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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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tieranlaßt worden, die genannten Edelleute für den Nothfall kriegsweise zur Bestrafung solcher Ungebühr auf-zubieten, (3.) Außerdem haben sie (die Genfer) das Vidomat-Amt an sich ziehen wollen und in der Stadt^viele Todschläge begangen; zur Ahndung dieser bösen Händel sei dieVersammlung" (der Edelleute) wider siegeschehen, aber ohne Zuthun des Herzogs. (4.) Und damit man diese Angabe als wahr erkenne, (möge manwissen) daß der Herr vonMontuirie" (Montviry?), Statthalter des Marschalls in der Grafschaft Burgund,des Bruders von dem Bischof, in eigner Person vor der Stadt Genf gewesen, woraus man wohl schließenkönne, daßdieser Anschlag" von dem Bischof und nicht von dem Herzog herrühre. (5.) Ferner setze dasBurgrecht zwischen den beiden Städten und den Genfern fest, daß diese, wenn sie der Städte Hülfe begehrtenund bedürftig wären,ein groß Geld" dafür zu erlegen haben;wölichs onch billich erstattet, sunst wäre dasvorangezöugt burkrecht nit gehalten." (6.) Und weiter, sobald der Herzog von dem Ueberfall benachrichtigtworden, habe er denselben abgestellt und die vor der Stadt gelegenen (Truppen) bei den höchsten möglichenStrafen abgemahnt, so daß Hans Jacob von Wattenwyl, im Namen Berns, die Boten von Wallis und Andere,als sie nach Genf gekommen, vor der Stadt niemand mehr gefunden haben; deßgleichen sei den Bernern, nochbevor ihr Heer in Echallens angelangt, gemeldet worden, daß niemand mehr vor Genf liege; daß sie dennochweiter gezogen, sei nur auf Ansuchen der Genfer geschehen. (7.) Endlich finde man in dem Bündniß zwischendem Herzog und gemeinen Eidgenossen, sowie in den besondern Vereinungen (mit Bern und Freiburg), daßdie beiden Städte in dem Gebiet der drei Bisthümcr nur hülfsweise und (nicht?) auf eigene Kosten ausziehensollen. Weil nun der Herzog um den Handel nicht gewußt, so habe er billig dessen nicht zu entgelten.

7. Darauf antworten die Boten von Genf, (1.) es gezieme sich nicht, daß ihre Gegnerihren" Briefverdolmetschen; das stehe nur dem Schreiber zu. Die (letzte) Schrift des Bischofs zeige übrigens deutlich, daßer, der Herr der Stadt, der Gegenpartei kein Gehör geben wolle. (2.) Wenn des Herzogs Anwälte behaupten,die Genfer hätten das Vidomat an sich zu ziehen begehrt, so liege (dagegen) am Tage, daß sie es nicht fürsich selbst, sondern im Namen des Bischofs und Fürsten gefordert und ihm haben erhalten (zuzllchen") wolle».(3.) Die Briefe des Bischofs betreffend, welche die Savoyer vorgelegt, habe man sich nicht zu verwundern,wenn er dieselben aus Zwang (gezwungeuschaft") geschrieben; denn es seien noch nicht vier Jahre verflossen,seit der Herzog an einen Ort bei Genf, wohin der Bischof kommen sollte, vierhundert Mann geschickt, um ihnda ergreifen zu lassen, und als derselbe noch zu Genf gewohnt und einst einen Boten (nach Savoyen) geschickt,um das Geld von zwei Abteien, die er zu Pignerolo und Susa gehabt, einzuziehen, habe der Herzog denBoten angehalten und ihm das Geld weggenommen. (4.) Als Bern eine Botschaft, nämlich Venner Stürler,Jacob Tribolet und Wolfgang Weingarter, mit einigen Boten von Freiburg in Chambery bei dem Herzoggehabt, und sie auf seine Frage, was der Bischof zu Genf thue, geantwortet, er sei guter Dinge, habe jenererwidert,er wöllt in zuo dem ärmsten Pfaffen machen,'der da lebte"; deßhalb haben Bezanson und Andereden Bischof bei Nacht und auf vielerlei Abwegen, weil alle Straßen verlegt gewesen, in Sicherheit gebracht,und Bezanson sei dann, weil die Savoyer auf ihn gelauert (gespannt"), nur mit großer Lebensgefahr wiederheimgekommen; daraus sei leicht zu vermerken, daß der Bischof zu Zeiten thun müsse, was ihm nicht gefalle,und genöthigt worden sei, solche Briefe zu schreiben. (5.) Der Herr von Pontverre habe dadurch, daß ^zuerst jemand zu tödten unternommen, seinen Tod selbst verursacht; doch sei späterhin dieser Handel geschlichtetund der Gegenpartei das Recht nicht verweigert worden. (6.) Wie gnädig und freundlich der Herzog fl^hlange Zeit gegen die Stadt gehalten, wisse man wohl, und daß nicht der Bischof das feindliche Heer gesammelt,,sei daraus zu erkennen, daß viele Leute aus dem Herzogthum, bis auf zehn Meilen Entfernung, auch Amtleute