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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
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Juni 1557

»4.

Taqsazuiig der neun Orte Lucern. Ilri. Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus. Freiburg,

Solothurn und Appenzell.

Luccrn tt» Juni (Mittwoch vor (wrpo>'>5 t^Niisli).

Staatsarchiv Lncern. Allgem. Absch. Bd. 55ii. und Cy5ut« (^olleetane» >1. No. I'. l>li.

>Auch in den 'Archiven Zürich, Schwyz, Freiburg und Solvtburn.I

Gesandte: (Nicht angegeben.)

». Betreffend den vom Papst begehrten Aufbruch, weswegen gegenwärtiger Tag angesczt worden, er-klären Uri, Unterwalden und Zug, daß sie nickt Willens seien, ihre Pente hcimzumahncn.''und daß sieim Namen Gottes" den Zug vor sich gehen lassen wollen. Die andern Orte dagegen sind einstimmig, ingegenwärtiger kritischen Zeit ihre Leute zu Hause zu behalten und diese nicht in vieler Fürsten Diensteziehen zu lassen. Nachdem nun der Nuntius, Bischof von Terraeina, über seinen lezten Vortrag schrift-liche Antwort begehrt hatte und da die Boten beiderseits bei ihrem abgegebenen Votum verbleiben, so stellenjene, welche zum Aufbruch nicht stimmen, an benannte drei Orte nochmals die dringende Bitte, die Weg-gezogenen wieder znrükzurufcn und auf nächster Jahrrechnnng zu Baden entsprechenden Bescheid zugeben. Zu Baden will man auch folgende Verordnung beantragen, nämlich, daß jeder Fürst oderHerr, der etwas von der Eidgenossenschaft begehren möchte, sein Begehren auf einem allgemeinen eid-genössischen Tag vorzubringen habe, damit gemeinsam darüber verhandelt werde, und daß man nicht ge-statte, daß fremde Gesandte sich an die einzelnen Orte wenden und dort ihr Begehren ungleich vortragen,indem dadurch schon viel Verdruß entstanden sei. I». Ammann Püntiner von Unterwalden nid dem Waldmacht Anzug, daß man, da die Truppen der Eidgenossen in Piemont schlecht besoldet werden, vom Könige znerfahren suchen müsse, ob solches mit seinem Wissen und Willen geschehe, und daß man von ihm ver-lange, daß er die Vereinung halte, so wie er dasselbe von den Eidgenossen begehre; er beantragt, des-wegen eine Gesandtschaft an den König abzuordnen. Die Gesandten eröffnen nun dem Herrn vonSt. Laurent, cS möchten leicht einige Orte veranlaßt werden, die ihrigen ans dem Piemont zurükznziehen,wenn der König nicht Abhülfe schaffe. Worauf er crwiedert, daß er über die ihm zu Baden vorgehal-tenen Artikel auf nächster Jahrrechnnng zu Baden antworten werde; über den Anzug in Betreff derBesoldung der Hauptleute und Knechte im Piemont giebt er schriftliche Antwort; er bittet endlich, beider Entschließung über den päpstlichen Aufbruch die Angelegenheiten des Königs nicht außer Acht zulassen. «. Sekelmeistcr Reiff von Freiburg meldet, daß Freiburg gegen Werbungen für päpstliche Diensteauf seinem Gebiete ein scharfes Mandat erlassen habe und verlange, daß seine schon weggeführten Leutevon den Hauvtlenten wieder heimgesckikt werden.