Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
1116
Einzelbild herunterladen
 

tili

August 1531.

4. Einen Druck herauszugeben, auch Lenggcr», Klingnan und Koblenz zu besehen, wie Zürich vorschlagt,hält man seht nicht für nöthig; wenn nbcr ein Krieg zu erwarten ist, so haben die Boten Gewalt, mit Zürichund Glarus jene Besehung anzuordnen.

5.Dero von Baden hallH ine» die profand abzcslnchen, will min Herren nit thnonlich ze sin bedanke»,es wäre ouch wider den landsfriden, der da zuogibt, daß man niemands predicantcn nfstellen soll, wo das >»crdeß nit begcrt."

6. Alle diese Nathschläge sind den Boten von Zürich (zuvor) zu eröffnen; dabei soll ihnen aber derBorstrh, sofort wcgzureitcn, wenn die V Orte die erste» Artikel nicht annähmen, ausgeredet werden.

St. A. Bern: Jnstruct. 0. 07 b, go d, WO, U»>

6) 1531, 21. August. Bern an seine Boten in Bremgartcn.Demnach ir verrittcn, habend wir bedacht,ob gott füegtc, daß unser Eidgnossen von den v Orten die v artikel nnnemcn wurden, daß dann von »ötc»,inen die profand und feilen kons ze eröffnen, deß -vir üch völligen givalt geben also, wo sy die artikel nnnenic»tut üwcr inilrnctivn, und daruinb vcrsiglet nbschcid nfgericht und demnach die rechten houptbrief sürdcrlich beste»'fornt undcr der schidpotten siglen ufzcrichten znogesngt wird, daß ir alldann die straßcn und abstricknag derprofand nfzcthnon g.valt habind." A. B°n>- T°..tsch Miss. i.

Zu I>. Dc> Abschied wi>d hier durch die Bcrner Instruction ergänzt, die wir am besten wörtlich gebe»'Uech ist onch bcfolchcn, Welti Gerbers von Brienz Handel, der im (zno?) Zug begegnet, trüwlich und dapferl'chdarzethnond und den schidlüten trungenlich anzczöngen, wie er selber ivol reden kau, mit pitt, begär und oer-manen, imc crsahntig und ergchnng siner schweren gefnngenschast, pinlichcr gichtnng und straf, onch verlursts zethnvnd. ^ ^ Bern: Jnstruct. v. 9öa-

502.

Mich. 1531, e. 24. August.

Staatsarchiv Zürich.

Verhandlung mit einer Botschaft des Landgrafen von Hesse», in Angelegenheiten des Herzogs UlrichWürtemberg.

lieber diese bisher völlig unbekannte Verhandlung liegen nur folgende Acten vor:

1) 1531, 3. August (Mittwoch Vigilia Lnnrcntii), zur Heide. Landgraf Philipp von Hessen >'c- a» dugeheimen Rath in Zürich. Credit!» für Alexander von der Tann, :c. St. «. Zürich: «. H-W'

2) 1531, o. 24. o. 25. August, Zürich. Bortrag einer (nngenannlcn) Botschaft des Landgrafen

von Hessen, die Bitte enthaltend, in vertrauter Heimlichkeit einen Bote» zu einem gewissen Fürsten nbznordn 'um in Sachen, welche das Gottcswort und die christliche Wahrheit berühren, auch Bortheil und Ehrefördern dürften, zu handeln, doch alleinin fürmündnngs und credenz uiys" und für Zürich in keiner Bezieh"verbindlich, w. St. A. Zürich: A. Mrtemw'g-

Ein Original scheint nicht zu eristiren; »nscre Vorlage hat die Gestalt eines Berichtes an den hein'l'^oder den ganzen kleinen Rath, ohne Adresse oder Datum. Es ist übrigens wohl gcdcnkbar, dast die hessische BotsGihren Auftrag nur mündlich eröffnete, indem die Heimlichkeit in allen bezüglichen Acten stark betont ist; ^Zweifel hatte sie auch nur mit dem geheimen Rathe zu thnn. In jeder Hinsicht deutlicher ist der folgende

3) 1531, v. 24. August. Bericht des heimlichen Rathcs an den großen Rath, (doch ohne Adresse,oder Namen), über ein Ansuchen des Landgrafen von Hessen, betreffend den Herzog Ulrich von Würtcmbcig>innernng an dessen widerrechtliche Vertreibung, dessen Stellung zu der evangelischen Partei ?c. Nun tönnte