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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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August 1.531.

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'"cht zu der Partei stehen, die mit den vorgeschlagenen Mitteln sich nicht begnüge und Krieg anfange. 2. Spater(alsbald!) geändert: Wen» sich der Handel wider Verhoffen zerschlüge, so sotten es die Bote» heimbringen.(Bestätigung einer frühem Instruction). Benedict Mannslcib soll von Brcmgartcn weg in den Thurgau reiten.

RathSbuch 20, p. .100.

4) 1531, 18. Angust, 11 Uhr Mittags. Basel an Zürich. In dieser Stunde, wo man eben über denAbschied vom letzten Tag zu Brcmgarten gcrathschlngt, habe man das Schreiben von Zürich empfangen, worines anzeige, was es über die Acndcrung des 3. Artikels beschlossen; diesen Znsatz finde man aber nicht sobeschwerlich, sondern zur Pflanzung des göttlichen Wortes förderlich, wcßhalb man denselben, wenn der ersteAbschied nichtbleiben" könnte, nicht ausschlagen möchte; darum habe man den Entschluß Zürichs mit rechtemSchrecken vernommen und dagegen für gut erachtet, dem Boten zu befehlen, wenn die V Orte den Abschied ohnediesen Zusatz nicht annehmen wollen, und Bern und Schaphausen sich denselben gefallen lassen, steh diesen tm ieuanzuschließen und den Abschlag des Proviants wieder aufzuheben. Demnach bitte man Zürich, um der Wohl-sahrt gemeiner Eidgenossenschaft und aller evangelischen Städte willen auf seiner Meinung nicht zu beharren,sondern im Fall der Notwendigkeit diesen Znsatz auch anzunehmen und zu bedenken, wie unleidlich es wäre,bei dieser harten Thenrnng, deren Besserung noch nicht zu hoffen sei, und bei der so kostspieligen, noch nichtvollendeten müssischen Fehde einen neuen Landkrieg zu verursachen; wie schimpflich, wenn, die Bnrgcrstädte sichteilten und Zürich allein den Krieg unternehmen sollte, und wie große Freude die Feinde darüber habenwürden, sich also hierin nicht abzusondern. Man vertraue dem barmherzigen Gott, daß es zu vielem Gutcubleue, wcnu dieser Haudel jetzt ausgetragen, und daß das Gotteswort in den V Orten nicht ohne Frucht gelesen

Äüi'ich: A. II. Capp. Krieg.

kirrt. nrrrt. auch an Bern, mit Erwähnung des Schreibens an Zürich. St. Mg.Abs-h. vn .iss.

5) 1531, 20. August, Bern. Instruction für die Botschaft nach Brcmgartcn, über den Zwist mit denV Orten. Beschwerde über den Zusatzartikel der Schiedleutc (wie Zürich), der die machen nur verschlimmernwurde, wcßhalb mit allem Nachdruck auf Streichung des 0. Artikels gedrungen werden soll, mit der Erklärung,baß man ihn schlechthin nicht annehmen konnte, aus nachfolgenden Gründen:

1.Erstlich dwrst anfangs der christcnhcit alle ketzericn und irtumb dahar geflossen, daß ctlich nf dembloßen buochstabcn der heiligen schrift gehaftet, als dann discr zrst die widcrtöufer onch thnond, so mag ust dick""Zognenr vp°" artikel nützit anders folgen, ist ouch dheins wegs zc verhoffcn, daß damit, wo er zuogclassenward, einiche besscrung, ruoiv, cinigkeit noch frid gefürdcrt, sonders vil mer zwitrncht, durchächtnng, nnrnow,unfrid, zank und widerWertigkeit erwachsen.

Zum andern möcht göttliche geschrist niemand dienstlich und zno nndcrwlpung, trost und heil der seelln

furchtbar sin; dann je der roruv buochstabcn so unverständig und streng, daß er on sine» gcist, vermögen, kraft

und eigentlichen inhalt allen christen mer zuo abfall und schlichen reichen wurde, als die bloßen wort, wenn dich

bi» recht ong ergert, so riß es ns; der vattcr ist größer dann ich; ich bin ei» wäre winräbcn; ein jetlicher

"wusch muoß mit für gesalzen (gctonft?) werden, »nd derglichcn vil, mit denen niemand zuo gottS cer und cnu-

tstiu hcil geholfen, sunders vil mer verwirrt und verzagt gemacht, da aber alle schrift uns zno trost, straf und

"nderwrisung gegeben; deßglichcn, als die geschrist an vil orten sich laßt anscchen »ach bloßem buochstabcn als

Ken stlbs widerwcrtig, damit sp nrgwenig, verdunklet und in zwrpel gestellt, wo nit der gcist, stnn und ""uheit

»ach dem richtschyt des gloubens und der liebe, onch den (rij) artikcln rmsers alten glonbens . . abgemessen sötte

werden; dann je an einem ort (der) geschrist bczügct einen einigen gott, an dem andern Moses ein gott PharaoniS

»ach hcjterm buochstabcn gcnempt wirt, dcrgclichen an vil orten der geschrist gefunden wirt; brächti dcßhalb

b^r bloß briochstab ein ingnng aller irrtumb, kätzcrien, unglichen mcinnngcn, mer dann von jewelt(en) an sindgsin."

3. Wenn die V Orte den Vergleich nicht annehmen wollten, so wären die e^chiedorte zu mahnen, wiekv in Freiburg und Solothnrn bereits geschehen. (Dabei wird noch ans das Original des Spruches derSchiedleutc hingewiesen, zum Beweis, daß die sechsOrte" befugt gewesen, den Proviant abzuschlagen).