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Juni 1531.
und soll deßhalb jetwedre statt gott und das recht vor allen dingen achten, und so man das glychlich tuot, wirtallweg cinhälligheit funden. Zum andren warnemen, daß eigner nutz und eer ein gift sind aller fründschastund gsellschaft; deßhalb man zuo aller zyt gedenken (soll), daß der einen statt molfart onch der andren wolfartist. Deßhalb twcdrc ghcinen nfwachs snochcn sol onc mitnemcn und bcrncfc» der andre», und ob es dann derandren nit gelegen sin wurde, solle sy doch nüts des weniger verhelfen zuo fllrling und nfwachs der andren-Zum dritten, daß nit hinderfich griffen werde, also daß, wo die ein statt uf den hüttigen tag etwas fürlingsin gemeinen oder bcsundrcn fachen hettc, die ander (da) nit welle Hand ynschlahen, sunder daß allein uf künsttigs sölichs fürgenommen werd. Zum Vierden, ob aber etwan ein vorteil der einen statt sunderlich gediencnmöchte, und aber der andren nit so notwendig, und denn die notdürftig die nndürftigen anlangen wurd, daßsy iro den vorteil allein lassen, so sol (es) dann die güetlich zuogeben, doch daß allweg diejcnig, dcro zuogelasst»wirt, discr, die zuogelasscn hat, ouch in glychcr wys zuogebe, und allweg ein stuck um das ander. Doch stldiser punct nit änderst kraft haben, dann so es mit güete beschechen mag; wo nit, sol das irrend Ort zuo discwston mögen und gmein haben; wo es aber das ouch nit tuon wil, sol es denn nit mögen weren.
3. „Sy füllend ouch sehen, daß sy sich fast gegen den usscren wol gelegnen stellen verbindind und frü»'dint, one alle Ort, usgcnomen Basel und Costcnz; die zwo füllend sy für ander nebend inen Hary» lassen go»,doch daß sy des Hofes sygind, aber nit der Herr, daß sy an der Hand gefüert und nit sclbs gangind. Und dochmit denselben frömdcn stellen nit hinder einander verpüntnns machen, sunder wie vor in dem meren oder ufwaclstbestimpt ist, mit einander handle», und so es der einen statt ganz ungelegen, aber der andren nutzbar sin wurde,einander zuogeben, doch fründschast um fründschast, nachlassen um nachlassen.
4. „Zum drillen füllend sy in allen übrigen Orten verständig vcrtruwt lüt wol nnderrichten des große»Nachteils, den alle Ort gegen denen fünfen habend, daß sy Herren der Eidgnoschaft sind mit ircm zemenfalle»und zcmcnrunen, daheim und in frömden fachen. Darns wirt folgen, daß die übrigen Ort die fünfe ouchwerdent sinken lassen; dann ir macht ist nun hinfür, so alle krieg mit dem gschütz usgerich! werdent, so klcuydaß man nit not darf irothalb haben; dann die stett sind gerüstcr denn sy, und werdent darnach ouch mc gelten,so die V Ort ab dem bank koment oder gemindrot werdent.
V. „Es ist ouch ir, der fünf Orten, unkönnende des regierens ein notwendige ursach, daß man von ine»teilen muoß. Dann Ivo brüeder mit einander hnshaltcnt, und etlicher under inen nit kau hushalten, sundernun vertuot, müesscnt sy teilen und sich andren, oder aber der vertuende brächt sy alle zuo armnot. Daß abersy nit könnind regieren, bewert all ir Handlung in tütschen und welschen vogtyen. In (den) welschen landenhabend sy die vogtyen ze nüte gewicht mit gelt »einen um die urteilen und adpellationen, daß es so schantlichzuognt, daß ghein frommer on großen schmerzen (es) sehen und hören kau. In den tütschen vogtyen ist esouch in bruch kamen; zuo dem tnond sy in die vogtyen eintivcdcrs hochmüctig und gytig oder muotwillig »»^üppig vögt; jene rupfend, verschlahend, füercnd hin, gutzlend und gylend, daß der fünförtischen vögtcn mcnklichinüed, und so man von den V Orten ungeteilt blybt, folget mit der zyt, daß ouch ein schühen ab der stelle»vögten gehcbt, dann ouch dero etlich den fünförtischen glych farend; doch ist es alles ursprünglich von de»fünf Orten angehebt. Die muotwilligen sufcnd, spilend, hnorend ?c., das aber ghein gunst by ghcinen biderbc»lüten sin (finden?) kau.
VI. „So sy also blyben söltind in irem werd (wert), blibind inen ouch die V stimmen; damit wurdindsy widrum allen gwalt und anhang dero, die gottes wort widrig sind, an sich ziehen in den gemeinen vogtyen!dann sy wurdind je vermögen, alle ding ze verlyhcn, urteilen, ussprechcn und walten »ach irem willen; dau»twurde ein jeder sagen, ich sich wol, der den V Orten anhangt, der schafft das sin, und demnach sich zuo ine»halten. Es ist ouch ze gedenken, daß sy allweg r jar ay einander bevogtent, da wol ze gedenken ist, wie sy "fachen festncn. Und da jeman denken möcht, sy werdend nit mer zemen runcn, snnder das recht vor ougc»haben, sag ich, daß es nit beschickst; dann das ist in allen byspilen erfunden, daß nachdem der haß und hockstmnot in den ufwachs knmpt, daß er nümmen nachlaßt; deßhalb ghein anders ze erwarten, weder ir Herr oldder mächtiger sin, oder aber ir kncckst und minder.