März 1560
». Uri hat diesen Tag ausgeschrieben, um sich zu berathen, wie man die vo» Appenzell, welchedurch eine große Feueröbrunft heimgesucht worden, in ihrem Uuglüf trösten und unterstüzen wolle, ESwird nun beschlossen, jedes der V Orte soll einen Boten abordne» und 800 Gulden an Münz an sieverabfolgen! diese Boten sollen nächsten Freitag zu Rapperschwvl sich versammeln und dann am SonntagGl, März» früh zu Appenzell eintreffen! aucb wird verabredet, was man mit den Altgläubigen daselbstin Betreff der Religion sprechen wolle, — Es soll sich auch jede? Ort eutscl,ließen, wie viel es an dieBrandbeschädigten vo» Heriian beisteuern wolle, und seinen Boten nacb Appenzell hierüber Pollmachtenertheile» I». Pannerberr Schorno von Srbwhz macht Anzug, daß die Altgläubige» von Eschenz einenandern Priester wünschen. Daher wird Schwhz beanftragt, den Abt von Einsiedel» darum anzugehen,daß er ihnen unverzüglich einen tücbtigeu Priester, der nicht allein Messe lese, sondern auch das Evan-gelium verkünde, znscbike, Ans den Bericht von Hug, daß ans der Wertbnng der sranzösilchen Dübenzu 19 Schilling und der Regale» zu 7 Schilling großer Unwille entstanden sei, verantwortet sich puecrn,daß eS diese Münzen nicht abgerufen, sondern zum allgemeine» Besten eingewechselt und eingeschmolzenund Jedermann vor denselben gewarnt habe. Jeder Bote soll dieses ml rotinonchim nehmen, damitman sich später hierüber vereinbaren könne — Gleichzeitig wird beantragt, a» die übrigen Orte zubringen, daß Benedikt Stocker von Schaffhausen die meiste Schuld an dieser Münzverwirrnng trage, unddann gemeinsam Schaffhanse» um angemessene Schritte anzugehen, «I. Lneern wird beauftragt, gemäßleztem Abschied zu Baden einen Tag nach Einsiedeln zu Berichtigung der Anstände mit Glarus anzu-sezen,
7?».
(Konferenz der V katholischen Orte,ikttccrn HI». Äpvi'l (Dienstag vor Philippi »nd Jakobi»,
Ataatbarcbiv vilcern. Allqcm Msch. Vr N. ltttU.
I')luch in dpn ^uiidesarchiven Sä'wy; und Obwalden.I
Boten: «Nicht angegeben»,
»». Ritter Lusst, der von den eilf Orlen nach Rom war abgeordnet worden, »m vor dem neu er-wählten Papst den Fnßfall zu leisten, erstatte! »u» Bericht, wie er io freundschaftlich aufgenommen(Brede Pins IV, an eilf Orte, «1. «I, 20, Februar, Dank für die Congratnlatio» zu seiner Ernennung)und mir einer goldenen Kette, 500 Kronen schwer, beschenkt worden sei, ferner daß ihm der Papst an dieReisekoste» 800 Kronen geschenkt habe, welches alles er den V Orten zur Perfügung stelle, — Es wirdihm für die gute Ansfübrung der erhaltenen Aufträge gedankt, mit dem Bemerken, daß ihm die Ketteund das Geld ohne .'.weifel werden überlassen werden . daß man jedoch zuvor Pollmachte» einholen müsseI». Jedes Ort soll seinen Boten auf nächsten Tag zu Baden bevollmächtigen, über Anseznng eines Tagesnach Einsiedeln wegen der Anstände mit Glarus sich z» verständigen ««. Da der Papst und die Eardinäle gegen die V, auch gegen die Vll katholischen Orte »ich so gar freundlich erzeigt haben «Reeredilivfür Ritter Melch, Vnssi, 25, März; "Begleitschreiben des Bischofs vo» Terraeina, des Eardinals Borro-mäus und anderer Eardinäle», so wird für angemessen erachtet, Dankschreiben an sie zu erlassen, «>. Eswnd beschlösse», auf nächster Jahrrechnung zu Baden vor gemeine» Eidgenossen in Betreff der Wieder-