März ldtll.
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Conferenz der V katholischen Orte.
Lucern. >5<»I, 41. Ntcirz (Dienstag vor riviar«).
Staatsarchiv ^'ucev»t. Allqeitt. Absch. Vd. 8. '^5.i.'iuch iit doit Arcl'ivoit Obwalten tlnv ^tidwalden.j
Boten: «Nicht angegeben),
». Die V katholischen Orte hatte» auf leztem Tage zu Baden den ueuglänbigen Glarncr» das „Rechtangeboten", ob man verpflichtet sei, über eine so klare und zugestandene Sache „des Rechten" zu sein. Nunerklären Schwhz und Unterwalden, daß auch sie zu diesem Rechtöbot stimmen; erstcres sähe aber gern,wenn man die Sache hinziehen könnte, um nicht in'ö Recht zu kommen ; leztereS giebt seine Instructionschriftlich ab, — Hinsichtlich der durch die Schiedorte vorgeschlagenen Artikel wird ans höhere Genehmigunghin beschlossen: Man wolle ans nächstem Tage zu Baden den Schiedorten ihre gehabten Bemühungenund Kosten freundlich verdanken und denselben anzeigen, daß man ihren Vorschlag nicht annehmen könneund es bei dem Rechtsbot verbleiben lasse; ganz ins geheim wolle man daneben den altgläubigen geheimenRätbcu zu Glarus schreiben, wie die V Orte durch zwei päpstliche Breve und durch Briese des Kaisersund anderer christlichen Potentaten ermahnt worden, daß man sich wegen des ausgeschriebenen Couciliumsvor Krieg Hilten möchte, und wie mau im Siuu habe, bei dem RechtSbot zu verbleiben; sie sollen ihreAnsichten über jeden der vorgeschlagenen Artikel schriftlich mittheilen, damit man auf nächstem Tag dieGrunde angeben könne, aus welchen mauste verworfen habe; sollten sie aber vorhaben, gar keinen derArtikel anzunehmen und den Krieg zu beginnen, so sollen sie darüber berichten. Jedes Ort soll seinenEntscheid nach Lucern berichten, ob dieses das Schreiben an die Altgläubigen zu GlaruS in diesem Sinneausfertigen solle oder nicht, I». Bezüglich der au den päpstlichen Nuntius zu ertheileuden Antwortüber den Besuch des Eoncilinms soll jedes Ort den Abschied, der am 26, Januar 1525 zu Lueern vonden neun Orten sammr Wallis erlassen worden, hervorsuchen und zu Rath ziehen, um auf nächstemTag über eine gemeinsame Antwort sich verständigen zu könneil, «. All Kaspar Leo von Silinon, Haupt-mann der päpstlichen Garde zu Rom, wird geschrieben, er soll Eidgenossen, nicht aber Landsknechte,Welsche und Türken in dieselbe aufnehmen, und so bald möglich über sein Vorhaben berichten, (S.u. Luggarus), , . Jedes Ort soll sich ans nächsten Tag entschließen, ob es zum Antrag Lneerns stimme,eine Gesandtschaft nach Lyon abzuordnen, um das schon für zwei Jahre verfallene französische Friedensund Vereinnngsgeld einzufordern, 4. Auf das ab leztem Tage zu Luccrn an Bern erlassene Schreibenin Betreff der Lügen und Schmähungen der „Heiden" über die V Orte ist eine Antwort von Bern eingetroffen, CS wird dafür au Bern gedankt. Auf nächstem Tage zu Baden will man Bern die deßwegen gehabten Kosten und Mühe mündlich verdanken, Zu Gunsten Niklans Schiunero aus Walliswerden an König Philipp von Spanien und au die Regierung von Mahland Schreiben erlassen, eben-10 für Ritter Walther Roll von (Ei und für Hauptmann Eanull iBnrgo) von Bellcnz an den Herzogvon Ferrara, I»« Auf leztem Tage zu Baden war von den V Orten eine Antwort an die ueugläubigenGlarncr aus deren unbegründete Schrift entworfen worden. Da nun noch nicht alle Orte selbe in Be-rathung genommen haben, wird jedem Ort mit allem Ernst eingeschärft, sich bis zum nächsten Tag darüber zuentschließen, 1. Auch über den Entwurf der an Bischof, Landshauptmann und Rätbe der sieben Zehn
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