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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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April 1632.

vv. 1532, 8. April (Montag nach Quasimodo), Baden. Auf das von dem Landvogt im Thurga»eingegangene Schreiben betreffend die Streitigkeiten in Dießenhofen haben die Boten der acht Orte erkannt,was folgt: 1. Ueber die verbrauchten, (namentlich) für arme Leute verwendeten Kirchengüter sollen die KirchsPfleger Rechnung geben, und in Zukunft soll von jeder Partei, nämlich des alten und des neuen Glauben»,ein Pfleger gesetzt werden, um das Einnehmen und Ausgeben zu besorgen und darüber alljährlich Rechnw>3abzulegen. 2. Die Pfründen und Caplancien sollen kraft des Landfriedens nach der Marchzahl der Leutegctheilt werden. 3. In Betreff der Jahrzeitcn ist bestimmt, daß Lebende, die solche gestiftet, den Zinsgenießen können, doch ohne Schwächung des Hanptguts; die von Verstorbenen gestifteten sollen auch ansgcrnichtwerden, wobei es zu bleiben hat. 4. Weil die von Dießenhofen die Pfrundhanser verkauft haben, sosie denselben (den Altgläubigen) den der Seelenznhl entsprechenden Theil des Geldes herausgeben, damit so'dem Meßpriestcr eine Behausung kaufen können; wenn aber die (verfügbare?) Summe nicht ausreicht, 1^soll der Prädicant von dem Pfarrhof den gebührenden Zins hinausgeben. 5. Die Leute von Dießenhosi»-die der Messe anhangen, sollen sie vermöge des Landfriedens in der Kirche vor der Predigt halten lassen n»dzwar im Sommer um sechs, im Winter um sieben, Uhr Vormittags. 6. Die Kosten sollen die von Diesn'»Hofen den Altgläubigen aus dem Stadtsäckel oder den Kirchcngütern billig bezahlen; dabei ist aber beidenParteien befohlen, sich solches Nachreitens und Laufens zu enthalten; denn in Zukunft müßte der Theil, ^Unrecht erhielte, dem andern die Kosten abtragen. St. A. L»c-r: A. Thürs»».

(Es liegt nur eine Abschrift vor, die jedenfalls nach 155V gefertigt sein muß).

8I>I!» ans dem Zürcher Ercmplar, dem dagegen KPt' fehlen; vv ans einemRhcinthaler Abp)>buch" im Staatsarchiv Zürich, kc>1. 44; aus dem Berner Abschied. Dieser hat übrigens tl>L, 1 6^mal, doch einmal gestrichen), n; Freibnrg hat ll»; Solothurn i»., !l», «It, 4; Basel nur <1, '4; Schaffhanscn «1, L, 4, (zu Nr. 662 versetzt).

Zu tl»?i. Vortrag und Eingabe der mailändischcn Botschaft: . .

Großgeachten nnd mcchtigcn Herren. Als dann nff ncchstvcrgangcncm tag zno Baden wir umbruoiv, nutz nnd fromung willen nit allein des dnrchlüchtigcn fürstcn, unscrs gncdigcn Herren, deS Herzogs ^Meilnnd, sonder onch üwcrer gnaden nnd beider teilen underthancn, ein fründschaft, gnotc nachpnrschaft iwd Mständniß zwischen sincr Dlirchlüchtigkeit nnd üwcrcn gnaden nfznorichtcn nnd die in ewigkcit zno bcstntcn Igetragen, nnd Uivcrc gnaden dartlf anzöigt, daß sy nns nff jetzigem tag, wcß ire Herren nnd obcrn hjss"' ^sinnet, antivurts myß berichten wellint, mit bcger, üch die artikcl, nff was Meinung nnd gestalt solich ^

begert wurde, znozcstellcn, damit ir üch darüber bedenken und was üch darin zc thuon, entschließen 'nnd so wir nun gemclten unfern gnedigcn Herren den Herzogen diser dingen berichtet, hat sin gnad, üchfründtlich ze willfaren, nns dise Harnach bcschribenc form der capitlen nnd Meinungen, welichcr maaß und gver fründschaft mit üch ze machen gedenkt, üweren gnaden fürzehaltcn zuogeschickt.

1.Zum ersten, daß in kraft diser ewigen nnd iemerwnrendcn fründschaft, so zwüschen geduch^»' Z ^Herzogen und üweren gnaden ufgcrichtet werden, kein teil gestatten noch znolasscn soll, daß dem anderen ^anderen stettcn, landen, Herrschaften und gcpieten cinicherley last, schwach, schand, Nachteil, nuwtwill oder »zuogefüegt noch angcstattet werde, sonder jeder teil schuldig spge, dem andern vor solichem schwach, ar

nnd schaden ze sin und in bests vcrinögens darvor ze beschirmen nnd zno vcrhüctcn. ^

2.Zum andern, daß jeder teil zuo erhaltung diser fründschaft oder verstäntniß darob syge, gebnü ^verschaffe, daß des anderen teils lüt, zuogehörigcn nnd verwandten, edel nnd unedel, ivas stnnds, wastN-gcwaltsami die joch jemcr sygend, durch sine stctt, crtrich, flegkcn, Herrschaften, oberkeiten und gebiete wkoufmanschaftcn, gewnrbcn, lyb rmd güetcrcn söllind nnd mögind, nrit abrichtnng und bezalnng derordcnlichen zollen, fry sicher wonc», ivandlen, hin und durch und wider hcrdnrch zicchen, kriegs und a>