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ungeachtet der Anzeige, daß das feindliche Heer („der gezüge") bereits wieder abgezogen, zum Weiterrückenveranlaßt haben, und man aus des Bischofs Briefen ersehe, daß der Handel durch den Ungehorsam der Genferverursacht worden, so seien sie, die Anwälte des Herzogs, der Zuversicht, daß er, als nicht schuldig und un-bctheiligt, der Kosten halb billig ledig gesprochen werde, daß man dagegen die Genfer als Urheber dareinVerfälle und dem Herzog Ersatz des näher zu erweisenden Schadens zusprechen sollte; sie begehren auch, daßman in das Urtheil setze, sie haben dies alles im Namen ihres Fürsten „probiert" und dargethan, und ferner,daß ihr Fürst nirgendshin, weder an den Bischof noch an die Edelleute gewiesen (Regreß vorbehalten?) werde;denn weil er an der Sache ganz unschuldig sei, so wolle er in keiner Weise darein verwickelt werden, und sie,dessen Anwälte, wollen mit ihren Vorträgen die Schuld auf keinen Abwesenden wälzen, sondern bloß ihren Herrnentschuldigt haben. Damit setzen sie die Frage zum Recht.
15. Desgleichen thun die beiden Städte ihren Rechtsatz. Die Genfer setzen hinzu: Die Savoyer bekennenselbst, daß des Herzogs Untcrthanen der Stadt den Krieg „zugefügt" haben, da der Bischof derselben nichtmächtig sei; wenn es aber so zugehen könnte, so würden sie, die Genfer, immerfort überzogen und beschädigt,und am Ende wollte niemand Schuld daran tragen.
16. Nach Verhörung der Klage und Antwort und alles dessen, was den Parteien gefallen vorzutragen,sprechen die Richter wie folgt (p. 66—67):
„Diewyl man guot wüsten tragt, daß unser gnädiger Herr von Savoy und siner gnaden edcllüt einer„statt Genf vornacher vil gewaltes zuogefüegt, und letst sine edellttt, amptlttt und uudertan(en) by acht tagen„darvor gewesen, das so vor der statt gelegen, verhergert und verderbt, deßhalb die Genfer verursachet (gewesen),„unser lieben Eidgenossen von beiden Stetten umb hilf und entschüttung anzuorttefcn, als st (dann) ouch hinin-„gezogen, damit der Handel zuo ende gebracht wurde, daß gedachter Herzog nit gar ledig sin möge, sonders„diewyl vorbemelter Herzog umb den kosten in dem abscheide gegen obberüerten unfern Eidgnossen von beiden„Stetten vergriffen, daß er den dryen stetten Bern, Fryburg und Genf sampt iren Mithelfern zwenzig und„ein tusend krönen für den kosten zuo dryen zilen, nämlich siben tuscnd uf Sant Johannsen des heiligen„Töufers tag nüchstkünftig, sodenne uf Sant Johannsen tag zuo Wienachten darnach folgend aber siben tusend,„und die leisten siben tusend von künftigen: Sant Johannsen tag des heiligen Töufers über ein jare bezalen„und ußrichten, und solichs in die statt Fryburg wären und antwurten sölle mit empfachung gebtirlicher quittanz„in namen obbemelter Stetten und ir(er) mithaften, doch also, daß der Herzog sölichs ab des Bischofs und„siner ungehorsamen edellüten und undertanen nutzen und gälten, (so) hinder im gelegen, bezüchen und inbringen„sölle und möge. Und so das beschicht, soferr dann gedachtem Herren Herzogen sines, ouch siner armen lütcn„kostcns und schadcns halb ützit wyters angelägen, sol im als dem landsfürstcn vorbehalten sin, gegen obbe-rüerten Bischofs nutzen und gälten und siner ungehorsamen edellüten, darzuo (mit) derselben lyb und gnat„ouch mit rechte ze handle«, bis im vernüegen beschechen, und sol diß alles den vorgemachten pünden, burkrechten„und Pflichten unschädlich heißen und sin, sunders sölichs zuo allen syten gehalten, demselben gelebt, nachkommen„und gcnuog getan werden, und (man) damit zuo allen teilen zuo fridcn und ruowcn sin; (so) »erhoffen damit„ouch wir die richter und zuogesatzten, den abscheid, zuo Sant Julian ußgangen, erstattet und erfüllt (zuo) haben.
17. Nachdem dieses Urtheil eröffnet worden, nehmen die Gesandten von Savoyen, auf gehabten Bedank,das Wort: Das Urtheil sage, daß der Herzog die ihm auferlegten 21,666 Kronen auf des Bischofs Gültensuchen „solle"; sie begehren nun darüber eine Erläuterung, welche Gülten damit gemeint seien, weil der Bischestkein zeitliches „oder väterliches" Gut hinter dem Fürsten habe; denn von dem, was dem Visthum zugehöre,