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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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die burger gezwungen wurden, sölich burgrccht abzekünden, und deß was er uit benücklich; demnach ein andermal in demselben jar sampt sinem kriegsvolk kam er wider dar und mit gcwalt macht er noch cinmale zno wider-sprechen dem bnrgrcchtc von Fryburg, und ward der köpf abgehowen (Philibert) Berthclier, demnach AymardCombe (und?) Bcnoit Toeqnct, wider den abscheid, der gemacht worden was durch min Herren gemein Eidgnossen(Zc) Zürich, und in mittel des Mollarts ward das seil gegeben Jehan Darlo nnd Snatonis, inen denen vonGenf dadurch forchtc zuozcsiicgcn, damit dester liechtlicher soliche widerrüefung bcscheche, nnd durch die vcrtribnenund Verräter der Statt, wölich von wegen des genannten inines Herren mit gewalte zno Sindiken und Rätender statt Genf gesatzt, und die andern Sindiken wurden vertribcn und ir ämptern abgesetzt, wölich vertribncnoder bnnditen nit allein getan haben söliche schölmcry, sonders vil andere wider die statt Jens nnd derselbenfryheit. Und wirt sich nit finden, daß wir je verheißen haben, dhcin bnrgrcchtc zc machen; darzno gedachterHerr Herzog hat uns geben brief nnd sigel, inhaltende daß alles das, so er täte, diewyl er zno Genf wäresampt sincn gesellschaftcn, daß sölichs nit sollte nbbruch gebären den fryheiteii der statt Genf, nnd sofer nwerherrlikeiten wol besichtigen das burkrechte, gemacht und vollzogen mit minen Herren von beiden stetten Bern »ndFryburg, ist das nit gemacht worden durch ein gewaltgebung oder procur, sunders gemeinlichen durch die HerrenSindiken und die ganzen gemeinde zno Genf, als die so vollen gewalte haben, sölichs ze tuonde. (3.) Antreffenddaß si (die snvoyischen Anwälte) sagen, daß die von Genf haben gereizt sin hcrrlikeit nnd statc, wirt sich dasnit also, snnders warhnftenklich erfinden, daß die von Genf sind worden gctödt, gemürdt, beraubet, gebräunt, nndvil Übels gelitten, wider gott nnd billikeit. (4.) Verlierend daß si sagen, daß die von Genf haben wöllen ansprechendas vidomat von Jens, wider den genannten Herren Herzogen, antmurten si, daß die von Genf das vidomatgegen im nit angesprochen, snnders der vermelt Herr Herzog crfordrct solich ampte des vidomats an die vonGenf, wölichs gehört richtiklich der kilchen Sant Peters zno Genf und dem bischof zno. Harnmb, großmächtigen,gewaltigen nnd gnädigen Herren, bitten wir nwer herrlikeiten zno betrachten, daß ein statt Genf ist ein fryckeiscrliche statt, nnd daß lange zyt, ec dann Bcrchtold von Saro», wölichcr ist gcsin der erst, der da kommenist in das land von dem hnsc von Savoy, Genf ivas Genf*), nnd nit zuozelasscn dcrselbigcn statt nnd derinwonern Zerstörung; dann min Herr der Herzog von Savoy begert nit ze brächen gedacht bnrgrechte, dann alleinsich zno gcbrnchcn gemaltes und grimmikcit, ivie er vergangne zyt getan hat, nnd söliche (fryheit?) zno nute zcniachen und zerstören, und nmb die (der) ecre Gottes willen wöllen darüber haben ansehen und gnoten bedanke,und sölichcn unschicke, so da sin wnrd ein unerinässlichcr vcrlnrste, nit znolasscn."

5- Nach Verhörung dieser Vortrüge nehmen die Gesandten von Savoycn das Wort: Die von Bern undBiburg eingelegten Artikel fordern zwar zn einer Erwiderung auf; dennoch wollen sie, sofern solche denAchtern nicht angenehm, sondern gefülliger würe, den Handel ans Briefen und Siegeln zu vernehmen, sich zudein letstern Verfahren beguemenz sie bitten daher, des Fürsten Gewahrsamen zu verhören nnd demnachin

sinem guoten rechten zno bedenken". Darauf legen sie den im I. 1529 zu Peterlingen ergangenen Nechts-^"del samt dem Spruche des Obmanns, des Grafen von Greyers, ein.

6- Dagegen bemerken die Anwälte der beiden Städte: Weil (einmal) das Recht geöffnet sei, so solltenur dierechten" Bünde und Hauptbriefe und nicht ergangene Urthcile vorbringen; Freiburg fügt für

^ hinzu: Wenn des Herzogs Boten auf jenem Urthcil bchnrrten, was aus den oben entwickelten Gründen"uht zulässig sei, so wolle es Hinwider urkundlich dnrthun. daß der Spruch ihm unschädlich sei.

Die Savoyer erwidern: Weil jener Rcchtshandel und das Urtheil das Burgrccht berühren, so hoffendaß das Urthcil und was sonstzum Burgrecht dienstlich" sei, gehört werden solle, und da dasselbe ansBund, den ihr Fürst und Herr mit gemeinen Eidgenossen, sowie auf die besonderen Pflichten, die er mitbeiden Städten angenommen, auch auf die Abschiede von gemeinen Eidgenossen begründet worden, so

d. h. eine freie Gemeinde?

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