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Juli 1532.
verlangte Antwort nicht geben können, ober, um ctwns Bestimmtes zu wissen, die Frage gestellt, wie vieleKnechte der König eigentlich begehre und wohin er sie führen wolle, da man nicht annehmen dürfe, daß derTürke nach Italien komme, sondern höre, daß er in eigener Person gegen Oesterreich ausziehen werde; darüberwünsche man genauen Bericht, damit man desto stattlicher rathschlagen und auf nächstem Tag vollkommeneAntwort geben könne.
VI I. Die Gesandten erwidern, sie wissen nicht, wie viel der König verlange; der Grandmaitre habe n»rgeschrieben, er wolle 50,000 Fußknechte führen und die nöthige Zahl zu dem Volk, welches die Eidgenossenbewilligen, aus dem eigenen Lande nehmen; der König wolle den Türken „besuchen", ob derselbe in deutsche»oder wälschen Landen einrücke; es sei aber zu vcrmnthen, daß er an mehr als einem Orte sich werde „seh^lassen"; doch wollen sie diese Anfrage dem König in aller Eile zuschreiben und zur Eröffnung der (beidseitigen)Antworten einen andern Tag in Baden bestimmen ans den 1. August (Abends); da gar viel an der ^ache'gelegen ist, so soll dies jeder Bote heimbringen und auf dem benannten Tage endlichen Bescheid geben; w»»mit den Gesandten deßhalb weiter geredet worden, weiß jeder zu melden.
f. Die Botschaft des Königs hat angezogen, daß die Hauptleutc größtentheils bezahlt seien, etliche über1200 Kronen weggetragen, und einige nur noch 2—300 Kr. zu fordern haben; dennoch bezahlen Viele ihreKnechte nicht, unter dem Norwand, daß sie selbst nichts erhielten; daher laufen die Knechte den Gesandte»immer nach, was große Kosten verursache. Heimzubringen, damit die Hanptleute zum ernstlichstcn angehaltenwerden, die armen Leute zu befriedigen und nicht so betrüglich aufzuziehen. Ans nächstem Tage (l- Bug-)soll auch jeder Bote Gewalt haben, nach Gebühr in dem Span zu richten, der zwischen dem Herrn von Bois-rigault und.Jacob May (von Bern) besteht.
St. Bern! Mg. Absch. NN. 117-ISS. — K. A. Basel: Abschiede. — K. A. Sololhur»! Abschiede, Bd. lv. — K. A. Schaffhause»! Absch.
Da der Bote von Glarns, obwohl man ans Dienstag Abend eintreffen sollte, auch am MittwochNachmittags, als man endlich zu handeln anfangen wollte, noch nicht erschienen, aber Jos Hößli in eigew'»Geschäften hier gewesen, so hat man ihn, um Kosten zu ersparen, gebeten, (vorläufig?) mitznsihen, und da rrsich geweigert, sich Glarns („üwer") vcrmächtigt und ihn mithandeln geheißen, was man zu entschuldigen bitüt-
„Römischer kcis. Mt. verordneten Räten, Herr Jteleggeu von Nüschach (sie), Ritter, und Herr Jm^Sturze! von Buchheim, Doctor, fürtrag uff dein tag zuo Baden, so den x tag Julij gehalten, beschecho»-1. Nach Uebcrgabe der Creditive und Verrichtung des Grußes zeigen sie an, der Kaiser habe gewisse K»»dschaft, daß der tyrannische Türke in eigner Person mit aller Macht Cvnstantinopcl verlassen und seinen 3»!^nach Ungarn und gegen Deutschland gerichtet habe, mit dem Vorsah, die ganze Christenheit und deutsche Not»'"zu „vertreiben", und daß derselbe auch bereits in Ungarn angelangt sei; darum habe sich der Kaiser c»tschloffen, in eigner Person und mit seinem ganzen Vermögen ihm entgegen zu ziehen; er habe auch v»Potentaten und Häupter der Christenheit um Hülse ersucht und von vielen solche erhalten, besonders von ^Kurfürsten, Fürsten und Ständen des Reiches. Weil nun die Eidgenossen Verwandte des Reiches »»d ^der kleinste Stand der deutschen Nation seien, so habe der Kaiser ihnen über das grausame Unternehme» de-Türken Bericht geben wollen, mit dem Begehren, daß sie zur Erhaltung der Christenheit und der Nation »»)ihrem Vermögen einen ansehnlichen Zuzug ausrüsten und bis zum 15. August auf dem Mustcrplah vorneben dem Heere des Kaisers und der Neichshülfe mit demselben erscheinen möchten. Wenn sie aber Bede» ^trügen, mit einer kleineren Anzahl so weit zu ziehen, so anerbiete er einige tausend Mann zur Begleitung