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Juli 1531.
ein Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag den 8. August, wo jeder Bote mit Vollmacht erscheinen soll, umauf das zu antworten, was inzwischen eingeht. Wenn aber einem Ort vorher etwas begegnete, so mag es darumeinen Tag ausschreiben. S. Des Salzes halb wird Schwyz beauftragt, den Kauf zu thun; auf dem Tagzu Lucern soll jedes Ort IVO Kronen erlegen, damit dasselbe bezahlt und zu unfern Händen gebracht werdenkönne, ii«. Die V Orte sind (jetzt) einig, allen denen, die ihnen den Kauf abgeschlagen, nichts mehr zu-kommen zu lassen; das ist zum höchsten zu verbieten. I. Wegen des Vogtes zu Lauis wird Lucern beauftragt,das Angemessene zu verfügen; doch findet die Mehrheit rüthlich, daß er herauskäme und gute Gesellen mitihm zu bringen versuchte.
Zu v. 1531, 31. Juli. Der V Orte Boten, iu Brunne» versammelt, au Glarus (überhaupt au dieSchiedorte). Nachdem eine Botschaft der V Orte ihre Beschwerden gegen Zürich und Bern vorgetragen unddabei die dringendste Bitte und Mahnung ausgesprochen haben, sie bei ihrem wahren alten Glauben, den Bünden,dem Landfrieden und ihrem Ncchtbietcn schirmen und handhaben zu helfe», haben die Orte der Schicdleute einenTag nach Vremgarten angesetzt, in der Hoffnung den Span gütlich zu erledigen; was 'dort gehandelt worden,werde Glarns wissen. Dieser Ausgang habe die V Orte veranlaßt, von dessen Gesandten eine Antwort auf ihre»Vortrag zu begehren; da sie eine solche jedoch nicht erhalten, und die Sache für sie höchst wichtig sei, indem stonichts anderes begehren als bei ihrem Glauben, ihren Freiheiten und Rechten zu bleiben nach Laut der Bündeund des Landsriedens, so ermahnen sie Glarns nochmals, ihnen behülslich und räthlich zu sein, damit sie dabeibleiben können, auch Leib und Gut zu ihnen zu setzen. Hierüber möge es schriftliche Antwort geben bei deinIleberbringcr dieses Schreibens. St. A. Mich-. Ts-hud. Doc.-Smm»lu»g T. ix. so.
Das entsprechende Schreiben an Frcibnrg weicht nur darin ab, daß es sich neben den Bünden ans dasbesondere Burgrecht stützt, das des Glaubens wegen errichtet worden. K. A. grctburg: xmmes csacr-nc-.
Zu ltt liegen drei Schreiben vor, die wir hier folgen lassen:
1) 31. Juli. Schwyz an Lucern. Die gestern zu Brunnen beschlossenen Briefe an Bremgarten undMellingen seien gemacht; man bitte daher Luccrn, dieselben zu fertigen und die Antworten so bald wie möglichzu melden, ?c. St. A. Luccrn: Missiv-N.
2) 1531, 31. Juli, Brunnen. Die Boten der V Orte an Brcmgartcn und Mellingen. „Unser fründlichdienst allzit zuovor. Ersinnen wysen, insunders lieb und guot fründ. Wir haben ein beschwerlichs verwundernempfangen ab dem, daß ir uns profant und feilen kons abgeschlagen, über daß ir vormals an uns prüchsgworden, das wir üch so fründlich verzigen und zno argem nie gedacht habent, »ff das wir uns versechent, msölltent üwer glüpt, eer und cid sidhar bas bedacht und das, so ir uns schuldig, beschowet (haben), dwyl dochüwer verschribung, so wir zno üch habent, heiter uswyst, ob wir Eidgnossen zerteilt, söllent ir dem meren teilanhangen, oder sunst söllent ir dem meren teil der acht Orten, so üwer Herren sind, in allen zimlichen billichwdingen gehorsam sin. Uff das vermeinen wir nit, daß wir üch je ützit unzimlichs haben znogemnotet, deßhmir uns mit keinem rechten, glimpf noch fuog den kons abgeschlagen, habcnts ouch um üch nie verdient, sind unsmich uil ein anders schuldig. Darum so erfordern wir an üch, daß ir üwer Pflicht, eer und cid und das,
ir uns schuldig, wol bcdcnkcnt und uns den kons nfthuon und profant znogan lassen wellcnt ane allen ufschuvoder vcrziechcn und uns by discm darum gesandten Kotten verschribcn antwurt znoschickent, ob ir das tuon wcllciUoder nit, uns fürer darnach haben zno richten." St. A. Lucer»: ung-tund-m Abs-hi-d--
Besiegelte Originale aus der Schwyzcr Canzlei; das an Mellingen adressirte ist durch Versehe» unvoll-ständig.
3) 1531, 31. Juli (Brunnen ?). Die Boten der V Orte an (Brcmgartcn und Mellingen). Gruß- -„Ir müßt ivas dann uf jctz lctst gehaltncm tage by üch zno Vremgarten von abstricknng der provandc wegc»sich zuogetragen, und das erbieten so wir bißhar nllwcg gcthan, nämlich daß wir »ützit anders dann by rechtepündcn, landsfridcn und aller billigkeit bcgcrcn zno beliben, wölichs aber alles nützit erschießen noch verfachcu