Februar lükl
Frankreich, dergleichen die Orte Lucern, llri, Schwhz, Unterwalden, Zug und Solothurn, welche mitbeiden Parteien verbündet seien. Dagegen schlagen die Gesandten von Bern, nachdem sie bemerkt hatten,daß die beiden Könige wegen ihrer Verwandtschast mit dem Herzog dazu nicht geeignet seien, und daß dievorgeschlagenen sechs Orte, wenn sie diese auch für ihre guten Freunde und Eidgenossen halten, ebenfallsnicht wohl damit betraut werden könnten, weil sie erst neulich einen Bund mit dem Herzog abgeschlossenund es i» Folge dessen den Anschein hätte, als ob man zwischen ihnen und den andern fünf unparteiische»Orten Zürich, GlaruS, Basel, Schaffhansen und Appenzell einen Unterschied machen wollte, als „Vndcr-händler" alle benannten eilf Orte vor und zwar von Zürich Jtal Hans Thumhsen, von Luecrn JostPfhffer, von Uri Ammann Arnold, von Schwhz Georg Reding, von Unterwalden Niklans von Flüe,von Glarus Ammann Schuler, von Solothurn Urs Schwatter, von Basel Bürgermeister Krug, vonSchaffhauscn Bürgermeister Peher, und von Appenzeil Ammann Meggeli. Die savohischen Gesandtengeben nun zwar ihre Zustimmung zu den benannten Boten der eilf Orte, beharren aber darauf, daßauch Abgeordnete der beiden Könige von Frankreich und Spanien zugegen seien und erbieten sich, de»selben das Ansuchen mitzutheilen. Dagegen beharren die bernerischcn Gesandten auf der Ncensation derbeiden Könige und bemerken, daß man über einen in beiden Sprachen erfahrnen Schreiber sich verständigenmöchte, sowie über eine andere Malstatt, weil Neuenbürg für eine so große Versammlung „nicht wolbeherberget" sei. Nachdem die savohischen Gesandten darauf entgegnet, daß jede Partei einen vertrautenDolmetsch und Schreiber mitbringen möchte, und daß sie Solothurn oder Baden als Malstatt vorschlagen,crwicdern die Gesandten von Bern, daß sie es für gut finden, wenn sich jede Partei mit einem vertrautenDolmetsch versehe, daß es aber der Eidgenossen Brauch sei, auch in freundlichen Handlungen einen ge-meinen Schreiber zu haben, wie es zu St, Julien und Peterlingen auch geschehen sei ; sie schlagen Baselals Malstatt und den Stadtschreiber daselbst als Sekretär vor, der eine achtbare Person und beiderSprachen mächtig sei.
Am Mittwoch den l9, Februar melden nun die Gesandten von Bern, daß sie ihren Obern Berichterstattet und von denselben die Alstwort erhalten haben, daß sie die Beiziehung von GesandtenFrankreichs und Spaniens nicht annehmen können, wegen der Blutsverwandtschaft beider Könige mitde», Herzog von Savohen, daß sie dagegen die eilf unparteiischen Orte als Vermittler annehmen.Nachdem die savohischen Gesandten in ihrer Antwort an ihrem Vorschlage festgehalten und die berneri-schcn nochmals dasselbe gethan hatten, verstehen sich endlich erstere zur Vermittlung durch die eilf Orteallein, jedoch mit dem Vorbehalt, daß beider Könige Gesandten in den Sessionen den Vorträgen bei-wohnen dürfen; auch verstehen sie sich nach einigen Bedenklichkcitcn dazu, daß Basel als Malstatt undder «Vtadstchveiber daselbst als Sekretär bezeichnet werde. Auch über den Tag verständigt man sich, indem der lst Mai als solcher festgesczt wird. Zu größerer Sicherheit, daß die erwählten Mittler ihreWahl wstklich annehmen, zollen Abgeordnete beider Parteien am lti, März mit Briefen an jedes Ort,wo die erwählten ^chiedleute wohnen, sowie an die Schiedlemc selbst abgeben und von diesen dieZusicherung entgegen nebmen.