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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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September 1531.

zu theilcn, sc> beiß der eine Theil nach Lucern zu den V Orten, (denen deßhalb bereits geschrieben ist), derandere nach Basel gehen soll, um dort dafür zu arbeiten, daß nichts Thätliches unternommen würde,aber mit Hülfe der Straßburger und Anderer auf Ocffnung des Proviants und gütliche oder rechtliche Er-ledignng des Handels hinzuwirken, und dann wo nöthig in andere Orte zu reiten, damit durch Gottesdie Sache zu gutein Ende geführt werden möchte. Die Boten sollen (von Lucern und Basel her) in Aarauzusammenkommen und je nach dem, was sie bei den Parteien gefunden, weiter handeln, was zu Friede» u»dRuhe dient. III. Da der Bote von Wallis einwendet, er sei nicht bevollmächtigt, irgendwohin zu reiten, s»wird ihm das erlassen.

Der Abschied ist in zwei Ncdaetionen ausgefertigt, in einer kürzeren, vielleicht für Wallis, und in enu»vollständigen, aus welcher einige erhebliche Momente nachgetragen werden.

Zu l. Eröffnung der Instructionen: 1. Glarus: Die Herren und Obern hoffen, die Boten der dreiOrte haben bei den Parteien etwas Gutes gefunden; das wolle der Bote zuerst vernehmen und alsdann handelnhelfen, was zu Frieden »nd Nnhc diene, und weil die Boten des Königs früher mitgehandelt, so könntenjetzt auch beigezogen werden. 2. Freiburg: Es habe wahrgenommen, daß Zürich und Bern wegen des ihnenübergeben«! Mahnbriefs nicht freundlich gestimmt seien und vielleicht seine gütliche Unterhandlung ungern sähen,daher wünsche es vor allem zu wissen, ob die Parteien solche von ihm ertragen; bejahenden Falls würde coweder Mühe noch Kosten sparen. 3. Appenzell: Es wolle hören, ob etwelche Mittel zu finden waren, nndann nach Vermögen dafür arbeiten. 4. Wallis: Bischof, Hauptmann und Räthe der Landschaft haben demBoten, da er anderer Geschäfte wegen in Bern gewesen, schriftlich den Auftrag zugeschickt, diesen Tag zu besuche»und für Frieden und Ruhe wirken zu helfen, soweit es ohne Abbruch des alten wahren christlichen Glaube»'-'geschehen könne; was da berathschlagt werde, habe er seinen Herren zu melden. 5. Solothurn verdankt de»Besuch dieses Tages. Es wisse zwar nicht mehr als andere Orte über die Lage der Dinge, sei aber zu de''Ausschreibung dadurch veranlaßt worden, daß der gemeine Mann überalluf sriden schrygt", und hoffedaß Etliche, diefast hitzig" seien, den Handel nochmals zu Gutem bedenken werden; deßhalb wünsche es, dabdie letzten Abschiede verhört und alsdann weitere Schritte berathen werden. Nachdem die Abschiede verlese»worden, haben die Boten von Freiburg (abermals) die Frage aufgeworfen, ob seine Mitwirkung den beide»Städten angenehm sei oder nicht, u. f. w. Darüber wird nach Bern geschrieben; die Antwort will »»merwarten.

Zu II. 1. Am Samstag haben sich die Voten wieder besnmmelt und infolge der Nachricht, daß d"Schwyzer aufbrechen wollen, an die V Orte zu schreiben beschlossen, man sei beschäftigt, andere Mittel aufz»'finden, die man ans morgen in Lueern zu eröffnen gedenke, und von denen man sich guten Erfolg versprecy >darum bitte man zum höchsten, nichts Thätliches vorzunehmen; dagegen verwende man sich bei den Stödtens'"Lcdigung des Proviants, zc. 2. Nach dem Imbiß wird das inzwischen eingelangte Schreiben von Bern betreffe»Freiburg verlesen; da Bern es den Herren (von Solothurn) anheimsetzt, die Boten von Frcibnrg zuzulassen, I"nehmen diese Bedenkzeit, worauf ihnen freundlich vorgestellt wird, es sei ihnen nicht abgeschlagen mitzuW»,und wünsche man sehr, daß sie auch das Ihrige thun. Sic antworten, dem verhörten Schreiben nach^'sie wohl Ursache abzutreten und ihren Obern Bericht zu geben, was freilich zu langen Aufschub bringen mach"sie wollen aber gerne nach Kräften handeln helfen, wünschen jedoch, daß die übrigen Boten, die etwas von '»»handcnem Unwillen wüßten, daS rechtzeitig anzeigen, damit sie nicht etwa später, wenn sie irgendwohin reiten inüßü»'zur Schmach ihrer Herrenhinter sich gestellt" würden; damit treten sie (wieder) ab. 3. Nach dcm Rathll)'(bedank") wird ihnen versichert, man wisse von keinem Unwillen, und die Bitte erneuert, daß sie »ust'?möchten, worauf sie entspreche». 4. Nachdem man die Missive von Thomas Schmid, betreffend die Verhauin Basel, gelesen, ist beschlossen, sofern die Zeit es erlaube, eilends eine Botschaft dahin zu schicken und »>Hülfe deren von Strnßbnrg und Eonstanz, die auch vermittelnd wirken, bei Zürich und Bern aufdes Proviants zu dringen, gleichwohl aber eine Abordnung nach Lueern zu senden, um die V Orte zum ^