Druckschrift 
4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
Seite
135
Einzelbild herunterladen
 

August 156(1,

»«7

Eontereuz der V katholischen Orre,

Lucern. > ?<»<>, i». August (Dienstag nach Oswald).

Staatsarchiv vuccvtt. ')lllqeul. Absch. Bd. N. 4'^st.

Boten: Uri, Sekelmeifter. Uilterwatden. Ammann Omlin. (Die übrigen sind nicht angegeben.)t». Zu Beilegung der Anstände zwischen den V katholischen Orten und Glarns ist einEntscheidtag"nach Einsiedeln ans den 2, Oetob, angcsezt, und die sieben andern Orte haben sich anerboten, ihre Bote»auch hinzusenden und durch diese den Streit vermitteln zu helfen. Nun wird man darüber einig, densieben Orten ihr Anerbieten freundlich zu verdanken, mit der Bemerkung, das ihre Bemühung überflüssigwäre, indem man zuversichtlich hoffe, sich sonst vereinbaren zu können. Auf dem Tage zu Baden sollihnen diese Ablehnung so freundschaftlich als möglich mitgetheilt werden. Die Boten von Freiburg undSolothurn will man dort von den dahcrigen Gründen insgeheim in Kenntniß sezen, überzeugt, daß siesich damit zufrieden geben werden. Zug, das noch anderer Meinung ist, wird von den vier übrigenOrten gebeten, sich doch nicht von ihnen zu sondern und seine Stimme so bald möglich nach Lucern zumelden. I». Nri, Schwyz und Zug zeigen sich nicht geneigt, zu Abholung der Pensionen Boten nachLyon abzusenden; Unterwalden und Lueern dagegen wünschen, daß Boten abgeordnet werden und zwarvorzüglich aus dem Grunde, weil durch Zuwarten dem König kein Dienst erzeigt werde und weil sonstnur einige Beamten des Königs ihren Borthcil dabei finden. «?. Die Zuschriften des Markgrafen vonPeöeara, Gubernators zu Mahland, und des an ihn abgeordneten Marc Anton Bosso (an den geheimenRath zu Uri, 25, Julii werden angemessen verdankt, «I. Der savohischc Gesandte, Herr zum Kreuz (dela Croix), erneuert dringend das Gesuch seines Fürsten, daß die V katholischen Orte das alte Vündnlß,das Niemanden zum Nachthcil gereiche, mit ihm erneuern möchten. Jeder Bote mag über die darübergepflogenen Verhandlungen referieren, t. Der Bericht über die Verhandlungen der Boten der Vitkatholischen Orte im Wallis wird auf nächsten Tag zu Baden verschoben und inzwischen an Freiburgund Solothurn mitgetheilt. Was auf die Meldung verhandelt worden, daß auch die vier Städte ihreGesandten in das Land Wallis geschikt haben, darüber mag jeder Bote an seine Obern berichten.Wegen der außerordentlich viele» Arbeiten der Schreiber bei den Angelegenheiten mit Glarus undWallls wird beschlossen, die Boten sollen auf den Tag zu Einsiedel'! darüber instruiert werden, wie mandie Schreiber nach Verhältnis! ihrer Arbeiten entschädigen wolle, K?. Ammann Omlin macht Anzug, daßes in einigen Orten Personen gebe, welche behaupten, es dürfen die geheimen Räthe nichts von sich ansverhandeln, jondern müsse» alles bekannt werden lassen. Weil nun aber die geheimen Räthe bisher nichtsgethan haben, als was jedem Orte zum Nuzen und Frommen gereicht, so wird cinmüthig beichlossen, daßin keinem O>t sieb jemand über die geheimen Räthe beschweren dürfe, sondern sie handeln lasten solle,indem ja ohne Vorwissen der höchsten Gewalten keine Feindseligkeiten begonnen werden, I», Ans Be-gehren des Sekelmeisters von Uri wird dem Atbrecht Eamuzio von Lauis eine Bescheinigung ausgestelltdaß er ein Eidgenosse sei.