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Juni 1531.
2) Antwort der Burgerstädte ans obigen Vortrag.
1. „Als dann unser Eidtgnossen von den fünf Orten sich zuo nnfang ircr antwurt niit vil fründtlichcrerzelunge» der liebi und friindtschaft, so unsere vorderen znosanicn gchcpt, ouch mit vil andern früudtlichc»crbictungcn verneinen lassent, und in snnnna dahin ländent und (daruf) tringen ivcllcnt, als ob sy die pü»dtznosainpt dein landsfridcn trnivlich und redlich an uns gehalten und die fürer ze halten willens, doch darneben deseebietcns sygcnt, ob wir oder jemands vermeinen ivelllen, sy dieselben fürgaugcn sin und nit gehalten haben, daßsy uns oder demselben dnrnmb lut der pündten eins rechtens sin, und wnrin sy brüchig erfunden, dess mit recht,sovil und recht syge, entgelten wellint, damit sy gnuog gethan vermeinen und üwcr, unser lieben Eidt und pundts-gnosseu ougcu (?) erfüllt haben, als ob wir sy by ircin alten harkonnnen nit bclyben lassen wellint ?c., darzuo sage»wir, lieben Eidgnosscn, nffs aller kürzest, daß unser» Herren und ober» nützit anmüctigcrs uff erden begegne»,dann so sy by vermög der pündtcn und des landsfridcns lut der fünf Orten crbictcns bclyben mögen; es möchtesy onch nützit höchcrs crfröwen, dann daß sy in einigkcit und friindtschaft mit inen leben und die pündt znosainptdem landtsfriden so styf als dnrvon gcredt ivordcn und gedachter unserer Eidtgnossen fründtlich erbieten vermöge»will, gehalten worden »nd die wcrch den ivortcn glich geivescn, so ivarend wir ungczwyfelt zno allen teilen allesdiseo nnlu>ts, ouch gioßcn koßens, mücg >ind arbeit ivol vertragen; dann derselben unser Herren und ober»höchste klag und beschwürniß ist, daß die pündt, onch der landsfridcn nit bas bedacht, sunder für und für sounfiündllich niit inen gchandlct werden well, deß sy aber vermög unserer pündten und fründtlichcn verwandtschasi"'getrliivtind billicher überhept und vertragen sin.
2. „lind ivicivol ivir giniogsam und inccr dniin zuo vil sacheu wißtend zuo crzellen, daß die püiidt durchgemclt unser Eidgnosscn von den fünf Orte» nit zu», sründtlichistcn bedacht, wellen wir doch üch, unseru für"gelieptcn früiidcii, zuo bedenken geben, wie doch setz in disein müssischeu Handel den pündten gelegt sigc, da die-selben unser Eidtgnossen von den fünf Orten nit allein von den biderwen Pündteren in iren nöten, sundcr ouchvon unsern lieben Eidgnossen von Bern der pündtcn und umb hilf ermant sind; wie sy inen aber znogezoge»oder was hilf sy inen und uns bewisen, wie glichförniig sy ouch den pündten in dem und anderem gchandlct,meinen wir so offenlich nur tag liggen, daß es keins bcwyscns meer bedürfe.
3. „Solte aber darumb folgen, oder sind unsere pündt des Vermögens, wenn eins oder meer Ort dasander über bcschechnc manung in sinen nöten verließe, oder so uns jemand wider vermög des landfridens unscrsbcgrundtcn cristcnlichen gloubens halb oder sunst au. unseru ceren und gnotem glimpf wider alle billigkcit schmachtc,vcrklcinte, last und hochnmot an lyb oder guot bewyse, und sich dermaß so fygentlich gegen uns trüege, daß >"tallein wir, sunder ouch unscre thier by inen (nit) meer sicher würind, solichs onch offenlich am tag läge, »"daber, wenn man nsf straf »nd abstclluug sölichcr nnfrüudlichcn Handlungen tringen, daß man erst recht biete»und begercn wolle, sich mit »echt discr überfarungcn zuo bcwyscn, »nd wir deß und keins bessern trosts »ancinanderen gewarte» mtteßteud, achten wir, daß nienraudt syge, dann der wol erkennen möcht, solichs nit alle!»den pündtcn und dem landsfriden. sundcr aller billigkcit zuowidcr, ouch in keinen weg anzeneu.cn noch Z>"gctulden sin; wir meinend aber, so der (10.) artikel des landsfridcns besechen, werde er gar heiter wyscu, daßdie gcbrucher sölichcr schandtlichcii schmähunge» au lyb und guot gestraft und uns nit erst recht gcbottcn werde»sölle; es wirt onch nit folgen, so ein obcrkeit soliche lesterer nit strafen will, daß es damit nßgcricht sin, >"'dman sich allein rechtens benüegcn und wytcr nit darzuo thuou sölle, wie sich ouch unserer nchtung nit erfind"'mag, daß der lnudsfridcn jemand (?) uff kein recht verdingt noch veranlasset syge.
4. „Und wie sy sich ouch erbietend, dem landsfridcn in gemeinen Herrschaften zuo gclebcn und uns daran ke>"'»trag ze thnon, möchten unser Herren wol lydcn, daß solichs bcschcchcn wäre; dann dieselben unser Herren deswillens »it gewesen, gedachten unsern Eidgnosscn an iren rechten n»d gerechtigkcitcu, besunder in denen ding"',dann vornaher die weltliche obcrkeit zuo regieren gehcpt, einichcn ingriff oder abbruch ze thnon; was aber d"'landsfriden uns unserer niandatcu und zuosagungen göttlichs worts halben zuogibt und vorbehält, achte»dag unser Eidgnosscn nns billich bim selbcii beliben lassen und darin (als aber bißhar das ividerspil, >vie daszno tage» nun dick eröffnet ist, zum oftcrnmnl bescheche») kein intrag thnon sollint.