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Juli 1532.
von Dietikon ihm noch nicht geschworen haben, auch keinen Altar in ihrer Kirche wollen aufrichten lassen, dieAnhänger der Messe am Leben bedrohen und immer nach Zürich laufen und dort allerlei Lügen vorgeben.Dies wollen die andern Orte nicht länger dulden, sondern Leib und Gut daran setzen, um sie zum Gehorsamuud zur Beobachtung des Landfriedens zu nöthigen; wenn je der Landvogt sie davon drängen würde, so solle»sie es allen Orten anzeigen, nicht einem allein nachlaufen; deßhalb begehrt man von Zürich, das; es sie ab-weise, wenn sie wieder kämen, wie jeder Bote weiter zu sagen weiß.
(Dem Luecrner Exemplar ist der Vortrag der französischen Gesandtschaft mit angehängter Antwortder Tagsatzung beigelegt; wir geben denselben in möglichst gedrängtem Auszug und verweisen zur Ergänzungauf die Verhandlung vom 2. August).
l. Die Herren Eidgenossen mögen aus dem ihnen zugesandten verdeutschten Schreiben des Königs, vom25. vor. Mts., und aus demjenigen seiner Gesandten bereits wissen, das; der König von der Annäherung derTürken gegen Deutschland und Italien Nachricht habe und seinerseits Willens sei, alles Nöthige dagegen vor-zusehen und von seinen guten Freunden, Bundesgenossen und Gevattern zu vernehmen wünsche, mit welcheAnzahl Leute es ihnen gefällig wäre, in seinem Solde auszuziehen, wenn der Fall wirklich einträte. Weil mWdie Sache so dringend sei, das; eine noch so behende Rüstung zu spät kommen möchte, so hoffen die Gesandtenauf eine gute Antwort, die der ganzen Christenheit zum Nutzen diene; sei doch dieselbe offenbar so hart lw-gefochten, das; jeder Gutherzige, christliche Liebe Fühlende Mitleid haben müsse wegen der Unmenschlichkeit, dirder Türke verübe, da er sich nicht mit Leib und Gut begnüge, sondern auch die Seelen der Unterworfenenbeherrschen wolle, indem er ihre ältesten Kinder wegnehme und zwinge, nach seinem Gesetze zu leben-
lk. Der König lasse das angezeigte Begehren aus drei Gründen stellen, 1. um seines Eifer-willen, den ihm Gott verliehen, die Unterdrückung der Christenheit zu verhüten; 2. weil er den Namen desAllerchristlichsten, den seine Vorfahren gewonnen, nur mit Leib und Gut verlieren wollte; 3. weil er ff>Rwahren und vollkommenen Freunde immer geschätzt und die Zuversicht habe, daß er vereint mit den Eidge-nassen und mit Gattes Hülfe etwas Gutes ausrichten könnte. Darum richten die Gesandten an sie die Bitte,alle Stöße und Späne, die seit einiger Zeit unter ihnen gewesen, hintanzusetzen und zur Einigkeit zu konnncwdamit sie gegen den Feind aller Christen streiten könnten, um dieser Gefahr ein Ende zu setzen.
III. Da jedoch Etliche ausgestreut, die „Forderung" des Königs habe den Zweck, einige christliche Wrst"'zu bekriegen, welche ihm gehörendes Gebiet besitzen, so wollen die Gesandten zeigen, das; kein Vernünftiger eiw'vsolchen Argwohn fassen könne. Erstens würde er damit die Eidgenossen betrügen, wenn er vorgäbe, ihre Leüt^zur Beschirmung der Christenheit brauchen zu wallen, »nd dann solche, wenn auch nur zum geringsten Thesit'zum Angriff gegen jene Fürsten verwendete; dies könnte er, der den Namen des Christlichsten trage, nicht »»tc'-nehmen wollen, wenn er die Christenheit auf allen Seiten überzogen sähe. Zweitens, wenn er auch, ^doch unmöglich sei, dies thäte, so würde ihm ein solcher Auszug nichts nützen, weil er gewärtigen müßte, "die Eidgenossen ihre Leute zurückriefen, woraus dem König nichts als Nachthcil und Schaden erwachsen lön»te-indcm er dann auch leicht die (Kosten der?) Rüstung verlieren möchte. Wer also das Geschrei aussäe,der König nicht gegen die Türken kriegen wolle, thue ihm große Unbill und Unrecht an, wie sich aus Folg"'dem weiter ergebe.
IV. Es werde den Eidgenossen vorgetragen und geschrieben, 1. daß kürzlich die Botschaft des ,,vou ^Wydcu" durch dieses Land zu dem König abgefertigt worden, woraus zu schließen sei, das; er mit jciiei»