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schaft, in der sie nun seit fünfzehn Tagen gelegen, freilassen möchte, und auf den weitern Bericht, daß die(befangenen ihren Fehltritt ernstlich bereuen und Besserung versprechen und daß deren Weiber undKinder in großer Armuth hungern müssen, wird dem Hauptmann befohlen, unverzüglich sich nach Ror-schach zu verfügen und nochmals unter Androhung der Kolter die (befangenen zum Bekenntnis zu er-mahnen. wer der Anstifter dieses Anfstands gewesen und wer jene „Tagherrcn und Obersten" im Hof zuRorschach seien, welche die Sache unterstüzt hatten. Dem Hauptmann wird auch Bollmacht ertheilt, die(befangenen, wenn sie bekannt haben, gegen genügende Bürgschaft und bis auf weitere Weisung auffreien Kuß zu sezen, lind weil in Folge der Untersuchung noch andere Betheiligte zum Borschein kom-men möchten, andere als schuldig Erwiesene »och frei sind und noch nichts gelitten haben, und weil hier derHandel jezt nicht entschieden werden kann, wird ein Tag nach Rorschach auf den 4, Juli angcsezt, Auf dem-selben sollen dann die Abgeordneten der vier Orte der versammelten (bemeinde von Rorschach eröffnen,es sei der ernstliche Wille der vier Orte, daß in Zukunft keine solchen Unruhen mehr gegen ihren Landes-fürstcn, den Abt von St, (ballen, und gegen die vier Schirmortc angestiftet werden, Sie sollen auchdie Anwäldc der zwölf Gemeinden, welche mit dem Abt von St, (ballen „gerechtet", vor sich bescheiden unddenselben vorhalte» , daß sie während des Proeesses mit ihren Drohungen und ungebührlichen An-muthungen sich nngeschikt benommen und das Recht durch ihre unbefugten Einreden verzögert haben,welches Benehmen gegen ihren Landcsfürsten ihnen nicht wohl angestanden sei, zudem üe sich dadurch ingroße nnnöthigc Kosten gebracht haben; ferner, daß ans diesem Span der rorschachische Aufruhr erfolgtsei, daß sie also in Zukunft bei Processen „dem Rechten" seilten ordentlichen Gang ungehindert lassen und,bevor sie sich wieder in einen Proecß einlassen, verständige Männer um Rath fragen sollen, das; sieendlich sich befleißen mögen, mit dem Abt von St, (ballen in Frieden und Ruhe zu leben, und bedenken,daß aus Zwietracht nichts Gutes erfolge, — Der Hauptmann soll alles, was er inzwischen in Erfahrungbringen sollte, ans künftiger Jahrrechnung zu Baden den Gesandten der vier Orte mittheilen, auf daßsie darnach ihre weiter» Instructionen berathen können, I». Das Gesuch des Jtal Hans Blarcr, Bogtszu Rorschach, um Schenkung von Fenstern in sein neues Haus wird in den Abschied genommen.
Man sehe auch im Abschnitte SchtrmortSangelegeicheiten:
-Abtei Tt. (Kalle» » Art t!
72.
Geniel» - eidgenössische Zahreechliiliigö - Tngsnzllng,
Baden «35?», 4 Juni.
Staatsarchiv Zürich. Nr, 1-!^, fo!. Staatsarchiv Vera. 00. 4l)7. Lanvesarchiv Schwvz.
Much in vcn Archiven Nidwalcen, GlarnS, Frciburg, Solothurn unv Aarau.j
Boten: Zürich, Jtal Hans Thumhscn, des Raths; Johannes Escher, Stadtschreiber, Bern,Erispnrus Fischer, des Raths, Lucern, Jost Pfhffer, Schultheiß, Uri, Jakob Arnold, Landammanil'Schwhz, Dietrich In der Halden, Ritter, Landanmiann, Untcrwalden, Johannes Waser, Pannerherrund des Raths nid dem Wald, Zug, Jakob Uttingcr, des Raths, Glarus, Gilg Tschudi, Landannmann, Basel, Jakob Rüdi, und Bonaventura von Brun, beide des Raths, Freiburg, Sebastian Alt,