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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1531

(Antwort auf den früher gegebenen Abschied, Nr. 515). I. Da die Boten nicht Vollmacht genug gehabt, die zweibegehrten Artikel zu bewilligen, so haben sie dies den V Orten angezeigt, worauf diese schriftlich geantwortet,sie wollen gänzlich, bis ans den kleinsten Punct, die Bünde und den Landfrieden halten, wie dieselben lauten!die der Schmähungen schuldig erfundenen Personen haben sie gestraft, und seien noch andere, so wollen sie auchdiese bestrafen. . . Betreffend die Verkündung des göttlichen Wortes bitten sie, Zürich zu ersuchen, daß es sienicht zu etwas anderem nöthige, als sie gewöhnt seien, 1. weil solches in den Bundbriefen nie verhandeltworden; 2. weil man sonst denken könnte, sie wären bisher Ketzer (oder?) Abcrgläubige gewesen;' sie hoffe»,es sei das Gotteswort bisauhin in ihren Gebieten verkündigt worden wie in andern christlichen Landen undKönigreichen; es wäre also dieser Artikel gar sehr ihrer Ehre zuwider; sie erbieten sich aber, darin den Land-frieden treulich zu halten und nichts anderes zu thun, als was Zürich (in gleicher Lage) für sich selbst begehrte,und bitten dabei, alle Dinge, die zu Frieden und Einigkeit dienen, zu versuchen.

II. Vorstellung der Folgen des Proviantabschlags: Große Sterblichkeit und Schwächung der Eid-genossenschaft; Bitie, das Erbieten der V Orte anzunehmen, da sie in allem klebrigen zur Versöhnung geneigtseien. . . .

III.Günstigen lieben Herren, wiewol die anfordernng, so ir thuond, dz göttlich wort frylichen ze pre-digen lassen, gerecht und billich ist, jedoch sid dz ir inen allwegcn ze verstau geben habend, ir wölkend si) »üzno andrem glauben, dann den sy habend, zwingen, so bedunkt uns (üwer wisheit darmit uit zno leeren), dzder artikel üch ze kriegen nit erwcgcn sol, in ansechnng, wie wir zno uechsten ouch gesagt, daß der glaub sichin der menschen herzen mit gemalt nit setzen mag . . ., üch crmanend und pittendc, dz ir üch des kriegs müeßiggon und nmb des KünigS eer willen zerschlagen khüegend(?); dicwil doch kein anderer stoß dann umb den artikelist, (so) wölkend uns vermechtigcu, die andern fachen, darumb ir uneins sind, ze mitten dermaßen, daß jetlicherwirk erkennen, daß der Küuig ein gemüct und bcgird hat, üch in fridcn und fründtschaft ze leben verschaffe»,und so ir uns in einem zcdcl gebend die, dero ir üch geschmecht und gekestret empfindend, so wölkend wir alleunser best thuon, daß üch dero ersatzung gethon werde, welches wir sichcrlichcn müssend, daß die fünf Ort »üabschlacheud, und sagend üch zno, wir wöllend uns darin legen und ücben, als die über des Königs gcp»tgroßen lust und fröid von uns sclbs habend, dz diser frid und einikeit gemacht werde."

St. A. Zürich: A. II. Capp. Krieg.

Dieser Vortrag ist wie der vom 2V. Mai nach einem beiliegenden Actcnstück Vortrag an Berner Ge-sandte auch für Bern bestimmt und diesem abschriftlich zugestellt, worden, mit dem Begehren, einen güt-lichen Tag zu bestimmen, unterdessen die Sperre aufzuheben und nichts Thätliches zu versuchen, w. w.

ib. ib. Auch K. A. Basel: Abschiede (Copie).

3) 1531, 2. Juni (Freitag in der Pfingstwoche), Zürich. Die Voten von GlarnS, Freiburg, Solothur"und Appenzell an Lucern. Wegen des bekannten Zwiespalts zwischen den V Orten und den Städten Zürichund Bern sinnt Mithaften habe man im Auftrag der Obrigkeiten einenilenden" Tag nach Bremgarten angesetztauf den 11. d. M. und bitte und ermahne nun Lucern, denselben den vier Orten auch zu verkünden und dafürzu wirke», daß er van allen besucht^ werde; denn den andern Eidgenossen habe man den Tag auch angezeigtund hoffe, daß sie ebenfalls erscheinen werden, ze. Siegel von Hans Aebli. St. A. Luc°m: A. R-ligi°»shiwd-l.

Zu Ii. Näheres über Badeu's Verschuldung erfährt man aus der Instruction selbst nicht, indem sieauf bezügliche Beilagen verweist; dagegen deutet sie an, daß der Beklagte viel zu milde bestraft worden sii>dcßhalb wird vorgeschlagen, mit Verfügung einer Sperre zu drohen, wenn sich die Stadt nicht besser (in dieBeobachtung des Landfriedens) schicken wollte. St. A. Benn Jnstrucl. n. ?6->-