Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
1034
Einzelbild herunterladen
 

1034

Juni 1531.

güetlich in Verzug stellen und nochmals nit fuoter (fürher?) schütten, sunder fürzüchen so vil nach glegenhe»der suchen müglich, bis nnd ob ir verncmcn mögt, wie sich nnser suchen schicken, um daß, ob es üch guot bc-dunken, wir Rapperschwyl besetzen mögen, daß der platz von unfern Händen nit entwert (wurde), llnd dw>stuns allen, als ir sclbs erkennen, an dem platz . . so vil gelegen, langt an üch nnser ganz früntlich ernstlichbitt, will nnd nicinig von wegen unser aller Herren nnd obern, daß ir uns ilents und ane verziehen by discm hierumgesandten Kotten berichtent, was üch begegnet, und was üch bedanken well, Rapperschwyl zno fürsechen oder »nm daß uns des ends niit verkürzt (und) uns (nit) »achteiligcrs dann bishar an die Hand stoßen (mög), 'ichhierin beivyscnde, als wir uns zuo niver jedem insnnders vcrscchcn", u. s. f. Siegel von Seckelmeister MartMAns der Blauer.

Urelttlhartett. 4531, 12. Jn»i f. (Montag vor Viti und Modesti f.).

Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 11, 4. 108. Staatsarchiv Bern: Atlg. Abschiede Di). 411. .^antvttsarchiv Basel: Abschiede,.^atttonsarchiv Solothuril: Abschiede Bd. 18. K'ai»tv!»Slnl»livtliek Z^reibarg: Girard. Saittmlung, T. XV.

Kantvttsarchiv Schasfliausen: Abschiede.

Gesandte: Zürich. (Diethclm Räist, Bürgermeister; Johannes Bleuler; Werner Beycl, Stadtschreiber)-Bern. (Peter im Hag, Benner; Jacob Wagner, des Raths). Lueern. (Hans Golder, Schultheiß)-ti ri. (Hans Dietli, Ammann). Schwyz. (Vogt Gnpfer). It nterwalden. (Hans?) Lnssy, Amman»).Zug. (Oswald Tos;, Ammann). Glarus (unbekannt). Basel. (Bernhard Meyer; Rudolf Frei)-Freibürg. (Lorenz Brandenburger; Hans Lanther). Solothurn. (Thomas Schmid, des Raths)-Schaffhansen. (HanS Jacob Murbach?) Appenzell. St. Gallen. Gran bänden-Wallis. Nothwcil. Thurgan. Sargans. Neuenburg. Frankreich. (Maigret,Dangerant). Mailand. (Panizono).

l. Zu Anfang dieses Tages hat die Botschaft aus den III Bünden zu verstehen gegeben, daß dieZahl der Knechte, die man theils in herzoglichem, theils in eidgenössischem Solde ennct dem Gebirge hat,sich von Tag zu Tag vermindere, während der Feind sich verstärke; daß der Herzog in der Erfüllung derPflichten nnd Zusagen, die er mit den Capiteln eingegangen, sich gar langsam und lau erzeige, gleich alswäre es ihm dabei nicht rechter Ernst, nnd daß der Besoldung halb unter den Knechten großer Unwille ver-nehmlich werde, der großen Thenrung wegen; zugleich wird angezeigt, daß der letzthin vorgekommene Unfall,bei welchem, nach der Kundschaft der Bündner, bei dreißig deutsche und wälsche Eidgenossen (todt) geblieben,durch jene Unzufriedenheit veranlaßt sei; ans diese Nachricht haben sie eilends eine Botschaft hinein geschickt'um den Stand der Dinge jenseit des Berges genau zu erfahren; die hieher verordneten Boten haben indessenderen Berichte nicht mehr zu Hanse erwarten können, hoffen jedoch, daß ihnen dieselben bald zugehen werden;sie bitten nun dringlich, weil man ihnen von Anfang so hülfreichen Beistand bewiesen, ferner unsere Handob ihnen zu halten und ihnen hierin nichts abzuziehen. 2. Weil nun die Umstände schwierig, und viel darangelegen ist, so hat man darüber mit allem Ernste mancherlei gerathschlagt und erwogen, und weil man besorgenmuß, mit Schriften nichtsVerfängliches" ausrichten zu können, nm größerereehafti" willen beschlösse»,eilends eine beglaubigte Botschaft von Zürich, Glarus nnd den III Bünden zum Herzog von Mailand nndzu gemeinen Hanptlenten und Knechten zu schicken, mit dem Befehl, die Lage der Dinge, nämlich die (Zahl