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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
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166
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Ititi

Februar 15E1,

nominellen Landes verlange und der Stadt Bern nur die Vergütung ihrer Kosten in Aussicht stelle; daübrigens Bern noch nicht gesinnt sei, das Land gegen etile erst festzustellende Entschädigung herauszu-geben, so bitten sie die savoyischen Gesandten,sich fugsamlicher zuerlütheren," Nachdem die savoyischenGesandten erklärt, daß die Ansprache des Herzogs nicht unbillig könne genannt werden, daß jedoch dieGesandten von Bern ihrerseits etwas annehmbares vorschlagen möchten, geben leztere ihre Antwort schrift-lich ab, in welcher sie nochmals den Verlauf des Handels darsteilen und bemerken, daß man nach denbisherigen Unterhandlungen billigere Vorschläge hätte crwärten dürfen, daß sie aber gerne vernehmenwollen, ob den savoyischen Gesandten ihre Instruction erlaube,leidlicbcre Mittel" vorzuschlagen, damitsie selbe ihren Obern mitthcilen können, von welchen sie gebührende freundliche Antwort zu erhaltendie Zuversicht hegen; was aber das abermalige Begehren um Vorlegung des Abschieds von St, Julien,des Unheils zu Peterlingeu und ihrer andern Gewahrsamen anbetreffe, so müssen sie bei ihrem früher,;Abschlag verbleiben; denn es gebühre sich nicht, noch sei es zulässig, von hochachtbaren Personen abge-redete und aufgerichtete Akten, Abschiede, Urtheile, Briefe und Siegel in Zweifel zu ziehen und erlangteRechte mit andern Rechtenauf die Probe zu führen; denn soilichs wythschweyffs gesüch sind, dcro man!>; Ehdtgnossischer Einfallt vnd dapferkeytt nitt gwondt," Die savoyischen Gesandten, welche die abschrift-liche Mitheilung dieser Antwort begehrt und erlangt hatten, erwieder» am folgenden Tag (12, Februar),daß sie, wenn die Antwort Bernsetwas gemäßer vnd nächer" gewesen wäre, als die frühere, nicht Ursachehätten, auf schon berührtes'nochmals zurükzukommen; sie bemerken dann ferner, daß sie, nachdem Bernlezthin Verschiebung verlangt habe, um mit Freibnrg und Wallis über den Handel Rüksprache zu halten,gehofft, man würde ihnen billige Mittel vorschlagen, wie sie, die savoyischen Gesandten, unangesucht ge-than und noch thun; der Herzog anerbiete nämlich, an Bern alles das abzurichten, wofür er möchte ver-schrieben oder sonst Wichtig sein, und wie es sich gegenwärtig zwischen Abgeordneten beider Theile aus-findig machen möchte, wiewohl sonst nicht gebräuchlich sei, sich zu einer Abrechnung über Schulden zuverstehen, die noch nicht einmal zugesprochen seien; der Herzog habe bisher in allen seinen Handlungender Welt zu erkennen gegeben, daß er nicht minder Treue und Glauben steif zu halten, als sein Rechtmit Tapferkeit zu verfolgen wisse; die Vorlegung der Gcwahrsamen, auf die sich Bern stüze, haben sienicht so fast begehrt, um zu sehen, ab sie in rechtskräftiger Form aufgerichtet seien, als vielmehr um sichzu überzeugen, ob sie das enthalten, was man angebe; bevor sie sich daher weiter einlassen, sei es nöthig,daß die Gesandten von Bern sich bewegen lassen, die oft berührten Gewahrsamen vorzulegen; übrigensseien sie zufrieden, daß man die Ansicht dritter Personen, die beider Theile Verbündete Freunde seien,darüber vernehme, wie' man sich vereinbaren könnte und ob die Anmnthung Savoyens,fugsam odervufuglich" sei. Die beruerischen Gesandte;; halten sich nicht für befugt, über diesen Vorschlag zu antworten,und wünschen, denselben ihren Obern zum Eutscheid mitzutheilen. Der Aufschub wird bewilligt.

Am folgenden Montag, (17, Februar,» berichten dann die Gesandten von Bern, daß ihre Obern denVorschlag annehmen, daß unparteiische dritte Personen erwählt werden zu freundlicher Berichtigungobbeuanter Differenzen, daß sie sich jedoch vorbehalten, ganz oder zum Theil anzunehmen oder abzuschlagen,was durch die Schiedlente gesprochen werden möchte; sie stellen sodann das Ansuchen, es möchten d;esavoyischen Gesandten die Mittler und Schicdleute nennen, welche sie ihrerseits vorschlagen. Die savolhiscben Gesandten drükeu nun ihre Freude darüber aus, daß Bern ihren Vorschlag angenommen h^e,und icbiagen ihrerseits als Schiedlente vor die ordentlichen Ambassadoren der Könige von Spanien und