Juni 1531.
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Uern. 1531, 12. Juni.
Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. LZ», x, s, s.
0 Die Botschaft von Pet erlin gen erklärt, die Stadt sei hier unbillig verklagt worden; der Kläger^ite nicht des Gotteswortes wegen gcthiirmt werden wollen, sondern allein des Zcddels wegen, der an desPrädicanten Thnrc geschlagen worden; die Gemeinde bitte, sie bei dem alten Herkommen bleiben zu lassen;^un sie lMW sich darin der Landschaft Waat gleich; Prediger wolle sie halten wie von Alters her. II. Ant-wort! Die Stadt wisse wohl, was man ihrem Boten hier erklärt, und was der diesseitige vorgetragen; man^ssc es dabei bleiben, daß der Eid nicht binden solle, wenn sie das Gotteswort nicht frei und ungestraft^'stn und verkündigen lasse; wenn sie sich dabei nicht beruhige, so werde mau des Eides halb auf andereAlltel denken. III. Die Boten antworten, sie haben hierüber keine Vollmacht.
Es ist Nr. 534 zu vergleichen. Sodann sei hier bemerkt, daß eine Reihe von Aufzeichnungen über dieseVerhältnisse nicht berücksichtigt werden können.
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Nl'tlllllett. 1531, 12. Juni (Montag nach U. Herrn Fronleichnams Tag).
Staatsarchiv Luccrn: Acten Ncligionshändel.
Boten der V Orte erlassen um 2 Uhr Nachmittags in dringendster Eile an die Boten derselben Orte inVrenigarten folgendes Schreiben:
„Als wir nf Hut diser stund allhie zuosamen komm, von wegen des plahes zuo Rapperschmyl allhie znohandlen, in was gestalt wir den by unser» Händen behalten, in anstehen, was nnsern Herren allen daran gelegen w.,dwyl wir aber nit wiissen, was sich by iich zno Bremgarten znotragen, nnd wie sich die Handlungen und unserspann zuo friden oder Widerwillen znotragen; so aber uns der bott von Luzern bericht, mit was bestich sineHerren den bottcn gan Brcmgartcn abgcfertiget, safer man den feilen kons nit nfthnon, lind man uns by demerbieten, so unser Kotten setz jüngst nmgfüert, nit bliben lassen (well), daß er ufsitzen, heim rytcn nnd wyter mithandlen söll; so aber das beschcchcn, möcht dassclb dahin reichen, daß wir in dem verkürzt lind deßhalb in der>1 um Rapperschwyl kommen möchten. Dem vorzuosin, divyl der bott verstanden, was uns übrigen Orten darangelegen, hat er sich für sine Herren . . von Luzern dis schribens angenommen und wir uns für in vcrmächtigctund ime hiencbent befolchen, divyl wir hievor mermalen und jeh aber verstanden, daß sy sich von uns übrigenvier Orten in nnsern nöten theins wcgs sündern, daß er sine Herren deß von unser wegen berichten und systiintlich bitten (sölle), semlichs güetlich zuo gestatten, irem bottcn, so er disem unscrm schryben nachkoinm,sinnlichs nne Nachteil zuo halten und nit zuo verargen, der nngezwyfeltcn zuoversicht, unser getriiw lieb Eid-gnosstn von Luzern werden uns hierin der notdurft nach wychcn und scmlichem unscrm schriben, von irtwegengethan, als uns notwendig, güetlich und stündlich statt geben. Deßhalb so ist an iich sampt und sunders vonwegen nnstv aller Herren nnd obcrn unser ganz stündlich, ernstlich nnd gctrungcnlich Meinung, in anstehen allergeschwindigkeit, so wider uns fürgenommen, ir wellent semliche antwurt, so der bott von Luzern in bestich hat,
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