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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juli 1531.

stimmen, sondern einnnder geradezu widerstreiten, daß nämlich die Städte die gestellten Artikel mit einem Anhanganzunehmen bewilligt haben, die Eidgenossen von den Ländern aber sich gar nicht darauf einlassen, und beideTheile auf das freundliche Ansuchen um Eröffnung weiterer Vollmachten bei ihrer Antwort geblieben, so hatman dies herzlich bedauert und (nochmals) mit festem Entschluß die Berathung dieses ganzen Handels unter-nommen und mit aller Mühe und gespanntem Fleiß berathschlagt, wie hierin zu helfen, damit die auf bishergehaltenen Tagen angewandten Kosten und Arbeit nicht vergebens wären, und wie Friede und Einigkeit erreichtwerden möchte. Nach langer, vielseitiger und ernstlicher Besprechung und aufmerksamer, gründlicher Prüfung,was denn eigentlich die V Orte an den gestellten Artikeln so sehr zu scheuen hätten, hat man doch nichts anderesfinden können, als daß dieselben christlich, göttlich, ziemlich, billig und ehrbar, und nichts daran zu ändern sei,und sich demnach entschlossen, niit diesen Artikeln in die V Orte zu reiten, nm zu versuchen, ob die Bewilligungderselben zu erlangen wäre, deßgleichen nach Zürich und Bern, um diese Städte zur Oeffnung des Proviantszu bewegen, so nämlich, daß der Tag fortdauern, und sobald die Schiedboten umgeritten, jedermann wieder hiererscheinen soll, um je nach dem, was bei den Eidgenossen gefunden worden, weiter zu handeln, wie man hoffendarf sie zu vereinigen. Deßhalb hat man beide Parteien vorgenommen, um ihnen diesen Entschluß anzuzeigen,mit der ernstlichen und höchsten Ermahnung, mittlerweile nichts Unfreundliches gegen einander vorzunehmen,4. Weil man in der besten Zuversicht auf die Annahme der Artikel zählt und dadurch den Frieden unter denEidgenossen zu erlangen hofft, und °damit dann ein beständiger endgültiger Friede hergestellt würde, so hatman zwei Artikel einem solchen einzuverleiben als unvermeidlich nothwendig und fruchtbar angesehen.

(1.)Nämlich daß die pündt zuosampt dem landsfnden usserthalb disem bericht suust by allen ircnchreftcn, inhaltnugen und Meinungen bestan und denen styf gelebt und nachkomen; deßglichen diejenigen, so umfern Eidgnossen von Zürich und Bern in ufhaltnng der profiand behilflich, anhängig und fürständig gewesen,rat, tat, hilf oder schnob darzuo gethan habend, heimlich oder offePich, in wclicher gstalt joch dz beschehen, eSsyge Weesen, Gastal, Toggcnburg, Thurgöw, Ryntal, Bremgartcn, Mellingen, und in summa alle die, so inendiß faals hilflich gewesen sind, ganz niemands usgenommcn, darumb weder gestraft, gefechd(et) noch gehaßt,und inen zno eewigen ziten zuo argem meiner fürgezogen, gedacht, snnders in disem fridcn fr>) vcrzigen, ouchalle raach, straf und fechd deßhalb ufgehebt und deß niemerme zuo eewigen ziten weder an lyb, eer noch guotentgelten sollcnt.

(2.)Deßglichen onch, daß gcmelt unser Eidgnossen von den fünf Orten unfern Eidgnossen von Zürichund Bern lut der pündten, wo sy mit gwalt belestigt oder vergwaltigt werden wellten, wider mcnklichen hilflich'trostlich und beraten, und ir leid inen ouch ircs leid spn lasse», und die pündt trüwlich und ecrlich an inenhalten und alles das leisten und volziehen söllint und wellint, das ein Eidgnoß dem andern in chraft derpündten zc thuon schuldig, in solicher trüw und früntschaft, wie das von unfern frommen vordren har uff unskommen ist; nit minder unser Eidgnossen von Stetten unfern Eidgnossen von Ländern herwidernmb ouch thuonsöllind, all bös ußzüg, untrüm und gefcrd vermitten."

II. (Rundreise der Schiedlente zu beiden Parteien. Die bezügliche» Arten sind sehr unvollständig).

III. (25. und 23. Juli.) 1. Nachdem nun die Schiedboten, wie oben angezeigt, sich ans den Weg begebennnd nach Vollendung ihres Umritts wieder hier zusammengetreten sind, haben sie die von beiden Theilen empfun°genen Antworten eröffnet, aber nichts anderes gefunden, als daß dieselben ihre Boten wieder hieher abfertige»und durch diese endlichen Bescheid geben wollen. Deßhalb hat man zuerst die V Orte vorgenommen und vonihnen solche Antwort eingefordert, worauf sie den Schiedlcnten mit den höchsten und dringlichsten Worten Dunkerstattet für ihre Arbeit, Kosten und Mühe, nnd nach einer kurzen Wiederholung der oben ausgeführten ?l»0wort dieselbe gänzlich bestätigt und unverändert haben bleiben lassen; über die zwei Artikel, die man letzthin