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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
1111
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August 1531.

INI

Schwarzwald und in dem Frickthal zu mustern, iu rüstung zu maucn und genannte vier stctt, auch anderPlatz, zu besetzen.

7.Zu dem allem so haben höchstgcmclter r. k. Mt. Statthalter zu JnSbrnck, der wolgeboru Herr HerrRudolf, Grase zu Sulz, und etlich ir Mt. Rät, wie die in kurzen tagen zu Marspcrg vcrsamlet gewesen, mitsonderm fleiß und ernst' schriben lassen, auch zum crnstlichistcn geraten und nndertanig gebetten, daß sy in an-sehen der oftgemeldten fünf Orten beharrlichst nnd beständigkait an cristenlichem glauben by röm. kais. Mt.und in all ander weg hilf und rat suche, damit sy irs vcrharrens und beständigkcit nit entgelten, sonder genießen,und ir Mt. Statthalter, Regenten und Ständen discr vorderösterrichischcn landen Sundgan, Elsaß, Brysgan,vier Stett am Ryn und Schwarzwald, derglichen Herren Mark Sittichen von Embs, ane allen Verzug schribennnd befelchen lassen, so bald die von Zürich und Bern wider die fünf Ort, oder sy gegen inen von Bern undZürich tätliche handlnng fürnemen und anziehen wurden ec., gcstracks mit der anzal volks, so zuo der ylendenlands rettung verordnet, aufzusein nnd ei» jeder Hauptmann mit seiner anzal nf die plätz gegen der Aidgnoschaft,»ls ob man der hilf daselbs notdürftig, zuzicchen, derglichen bis in dreihundert pferd in das Hegau zu verordnen,gegen den anstoßen zu straifen; dardurch möchten deren von Bern, Zürich nnd ander nndcrthan in dem Ryn-lhnl, (die) gotshusleut zu St. Gallen, ober und nidcr Thurgau etwas cntsitzcns entpfachcn und bewegt werdennnheimsch zu belyben, auch bestimpte fünf Ocrter in irenr fürnemen dest bns fürfaren.

8.Und sind guter Hoffnung, die r. k. Mt. ?c. ivcrde iren discu ratschlag, Meinung und bitt gnädiglich ge-fallen und an beide ort solich schriftcn, auch befelch ausgcen lassen.

II.Und ob gleich ivol uf dis schriben, ratschlag und beger nit so ylender bescheid käm, und tätlicheHandlung darzwüschen fürgenomen, so wurde ich Atelcgk von Ryschach nicht deß weniger mit der Musterung,vüstung und besatznng der vier Stctt fürfaren, deßhalben mein bitt und beger, die fünf Ort zu erinnern, ob syniit der tätlichen handlnng je fürfaren mücßten, mich desselben discr fachen zu sürderung und gutem by guterZyt zuvor zu Händen Vyten Suiers gen Waldshut in geheim zu berichten, damit ich die Musterung und den Zuzugdeß stattlicher fördern künndc.

III.Dann wir beid für unsere Personen alles das den fünf Orten in diser cristlichen Handlung zugutem erschießen mag, angespart unser lyben, Vermögens und fleiß, so tag so nacht zu fördern, handle» und zuihnn gutwillig." (Folgen die Original-Unterschriften).

11. Nachschrift:Lieber Herr und freund, wellend uns, so bald sich der tag zu Bremgarten endet, schrift-lich ou allen Verzug berichten, wie die schidleut.und die von Zürich und Bern stwsclbs abscheiden, und was dieschidleut den fünf Orten uf ir jüngst schriben zu antwurt geben." St. A. L»c-r»t A. R-ligionsMdel.

2) 1531, 17. August, 4 Uhr Nachmittags, Zell. Rudolf, Graf zu Sulz, an Konrad Wachmann, Land-vogt zu Baden.Ich Hab in discr stund ain schreiben, von euch usgangcn, des datttin sagt Mittwoch nach^nnrenti, alles Inhalts vernommen, und nachdem ir in solichem schreiben meldt, dicweil die kün. Mt. . . meinenlieben und guten freunden den fünf Ocrtcrn geschribcn, und die schidleut des glauben halben ain andern artikelgsst'tzt, den baid Parteien Hann.bringen füllen und nf Montag zuo Bremgartcn darauf antwurt geben, doch mißnienwnd, ob der angenommen oder krieg werde ?c., nnd ich söll euch berichten, weß sich die fünf Ort zu derlvis. und kön. Majestcten . . der hilf halben gctrösten füllen, darauf-gib ich euch zuerkennen, daß der landvogtin Elsas, ich, Herr Atclegg von Rischach, vogt zu Lanfcnberg, nnd der tyrolisch canzler Frytags vergangen zu^ücngen by ainander geivest und ee euer schriben mir worden, verritten sein; aber uf morn kommen unser nochVilich der kün. Mt. Rät zusamcn, so wölken wir die fachen der röm. kün. Mt. nnd ircr Mt. Regierung zuo Jnn-sprugg ylcuds zuschicken und nit Zweifel haben, die kaiserlich und küngklich Majestät nnd insondcr die kün. Mt.,'u kraft des schribens den fünf Oerteru vormals gethon, werde sich gegen inen in anschnng irs wolhaltens, undsy als fromm alt cristcn beharren, gnedigist und nachbarlich bedenken. Das ivolt ich euch diser zeit zurnntwurt nit bergen." ... St. A. Luccrn: A. R-Iigionshäiidel (Original).

Die uns vorliegenden Kundschaftsberichte, welche Zürich erhielt, lassen wir weg.