November l559.
«8.
(5 cnner ein der V katholischen Orte.
Lucern lZik. November (Auf r».iie-«! .^,»»^i»l>).
>ZtaatSart<,iv ^ncern. Allqcm. Al'fch. Bd. N. und Manusc. Burg. Bibliokb. t,
l'Auch iin Landescn-chiv Nidwalden.I
Boten: (nicht angegeben».
». Man will sich aus diesem Tage über eine Antwort ans die Zuschriften von Zürich und Glarnsverständigen. Zug bat keine Instruction, über die Sache jezt einzutreten, sondern will seinen Botenauf den gemein-eidgenössischen Tag zu Baden am tt). Dceember mit Bollmachten abordnen; es babenämlich geglaubt, es werde sich hier einzig »m Abholung der Pensionen bandeln; daher nimmt der Botevon Zug jezt seinen Austritt. — Es wird nnn von den Boten der vier andern Orte, aber auf höhereGenehmigung hin, beschlossen, Zürich für sei» freundschaftliches Erbieten zn danke» und dann auf demTag zn Baden Glarns zn antworten, das; man es anhören wolle, und zugleich eine Malstatt hiefür zubezeichnen; es sollen aber die V Orte bei ibrcn Eiden diesen Beschlns; ganz gebeim behalten, damit dievon Glarns nichts davon erfahren. (So weit wird die Verhandlung Zug in den Abschied gegeben.»Die vier Orte beschließen sodann, diesen Handel bis zum nächste» Tag zu Baden zn verschieben, uminzwischen in Erfahrung zn bringen, ob vielleicht die lutherischen Glarner mit den lutherischen Orten imEinverständnis; seien, oder was leztcre im Sinn haben. — Da nun aber die von Glarns dringend darumanhalten, sie anzuhören, so wollen die V Orte auf nächstem Tage zn Baden sich über eine einstimmigeAntwort verständigen und dort Einsiedeln als Malstatt bezeichnen und, je nachdem deren Verantwortungausfällt, ihnen dann rund heraus sagen, was man von ihnen verlange, nämlich das; sie ihren wieder-holten Versprechungen nachkommen sollen, indem im nicht entsprechenden Falle die V Orte ihnen dieBünde herausgeben, sie nicht mehr für Eidgenossen halten und auf Tagen nicht mehr neben ihnen sizenwürden, dagegen diejenigen Glarner, welche ihren Versprechen Genüge leisten, noch fernerhin als Eid-genossen anerkennen werden, k. llri beantragt, das; man, sobald ein neuer Papst erwählt sei, an den-selben nnd an de» Bischof von Terraeina schreibe in Betreff des versprochenen Geldes und in Betreffvon zwei Fähnchen welscher Büchscnschüzcn zn dreihundert Mann auf de» Fall, das; die katholischen Ortedes Glaubens wegen in einen Krieg verwikelt werden sollten. Weil man aber de» Gardehanptman» znBologna, Azarias Püntiner, bereits beauftragt hatte, von einer erfolgten Papstwahl sogleich Kenntnis;zu geben, so will man vorerst dessen Bericht abwarten. «. Die drei Orte Uri, Sclnvhz und Unterwaldcnsollen durch ihren Vogt zu Bellenz nntcr der Hand und ohne daß die Mayländer etwas davon erfahren,nach welschen Bnchsenschüzen sich umsehen; es soll aber diesen Leuten nichts eröffnet werden, bis manue aufbieten und brauchen will. «I. Es wird ausgemacht, was man an Freiburg, Solotbnr» nnd Wallisvon obigen Verabredungen mittbeilen wolle. «. Da die Frage aufgeworfen wird, ob man im Namender V Orte beim Fngger ober anderswo neb nach Geld umsehen wolle, wird beschlossen, allfälligc An-leihen jedem Ort selbst zu überlassen