Mai 1532.
1335
schriftlich übergebe. Z. „Gedenkend Valentin Gärcngroß bon wegen siner lönfen." „Gedenkend onch
Gnllisscn von Wesen, wie unser Eidgnossen von Gstiris für in gebetten Hand. unser Eidgnossen von Schwyz^r in ze betten."
Zu !> (besonders 8 '>t folgender Act zu beachten.
1532, 4. Mai, Brunnen. Die Boten der III Waldstättc au Zürich. Durch die ungetreuen, verräte-rischen Umtriebe der Banditen von Napperswyl, die sich im Gebiet von Zürich aufhalten, habe man sich genö-tigt gesehen, das Schloß daselbst zn besetzen, um die dortige Bürgerschaft und das gutwillige Volk vor solchenschändlichen Leuten zu schirmen und zugleich zu verhüten, daß durch sie etwas angefangen winde, was gemeineEidgenossen iu Kummer »ud Gefahr (Gebresten) brächte; also zur Erhaltung der Ruhe, des Friedens, guterNachbarschaft und eidg. Treue sei dieser Zusatz verordnet. Zu weiterer Rechtfertigung dienen die Unruhen iuNapperswyl, indem sich Etliche ungehorsam und verdächtig gezeigt haben; dadurch sei die Ehrbarkeit veranlaßtmorden, einige Personen in Gefangenschaft zu legen, um deren Anschläge zu erkunde», und dadurch habe man erfah-ren, daß ein Verständnis; mit den Banditen gemacht gewesen, um ihnen die Stadt zu übergeben nnd die Druckeabzuwerfen, damit die Gutwilligen keine Hülfe erhielten; was dann gehandelt würde, vermöge ^eder selbst zncrmcsscu. Daneben haben etliche Banditen die Rappcrswylcr bei Stacht ans den Häusern gefordert und ihnen,wie auch Personen ans den V Orten mit dem Tode gedroht; de» Vüclmnnn von Pfä'fikon habe Hein, ^ogtim Grüninger Amt verwundet. Solche Dinge seien ganz unleidlich; um dergluchcn zu vei mten, )a ien cieAltvordern Bünde und Verkommnisse gemacht (folgt Aufzählung) und dieselben beschworen; dnmlt stimme auchder jüngst geschlossene Friede. Demgemäß crmahne man Zürich vermöge der Bünde und res Fncdcns, zeneBanditen von Stadt nnd Land zu verweise» nnd zn verschaffen, daß mau sicher sei und aus ihrem -meiden nichtgrößeres Uebcl erwachse, ?c. Wiewohl man sich keines Abschlags versehe, bitte man doch ,»n ansdn.cklichenBescheid durch die Boten, die nächstens nach Baden komme» werden, w. St. A. -Zürich: «. R°pp°rsM)l.
(Die Redaetion des Originals ist etwas breit angelegt). > r ,
Daß der Tag bis 4. Mai gedauert habe, ist unnöthig anzunehmen; die Ausfertigung gemeinsam be-schlossener Schreiben verzögerte sich oft um 1—2 Tage.
714.
Zürich. 1533, 4. Mai (Samstag nach Maitag).
Ttixitsarchiv Zürich- A-t-" Rhein,Hai.
Bcrhandlung mit einer Botschaft der evangelischen Nhcinthaler:
„Als dann der bidcrwcu lütcn im Nyntal, so minen Herren von Zürich und irem bcgrundten eristeiilichcngloubcn anhängig sind, erbnr botschaftcn ir anligge» und bcschwärdcn, damit sy vom friden und gött-lichem wort durch etlicher ufsatz ge.rungen und fridbrüchig gescholten, von land und .reu pfrnonden vertr.be»'verdenk, durch etlich schriftlich artikel, onch von mund fürgclcgt, und sy umb hilf und rat, damit sy l""> gotS-wort, irem cristenlichen glonbcn und dem friden gcschirmpt und gehandhabct werden mögend, zum demuetigistcnangerücft, und aber gcmeltc m. h. von Zürich zno ircn Eidgnossen von den sibcn Orten, so onch mit inen teil"» Nyntal Hand, der zuovcrsicht und hoff.,...ig sind, daß st) gedachten friden uit „..»der dann sy zno halten »i.d>re gcincinc underthnnen daby ze handhaben und zc schirmen gcsinnet sygind, so habe», sy gerächter Ryntalerbotten mit iren artiklen und beschwärdcn für jetzgedachte ir Eidgnossen „ff jetz äugenden tag gan Baden ge-wiscn, sich alles deß dasclbs zno erklagen, das sy gedenkend inen von göttlich?, worts wegen besichwärlich und»nträglich sin, und sy uffs höchst und oberist zc bitten, inen ufs fürbrnchtc arlilel ein sründtlichc gnedigc nnt-