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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1531.

4 ,,)t.eßhalb nun ein jeder, der sich der billicheit vcrstat, wol erwegen »mg, daß über solche nnzimlichrHandlung jich mit gott zimpt, cintweders die pnndt, so man mit inen hat, abzetuon oder sy ze meistrcu undzüchtige», mit »»»drei, der stiunne», umcht und regiments, bis in gar nsrüte» und verderben, wie aber gottgeto» und gebottcn. Er hat die kindcr Israels gestraft, bis er sy gar nsgerütct, über das; er ein püiitinismit ine» gmncht in die cwigheit. Gcboiten hat er also: Brennend den bösen nnder üch denncn, zc.

15.Es dient onch zur billicheit, daß sy jctz in niits des tagcns zuo Brenigarten die tanncst nfgcsctzl,den Hiltpranden lasscm ynkomcn und so (zuo?) Vyt Snter von Wal(d)shuot, (onch?) hinns zno Mark Sittiche»ir botschaft gcsendt, die so unseren glonbcn oder ecr schirment, vertriben habent, damit sy den landsfriden undalle trüiv sampt den pündten gebrochen.

11.Daß aber ir vermindrnng oder von inen sich teilen not sye, folget:

Es ist kündbar, daß die V Ort (von) vil jarcn har das recht so unredlich gefeiert, daß l») inen g»>'ghein zucht noch ordnung gehalten. Wo nun zncht und recht nit gehalten und geschirmt werdent, da mag ghc>»regnncnt bston. Dann recht ist ein so notwendig ding in allen volleren, gscllschaftcn und bywoininge», daßonch die mörder nnder einander recht halten müeßcnd; dann wo sy das, so s>) init mürden überkommt, nitordcnlich nnder einander teiltind, so ivurd ir gscllschaft und macht zerteilt. Aber zncht ist ein schirmen» desrechten, also daß, Ivo zncht nit ist, da vergat onch das recht von stund an. Dann wo man unverschämt sünde»darf und mnotwillig sin, da mnoß je das recht an den übertrettendcn nit gewicht werden; wo das recht uudcr-lnssen wirt, da ijt es vor gott gcton, und wird ghein rechtlos volk von im nnusgerütct und nngstraft nit ge-lassen. Die Aetoli sind ein volk gewesen glych als (leider) zuo unser zyt die V Ort: frnvel, unverschämt, un-züchtig, namend von alle» Herren gelt, hieltcnd ghein püntnus noch trüw dann so vil, als inen nutzbar was,darum ward inen nfgesetzt von fürsten und Volkeren, bis si) usgcrütet. Andre byspil der Helgen gsch»'^sind allen chrijten wol erkannt und nit not hie zc erzellcn. So nun zncht und grechtigheit so gar by denV Orten erlöschen, ist gwüß, daß (sy) müeßend gestraft und usgcrütet werden.

II. 1.Es ist ein Eidgnoschaft glych wie ein statt und ein rcgiment und ein genossamc. Wo mm iueinem rcgiment, da jeder man glych fry ist, jcmnn unverschämt sündet und das recht nndertrnckt, und der selbignit gestraft wirt, so behaftet die sünd die ganzen gmcin, also daß man die ansprach und klag an sy alle haßund straft onch gott die ganzen gmcind darum. So nun ir, der V Orten, wcscn gotslcstcrlich und vcrdcrplichijt einer löblichen Eidgnoschast, so müessend wir sehen, daß sy gejtrast, oder mit inen nsgerütct werden; dau»wir sind als ire Mitbürger mithaften, mitgsellen und Wieder.

2.lind so jeman sagen möcht, sy habend eigne recht, eignen gwalt und eigne regiinent, die mnoß ui»usy füercn lasse», und ob sy dann sölche glych mißbrnchcnd oder nndcrtrnckend, so habend wir inen nützit daryuzc reden, mag man dise antwurt geben: Es mag ghein püntnns noch recht wider die grechtigheit gemachtwerden, lontrn jnstrtinm non est ins, ste. Also daß gheinc fürsten, Völker noch stctt der grechtigheit halbnsgcnomen iverdcnt, ob man iro glych in den püntnusscn vergäße, also das nit nf ein sölche form nsgetruckt:wir vcrbindcnt uns, daß wir alle mit einander grechtigheit frieren, schirmen und erhalten wellent, und welch"»'teil das nit tnon, wnrdind wir die übrigen denselben darzuo wysen; so ist demnach nüts dcß weniger recht uudbillich, daß die haltenden den übertrettendcn strafind und zur grechtigheit zwingind, wellend sy acht mit einanderhnshalten und verbunden sin. Dann ghein gscllschaft noch püntnns mag wider schirm des rechten und straf desunrechten nsncmcn. Byspil: Die zwölf stammen Israels hattend eigne fürsten und rechte. Do aber im stau"""'Benjamin dem Leviten die schanilich schmach znogcfüegt und im selben stammen nit gestraft, und demnach auchin den andren rj stammen liederlich zur fach geton ward, do straft sy gott also, daß er der rj stammen Z«!lzwürend schlichen ließ von den Benjamiten, und komcnd in rl tuscnd um, und demnach erschluogcnd die selbe»rj stammen rrv tnsend dem züg der Benjamiten. iltom und Earlhago haltend vcrkomnnssen und püntuusse»mit einander gemacht; nachdem aber die Carlhnginicr brüchig windend und doch mit alenfanz gesehen wollendsi», sam sy die pündt hicltind, und die Nömcr brächind sy, darns dann folget, daß sy einander schnldigotcnd, glychwie jetz in der Eidgnoschast die V Ort Zürich und Bern scheltend, sy sygind an inen brüchig, so doch nicuklich