten: (Nicht angegeben),

». Schwhz und Nidwalden hatte» die Ausschreibung dieses Tages wegen eines Vorfalls zwischenden Alt- und Neugläubigeu zu Glarus verlaugt, indem ersterc in großer Gefahr stehen und nicht vor-auszusehen ist, was ihnen etwa von den ihnen aufsäzigen Neugläubigen zustoßen mochte, Es eröffnetnun jeder Bote seine Instructionen: Uri hat Vollmacht, mit den Voten der andern vier Orte überdie Sache gründlich zu berathschlagen und das Ergebnis! all rntoroiulum zu nehmen, Schwhz glaubt, daßdie Altgläubigen zu Glarus mehr leiden müssen, als man wisse, und beantragt, daß mau, da es sich nichtum Gut, Land und Leute, sondern um die Ehre Gottes handle, einen Beschluß fassen möchte, wie manihnen mit Fug und Recht zu Hülfe kommen wolle; jedoch wolle es ohne Vorwissen der vier andernOrte nichts thätliches anfangen, Unterwalden möchte die Altgläubigen zu Glarus nicht zu Grund gehe»lassen und erkärt sich bereit, mit den andern Orten zu handeln, Zug hat Vollmacht zu allem mitzu-wirken, was Ruhe und Einigkeit befördern möchte, Lueern endlich möchte keinen Krieg anfangen; nurwenn die Altgläubigen zu Glarus verfolgt und vom alten Glauben verdrängt werden sollten, dann willes zu deren Rettung Gut und Blut eiusezen. Da diesen Instructionen zufolge kein Ort die Altgläubigenzu Glarus verlassen, sondern ihnen alles halten will, was man ihnen verheißen hat, und da am Iii, Oktob,der Rechtstag zu Einsiedeln sein wird, so erachtet mau für nöthig, sich zuvor über Zusäzer, Richter,Rathgeber, Schreiber u. a, m, zu verständigen; deswegen wird ein Tag auf den l7, September nachEinsiedeln augesezt, worüber jedoch die strengste Verschwiegenheit beobachtet werden soll, Schwhz sollinzwischen mit jenen altgläubigen Glarneru, welche nach Einsiedel» kommen werden, Rüksprachc halten,I». Landammann Schorns von Schwhz drükt seine Verwunderung darüber aus, daß die Neugläubigenzu GlaruS stets sogleich wissen, was man an die Altgläubigen geschrieben habe. Die Boten der vier ander»Orte rechtfertigen sich darüber, (S. u. Rheinthal). «I. Jeder Bote soll auf den Tag zu Einsiedel»Vollmachten mitbringen, ob mau cS bei der zu Baden aufgestellten Ordnung in Betreff der Priesterbleiben lassen wolle, Schwhz macht Anzug in Betreff des Domherrn Hieronimus Khd zu Bischofzell,dem der Bischof von Konstanz die Kirche verboten hat, und sucht um eine Verwendung für denselbennach, -Auf dem Tag zu Einsiedel» soll darüber entschieden werden, f. Der päpstliche Nuntius, Bischtvon Como meldet, daß das Coucilium den erwünschten Fortgang habe, obschou einige Fürsten es zu hinter-treiben gesucht haben, aber endlich von Gott erleuchtet worden seien und nun ihre Gesandten hinsch'ke»,nämlich die Könige von Spanien, Frankreich und Polen, der Moseowiter und andere; bereits seien übwzweihundert Bischöfe und Gelehrte in Trient angekommen; er bitte um endlichen Entschluß, ob die eidgeuösstschen Orte ebenfalls Gesandte hinschikcn werden, Dieser Bericht wird ihm verdankt, mit der Anzeigt'dap man auf dem Tage zu Einsiedel» die Antwort darüber geben werde, K. (S. u. Vier ennetbirgischtVogteien überhaupt). I». (S. u. Thurgau).