Juni 1531. 1023
bis und unser Eidgnossen von Glarns, (als) irc Herren, auch darzuo kommend; so wellinl sy also, nämlich diegemeind, by einandern beharren bis zuo ustrag irs fürncmens. Und wie üch fürkommcn, daß ctlich wundgeschlagen, Hand wir nit gehört; wol etlichem eins also mit flacher haliparten worden, onch die spieß gegeneinander» niderglan, darmit dann die wyber an mort geschrei komncen. Also will ich, g. m. h., beharren undmich, ob mir uf den morndrigen tag nit wyters bcgügnet, ividernm heiniverfertigen."
St. A. Bern: Allg. Absch. vv. 27», 280.
2) 1531, 3. Juni, 1 Uhr Nachmittags. Schwyz an Lucern. 1. „Uns ist nf dise stund ilents zuokomen,wie daß die Züricher mit einem züg enhalb sees nfzüchent, mögend aber nit müssen, was ir fürncmen ist; dannnach dem anscchen, das uns vorhar begegnet hat, gedenkend wir wol, es sy(e) über Rappcrschwyl erdacht.So aber wir von den dryen Orten unser treffenlich botschaft hinus geschickt, haben wir ein znosatz verordnetund befolchcn, den ilents in die statt zno fertigen, bis die, so von unfern dryen Ländern, onch hinns komcnmögen, wellent also zuoscchen, was uns wyter begegnen, werden wir aber handlen je nach gestalisami der fach,das eercnlütcn und frommen Eidgnossen zuostat. Deß (sie) haben wir üch vertruwter mcinig nit wellen verhalten,mit ernstlichem begcrcn, daß ir den Handlungen guot acht haben und ufmerken wellent, was uns nötlichsbelange», daß wir einandern trostlich zno hilf kommen und thüeyent als biderb lüt." ... 2. „Glich in dem,als der brief bis hiehar geschriben, ist uns zuokomen, daß die Rappcrschwylcr puren in die statt gfallen unddie ingnon haben, wüssent aber nit, obs zno unfern oder den Zürichern zno Händen beschcchcn ist; doch so redcnt?>), sy ivellent uns halten, was sy uns schuldig sygcnt; was sy aber thnon (wcrdent), mögen wir nit müssen;boch so ist vogt Uolrich da innen, der uns semlichs zuogeschriben, vermeinende, sy wellent die statt redlichbeheben, deßhnlb der znosatz jetz abgestellt" (worden). Empfehlung w. Sa A. Lm-r«: MW»-»,
3)^1531, 4. Juni. Schwyz an Glarus. Da in Napperswyl ein Zwiespalt ausgebrochen zwischen denBürgern und den Ihrigen außerhalb, so habe man Glarus bereits einmal schriftlich ersucht, eine Botschaft mitden drei andern "Orten dahin zu schicken, um zu vermitteln; daß es diesem Begehren nicht entsprochen, müsseetwas befremden, da doch die drei Orte nichts anderes zu handeln begehren, als was zur Ruhe und Einigkeitdiene, und was die besiegelten Briefe ihnen zugeben; darum werde die Bitte erneuert, bei der Unterhandlungmitzuwirken und in jedem Falle schriftliche Antwort zu geben. St. A. Zürich: Tsth»d. D°c. Samml. ix. so.
5,30.
Friltttttseld. 1531, 2. Juni.
Staatsarchiv Zürich: Acten II. Cappeler? rieg.
I- Die Botschaft der V Orte trägt der Gemeinde bor, wie sie mehrmals wegen ihres Spans mit Zürich""f Tagen gehandelt und um die gegenseitigen Forderungen immer Recht begehrt, solches aber bisher noch nicht)»ben finden können, da Zürich es bestimmt abgeschlagen, was doch unerhört und klüglich sei, daß in der Eid-b"wssenschaft einem, der nichts anderes als Recht begehre, dies nicht zu Theil werden möge, während manbvn den Altvordern her je und je den Ruhm gehabt, daß man allen, denen Recht gemangelt, dazu verholfen^ k- Darum haben die Obern gemeine Eidgenossen um Recht angerufen, darauf aber noch keine AntwortEhalten. Wcjl sie gesehen, daß sie nicht dazu gelangen, auch bei keinem Mehr bleiben könnten, so haben siesiB Entschluß gefaßt, die Sache Gott zu befehlen und ruhig eine bessere Zeit zu erwarten; nachdem aber die'bgenvssen von Zürich vor den andern Orten und vielleicht auch hier sich beklagt haben, daß ihnen von den"gehörigen der V Orte etliche Schnnd- und Schmachworte begegnet, die nicht mehr zu erleiden seien, weßhalb