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Mai 1531.
sunst, und Ivo ir die zivcn artikel nit nnncmeu wölltcnd, nochdein st) uns der arbeit, so wir gchcbt hettend uud^haben murdcnd, gednuket, so habend st) uns gebetten, daß wir wider abweg rittend; dann si habend uns gesagt,daß (sy) on die zwen artikel vermeinend kein tractat eins fridens mit üch ze machen." Ansuchen um sofortigeAntwort, da sie genöthigt seien, zur Empfangnahme des von dem König geschickten Geldes (wieder) nach Solo-
thuril zu reiten, Zt. St. A. Luccr»: A. Religionshändel.
2) 1531, 25. Mai, Zürich. Die französischen Gesandten, Meigret und Daugcrant, au die Boten dc>V Orte. Hinweisung auf das letzte Schreiben. 1. „Diewil wir (nu) bricf empfangen von einem üwer guotc»früuden, by dem er uns bericht, daß üch die zwen artikel frömd nemcn werdent, uns bittende. . ein besser mittetzc finden zno sölichcm friden; . . ir verstand wol, daß die artikel uns also in wys und form, wie wir st> üehgeschickt habend, geben sind, und war uns übel angestanden als Mittlern, von denen artiklcn ze reden und gesprüch(ze) halten mit denen von diser genannten statt, mir hettend dann vorhin antwort von üch; wann in sölichewhettend wir uns mer partygisch dann mittler crzöigt, deßhalb uns bedunkt (üwer wyshcit nit ze leren), ir werdentwol Handleu, so ir uns ein ylende antwurt schickend über die zwen gedachten artikel, anzöigende gründ und Ursachen,warumb ir üch nit mit inen vereinbaren mögend, so wöllend wir uns rieben, zum möglichsten ze mittlen n»t-, sampt üwern andren stünden und Eidgnossen, den friden und einikeit undcr üch ze schöpfen; müssend ouch daswir uützit darin wöllend sparen Inhalt des gcbots, so der Küng . . uns mündlichen, geschriftlichen und durch eige»botschaften gegeben hat. 2. G. l. h., wir sind ouch wol bericht, daß die Herren von Zürich nit vermeinend,üch predicautcn in kein weg ze geben, sonder ist allein ir sinn und gemüet, daß üwer predicantcn prcdigent (und)verkündent das wort gottes öffentlichen uiigestraft nach dem nüwen und alten tcstament in sölicher fryheit, uvees zno üwerer vorfarcr und eltere» zpten vcrkündt ist worden. Daruf wöllend üch wol beraten, wann wir whnit wölltcnd einicherlei raten, das da wäre wider üwerer gewüsseneu fryheit old wider nutz, eer und üwerer landenfryhcit, sonder vil mer üch helfen die ze behalten. Wir wartend üwer antwurt, (darby) bittend wir üch, das
heschech iv Nlögeu^)" ... St. A. Lucern: A. NeligionShündel (Original).
52L.
Weittfeiden. 1531, 29. Mai (Montag nach Pfingsten).
Staatsarchiv Zürich: Acten Thurgau.
Verhandlungen der Thnrgauer Landsgemeinde, in Gegenwart einer Botschaft dem Zürich.
„Abscheid von der gmeind zno Winfcldeu." 1. Auf den von der Mehrheit unterstützten Autrag, die »äst„Zuchtgaumer" der großen Kosten wegen abzustellen und die Geschäfte der Zwölf den Landrichtern zu über-tragen, ist nach mehrfacher Besprechung beschlossen, diesen Artikel nochmals an die Gemeinden zu bringe», daetliche darüber keine Befehle gehabt; was dann das Mehr wird, soll geschehen. 2. Da die Gcrichtshcrren d»Gemeinden in Bern und Solothuru verklagt, worauf den Thurgaucru scharfe Missivcn zugekommen sind, »»letztere dann begehrt haben zu wissen, ob alle zusammen oder einzelne Personen gemeint seien, und Zürich (d^Gerichtsherren?) geschrieben, daß es die Gemeinden bei dem Recht, die Bußen, die „von göttlichem Wortlangen", durch die Ehcgnumcr einzuziehen und für die Armen zu verwenden w., wolle bleiben lassen, und dabe>gefordert, daß nicht die ganze Landschaft, sondern die Schuldigen, die sonst die Gcrichtshcrren an ihrenHelten kränkten, angeklagt würden, haben die Boten („wir") mit denselben geredet und die Antwort erhalte»,sie werden sich vollzählig versammeln und dann guten Bescheid geben. 3. Hauptmann Federst hat über st»'Thun und Lassen im Kriege Bericht erstattet und dabei angezeigt, daß die Thurgaucr keine Botschaft nachInnd zu schicken gehabt, auch keine Aemter empfangen, worüber der gemeine Knecht unwillig geworden und b»Eidgenossen, die nichts über sie zu gebieten haben, deßwegen heftig beschuldigt hatte; dennoch haben die BoÜ»