Januar I5tit
Roth eine ansehnliche Summe gelieheil, die bis vor drei Jahren richtig verzinset worden, daß aber seit-her niemand mehr darüber Red' und Antwort geben wolle, daß sie der Gesandte von Coignet, wenn siebei ihm reclamieren, an den König weise, und daß ihre Schritte am Hof auch vergeblich wären, in-dem die Bücher und Schuldrödcl in Lyon liegen; sie bitten daher um Hülfe und Rath, daß sie entwederzur Bezahlung oder zum Rechten gelangen, — Deschalb wird an den König geschrieben, er möchte An-weisung ertheilcn, daß an einem zu bestimmenden Tag mit diesen Ansprechern zu Lhon abgerechnetwerde, indem man ihnen sonst, wenn sie um Recht anrufen, dasselbe gemäß Frieden und Nereinungnicht vorenthalten könnte. Die Sache wird auch in den Abschied genommen, Der savohische Ge-
sandte eröffnet: Gr sei allein wegen Bestätigung des alten Bündnisses hieher gekommen, das sein Fürstmit den Eidgenossen abzuschließen so sehr wünsche; da die Sache von einer Tagleistung zur andern ge-schoben werde, so wünsche er endlich zu vernehmen, ob die Eidgenossen dieses Bündnis mit dem Herzogannehmen wollen oder nicht; er halte die Eidgenossen für so verständig, daß sie diese Freundschaft gegenden Herzog nicht abschlageil werden, da bereits einige Orte in ein Bündnis; mit ihm getreten seien. ^Einige Orte wollen entsprechenden Bescheid geben, sobald der Herzog sich mit Freiburg und Bern ver-tragen habe; andere Orte haben nicht instruiert. Das Begehren wird daher all instruoncinm auf näch-sten Tag in den Abschied genommen, Der savohische Gesandte antwortet auf die Reklamationwegen des neuen Zolls : Der Herzog habe sich dahin entschlossen, die Orte, welche das Bündnis ange-nommen haben, oder noch annehmen möchten, bei dem alten Zoll und Herkommen bleiben zu lassen undgegen dieselben keine Neuerung anzufangen, v«. Da die Grafeil voll Sulz sich damit einverstandenerklärt haben, daß ihr Anstand mit Schaffhausen wegen des Wildhags durch Spruchleute und eine»Obmann entschiedeil werde, da aber inzwischen ein neuer Streit wegen eines Wildschweins zwischenihnen entstanden ist, so wird erkennt, daß die Spruchleute zuerst den zweiten Anstand erledigen sollenkt*. Etile Zuschrift des Königs von Frankreich (vom 4, Januar), in welcher Karl lX, den Tod seincöBruders König Franz II, und seine eigene Thronbesteigung anzeigt, sich über die so lang verzögertenZahlungen entschuldiget und die eine Hälfte der verfallenen Pensionen auf Ende März, die andereHälfte auf Ende Juni zu bezahlen, für Tilgung der gemachten Anleihen aber entsprechende Anweisungenzu gebeu verspricht, sowie ein Vortrag des Ambassadors von Coignet werden in den Abschied genom-men, KK. Die Gesandten von Zürich machen an die von Schwhz und Glarus die Anzeige, das; dieKirche zu Wald in der Herrschaft Grüningen laut des Jahrzeitbuchs jährlich ein Viertel Kernen zubeziehen habe, daß aber der gegenwärtig Pflichtige Oswald Rüegg zu Goldingen diesen Zins nicht mehrentrichten wolle, obschon solche Zinsen unablöslich seien, und verlangen, das; sie den Rüegg zur Bezahl»»)!anhalten, — Das Begehren wird von den Boten von Schwhz und Glarus in den Abschied genomiuc»l»I». Die Anzeige Zürichs, daß einige Zinsleute in der March dem Kloster Rütti keinen Zins mehrgeben wollen und Vorweisung der Briefe verlangen, und das Begehren, zu Vermeidung künftiger Ä»"stände die Zinsen dieses Klosters bereinigen zu lassen, wird von Schwhz in den Abschied genom»E"iii» In Folge gestellter Klage über die Fahrlässigkeit der Schiffleute von Schaffhausen, durch die lezte»Sommer eine ganze Fracht Salz an der Brüke zu Rheinau zu Grunde gegangen, wird an SchaffhauE»geschrieben, es möchte seine Schiffleute dazu anhalten, den Schaden zn vergüten und für die ZukuustBürgschaft zu leisten. Auf den Fall, daß Schaffhausen nicht entsprechen sollte, soll jedes Ort >ei»rBoten über die zu ergreifenden Maßregeln instruieren, damit dieses Fahr nicht so ganz in Abgang ko»>»^