September 1531. 1135
die v Ort nicncrin verwitligen, ouch crsettigct, daß sich dann die schidbotten auch entschlussen, daß st) die schwacher,derenhalb discr span wäre, wo die in iren stctten und landen bctretten lvurden, dermaßen strafen wellten, darandie Bnrgerstett on zwifcl ein benücgcn haben sollen.
3. „Zum dritten, daß man ouch dises mittel an die Hand nemen, diewil zuo erachten, daß villicht dieschidbotten uns umb offnung der profant ansuochcn zc., daß dann die Bnrgerstett gmeinlich für st) kercn undinen, cb man inen offnung der profant halb antwurt gebe, alle Handlung, warumb, uß was ursach und welichergstalt sich die (zwistracht?) zwüschcn den v Orten und uns verloffen, für hielte, mit anzöig aller bißhar bsnochter taglei-Itungen, ivie wir uns genächert, was wir bewilligt, wohin sy uns gebracht, und aber die v Ort st) die schidbottensclbs, wir gschwigcn uns, irs ansnochens enteret, nie dheincn artikel annemcn, verwitligen, ouch die so uns geschwächt,»it strafen wellen zc., daß sich dann die schidbotten cvor cntschlnssent, ob st) ouch die, so uns wie vorstat ge-schwächt, wann die in iren oberkciten bctretten, dcrgstnlte» daß wir es inen glich (als) uns leid und mißfellig sinspüren mögen, strafen wellen oder nit, und daß st) uns dcß ein antwurt geben zc.
4. „So davon gcrcdt wnrd, daß man von den v Orten die puntbricf Harns forderen sollte zc., solle»unsere bottcn darin uß vilerlcy Ursachen, die st) ivol wüsten, noch zur zit nit verwilligen, sonder was fürfnllt,undcrnmb hinder sich bringen . . .
5. „Gedenken des briefs halp, so den heimlichen allste von Straßburg gschickt, mit der von Zürich undBern bellten ze reden zc." A. Basel: Abschiede.
Zu <1. Das benutzte Actcnstück enthält, unter eigenem Titel, das erwähnte Antivort-Projecl und hernachdas klebrige in Nachträgen von der gleichen Hand.
Zu t. 1) „Antwurt. der fünf Orten." 1. „Des ersten Hab man verstanden bißhar zno allen tagen, daßsich unser Herren und ober» zno aller zit haben erpotte» und noch ns hüttigcn tag, unser lieb Eidgnossen vonZürich und Peru mitsnmpl ir(en) mitvcrwandten lassen bl> ircm glonbcn belibcn one alle mittel, doch mit demlnteren anhang, daß man uns fünf Ort ouch br> unscrm glonbcn bleche» laß.
2. „Zum anderen haben wir uns zno mccrcn (tagen) ouch in glicher gcstall crlütert, unser lieb Eidgnossenstir unser guot fründ und Eidgnossen zc halten, ouch alles das ze thnon, das einer Eidgnoschaft gepürl, from-ilich, trüwlich und cerlich zuo erstatten, die pündt, den landsfridcn nach Inhalt des bnochstnbens ze halten. Obaber etwar meinte (nns, nee.) solichs nit gethan hau, erbieten wir uns, gegen menglichcm eins rechtens zc sin, undwas uns das recht gibt oder nimpt, demselben trülichcn statt zc thnon, mit dem anhang, daß man nns ouchrecht gestallt; dann wir mit (n)icmands mccr fründschaft noch licbi begcrcnd, dann l») unseln ererbten fründen,ulles mit mccr Worten, als ir von uns verstanden Hand, dcßglichcn ouch die antwurt zuo Brcmgarten nsirncht.
3. „Zum dritten, nf das anbringen, so ir lieb Eidgnossen von den drygen Orten gethan Hand, antreffendüwcrn bestrich, gan Zürich und Bern ze rrstcn und da mittel ze suochen, damit und der kouf wider nfgang,beßglichen einen gemeinen tag anzuoschcn, ist unser antwurt: Mögend st) da befinden, daß die profinnd und feiler^uus ufgang, und man uns bpnr glonbcn und bpn pündten well lassen blichen, wellen wir b>) inen gern tagen,heben und legge», in Hoffnung (daß es) einer löblichen Eidgnoschaft loblich und eerlich sin werd, wo aberchmlichs nit sin mag, daß nns dann zno discr zit nit well gelegen sin tag zno besuchen, ivill nns bcdnnken.
K. A. Solothum: Absch. Bd. IS. - K. R. Basel! Abschied-. - K. A. Schaffhausm: Abschiede.
2) 1531, 6. September (Mittwoch vor kl. L. Frauen Geburt), Aarau. Die Boten von Frcibnrg, So-lothnrm und Appenzell an Lncern. Bericht, ivie angelegentlich sie bei Zürich, Bern, Basel, St. Gallen und^iühlhansen für den Frieden und Aufhebung der Sperre geworben haben; was darauf geantwortet worden,sti ans den beigelegten Abschieden von Bern und Aarau zu ersehen. „Dorumb. . ist an »wer irnchhcit unserernstlich getrungenlich und gcslissen bitt und bcger, (ir) wellend den Handel mit sl>)ß erwägen und betrachtenund was darus entspringen möcht, und nühit das zno unsriden dienen möcht, anzuohebe»; dann wir wellend denHandel trülich an unser Herren und ober» bringen, demnach unser» müglichcn slyß nntelen, wo wir in disemlall üch witer dieneit mögen, das zno rnoiv, srid nild cinigkeit dienen mag, darin »ns gar nüt sinnen und unsnllweg willig befinden lassen", zc. A. A. N-linionshänd -i.
Von gleicher Hand liegt bei die Abschrift von Art. p.